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Die Evangelische Akademie Frankfurt trauert um Heinz Bergner

Ehemaliger Vorsitzender des Kleinen Konvents der früheren Akademie Arnoldshain verstorben

Die Evangelische Akademie Frankfurt trauert um Heinz Bergner, den ehemaligen Vorsitzenden des Kleinen Konvents der früheren Akademie Arnoldshain und früheren Propst für Süd-Nassau.

Der Theologe starb im Alter von 90 Jahren am 3. März, wie seine Familie am Dienstag mitteilte. Bergner war von 1970 bis 1991 Vorsitzender des Kleinen Konvents der Evangelischen Akademie Arnoldshain. Während seiner Zeit im Kleinen Konvent wurde Bergner für seine politische und weltoffene Art sowie sein unermüdliches Engagement in der Erwachsenenbildung geschätzt. Zu seinem 65. Geburtstag 1991 erschien die Festschrift „Freude an der Zeit des Himmels“, in der sich sein großes Engagement für die Akademie widerspiegelt. Bergner seinerseits gab 1996 eine Dokumentation zum fünfzigjährigen Bestehen der Evangelischen Akademie Arnoldshain heraus.

Von der Akademie seien, so Bergner, in vielen ökumenischen Begegnungen die Aussöhnung der Völker und der Kirchen verschiedener Konfessionen vorangetrieben worden. Viele dieser Begegnungen waren dabei ihm persönlich als Brückenbauer zu verdanken.

Schon in seiner Zeit als Dekan in Bad Homburg hatte Bergner mit der Organisation von Vortragsreihen das öffentliche Gespräch zwischen Theologie und Geisteswissenschaften gefördert und wurde so einer der Vorreiter der Erwachsenenbildung in der hessen-nassauischen Kirche. Auf seine Anregungen gingen viele Tagungen zur Weltverantwortung von Christinnen und Christen zurück.

Die Evangelische Akademie trauert um ihren früheren Konvents-Vorsitzenden und spricht seiner Familie und allen, die um Heinz Bergner trauern, auch im Namen der Konvente und der amtierenden Vorsitzenden der Konvente, Pröpstin Gabriele Scherle, ihr herzliches Beileid aus.

Dr. Thorsten Latzel
Direktor Evangelische Akademie Frankfurt

 

Zur Person

Heinz Bergner wurde 1926 in Frankfurt am Main geboren, studierte nach dem Zweiten Weltkrieg in Marburg und Tübingen Evangelische Theologie unter anderem bei Rudolf Bultmann und Eberhard Jüngel. Danach war er Pfarrvikar in der Gießener Matthäusgemeinde, bevor er seinen Dienst als Pfarrer in Hartenrod im Dekanat Gladenbach und in der Erlösergemeinde Bad Homburg antrat. 1973 wurde er zum Dekan des Dekanats Bad Homburg und 1980 von der Kirchensynode zum Propst für Süd-Nassau gewählt. Diesen Posten übte er zehn Jahre lang bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1991 aus.

Hinweis 
Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 10. März um 12.30 Uhr in der Evangelischen Kirche in Bad Homburg-Gonzenheim (Kirchgasse 8) statt.

Evangelische Akademie Frankfurt
Heinz Bergner

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit empfiehlt

FILM DES MONATS MÄRZ 2017:
"MOONLIGHT"

Als FILM DES MONATS März 2017 zeichnet die Jury der Evangelischen Filmarbeit "Moonlight" von Barry Jenkins aus. Der Film erzählt in drei Kapiteln die Entwicklung eines schwarzen Schwulen aus Miami von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter, der mit der Vernachlässigung durch eine drogenabhängige Mutter, Ausgrenzung und Gewalt aufwächst. "Was es heißt, anders als die Mehrheit zu empfinden und in einem von Gewalt geprägten Milieu sich behaupten zu müssen, macht der Film in einer geschickten Mischung von dramatischen und emotionalen Momenten deutlich", heißt es in der Begründung der Jury. "Entstanden ist dabei das sensible Porträt eines Menschen und seiner sozialen Welt, die Diskriminierung und Marginalisierung ausgesetzt sind und sich selbst überlassen bleiben. Der Film nimmt ihre Würde ernst und sensibilisiert für die Eigenart und Verletzlichkeit jedes einzelnen." Der Film, der am vergangenen Wochenende mit dem Oscar als Bester Film ausgezeichnet wurde, kommt am 9. März in die Kinos.

Der "Film des Monats" der Jury der Evangelischen Filmarbeit ist die einzige durch eine Jury vergebene Auszeichnung für einen aktuellen Kinofilm. Die Jury der Evangelischen Filmarbeit ist ein unabhängiges Gremium. Ihre Mitglieder werden von Einrichtungen der evangelischen Kirche ernannt. Die Jury zeichnet Filme aus, die dem Zusammenleben der Menschen dienen, zur Überprüfung eigener Positionen, zur Wahrnehmung mitmenschli­cher Verantwortung und zur Orientierung an der biblischen Botschaft beitragen. Die Arbeit der Jury wird vom Filmkulturellen Zentrum im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Pub­lizistik (GEP) betreut.

Weitere Informationen: http://www.filmdesmonats.de

Personalie

Christian Kaufmann zum stellvertretenden Direktor ernannt

Der Kleine Konvent hat Christian Kaufmann in seiner Sitzung am 31. Januar einstimmig zum Stellvertretenden Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt berufen.

Der 51 Jahre alte Kunsthistoriker war von 2002 bis 2012 stellvertretender Leiter der Evangelischen Stadtakademie und ist nach Fusion mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain im Frühjahr 2012 zur neuen Evangelischen Akademie Frankfurt derzeit als Studienleiter für die Themenbereiche Kunst und Stadt, Gender und (vertretungsweise) Film zuständig. Kaufmann ist zivilgesellschaftlich als Stellvertretender Vorsitzender im Deutschen Werkbund Hessen aktiv und wurde 2015 vom Bund Deutscher Architekten mit der "BDA Auszeichnung für Baukultur" geehrt.

​Christian Kaufmann wurde 1966 in Birkenfeld/Nahe geboren und studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Neuere Geschichte an den Universitäten Gießen und Köln mit dem Abschluss Magister Artium.

1995 war er für das Kulturreferat des Rheinisch-Bergischen Kreises tätig und von 1996 bis 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Von 1999 bis 2003 leitete er den "auswärts Kunstraum e.V." und war für zahlreiche Projekte als freier Kurator tätig.

Evangelische Akademie Frankfurt
Christian Kaufmann

Junge Akademie Frankfurt

Vorstellung der Teilnehmenden

Am 3. März geht's los! Dann startet die Junge Akademie Frankfurt mit einem Auftakt- wochenende im Kloster Tiefenthal, Eltville. Bis dahin stellen wir täglich auf Facebook und Twitter die Teilnehmenden der Jungen Akademie vor. Noch ausführlicher können Sie die Stipendiaten hier auf der Website kennen lernen.

Auf der Unterseite Stipendiaten 2017 in der Rubrik Junge Akademie, erzählen die zwölf weiblichen und 14 männlichen Stipendiaten, was Sie sich von der Akademie erhoffen und wie sie dazu beitragen wollen, unsere Demokratie zu stärken.

Wir freuen uns auf eine spannende und ertragreiche Zusammenarbeit!

Evangelische Akademie Frankfurt
Teilnehmende der Jungen Akademie Frankfurt

Israel und die Partei DIE LINKE

Dr. Gregor Gysi diskutierte am 30. Januar in der Bildungsstätte Anne Frank

Über 220 Personen kamen am vergangenen Montag, dem 30. Januar, zur Veranstaltung "Israel und die Partei DIE LINKE" in der Bildungsstätte Anne Frank. Der langjährige Fraktions- vorsitzende, Dr. Gregor Gysi, sprach mit der Journalistin Esther Schapira (HR) über das ambivalente Verhältnis seiner Partei zum Staat Israel.

Gysi betonte, dass es in seiner Partei keine antisemitische Haltung geben dürfe. Ebenso müsse aber auch das palästinensischen Volk nicht vernachlässigt werden. Er trete für das Existenzrecht beider Staaten ein und bekräftigte seine Forderung nach einer Zwei-Staaten-Lösung. Den Siedlungsbau durch die Israelis kritisierte er.

Organisiert wurde die Veranstaltung, die den Abschluss der Reihe "Die Selektion von Entebbe?" bildet, von der Bildungsstätte Anne Frank, der Rosa Luxemburg-Stiftung Hessen und der Evangelischen Akademie Frankfurt.

Wir freuen uns, dass die Veranstaltung auf so großes Interesse gestoßen ist. Leider konnten viele Interessierte aus Raumgründen nicht teilnehmen, wir bitten dies zu entschuldigen.

Fotos: Dr. Christa Oppenheimer

Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Gregor Gysi, MdB
Evangelische Akademie Frankfurt
Esther Schapira, Journalistin
Evangelische Akademie Frankfurt
220 Besucher nahmen teil
Evangelische Akademie Frankfurt
Esther Schapira und Gregor Gysi in der Diskussion

GNADEN/-LOS

Neues Halbjahresprogramm der
Evangelischen Akademie Frankfurt erschienen

Unter dem Titel „ Gnaden/-Los“ ist das neue Halbjahresprogramm 2017/1 der Akademie erschienen und bietet über 40 spannende Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten. 

„Gnade“ ist ein zwiespältiger Begriff: Niemand will auf sie angewiesen sein – als Willkürakt einer Obrigkeit. Zugleich beschreiben Menschen mit ihr die beglückende Erfahrung eines Beschenkt-Seins, etwa bei einer besonderen Begabung oder der Geburt eines Kindes. Diese positive Wertung zeigt sich erst recht, wenn das Gegenteil ins Spiel kommt: etwa bei „gnadenlos“ brutaler Gewalt. Nicht zuletzt spielt Gnade im christlichen Glauben eine zentrale Rolle.

Im Reformationsjahr 2017 greift die Akademie dieses schillernde Thema auf: von der Fehlerkultur bei Juristinnen oder Ärzten in der Veranstaltungsreihe "No Mercy!?" über die Kunstinitiative der EKHN bis zu theologischen Studientagen. Daneben finden Sie viele weitere Veranstaltungen, z. B. im Rahmen der Jungen Akademie Frankfurt, die 2017 erstmalig startet. Dazu präsentieren wir die Film-Reihe „Short-cuts“ mit Portraits von Menschen mit besonderen Gnaden- erfahrungen. Ab Ende Januar erscheinen diese Clips regelmäßig auf unserem Facebook-Kanal und auf der Website.

Das gedruckte Programm wird den Empfängern am 10. Januar zugestellt.

Evangelische Akademie Frankfurt
Titel HJP 2017/1

Evangelische Akademie Frankfurt trauert
um ihren ehemaligen Direktor

Am 1. Dezember starb Dr. Jens Harms, ehemaliger Direktor der Evangelischen Akademie Arnoldshain, in Berlin im Alter von 72 Jahren.

Dr. Harms leitete als Wirtschaftswissenschaftler die Evangelische Akademie von 1986 bis 1989. Im Anschluss war er zunächst Vizepräsident des Hessischen Rechnungshofes, dann Präsident des Rechnungshofes von Berlin. Die Erfahrungen aus seiner Zeit in der Akademie hat er u.a. in seiner Autobiographie „Sinnes Wandel: Ein Leben im Spiegel der Zeit“ (2012) dokumentiert.

Jens Harms wurde am 16. Dez. in Berlin beigesetzt.

Die Evangelische Akademie trauert um ihren früheren Direktor und spricht seiner Familie ihr herzliches Mitleid aus.

Im Namen aller Mitarbeitenden,

Dr. Thorsten Latzel
Direktor Evangelische Akademie Frankfurt

 

Evangelische Akademie Frankfurt

Gewinnerinnen und Gewinner für neuen evangelischen Kunstpreis stehen fest

Werke sind ab April 2017 in
Darmstädter Kirchen zu sehen

Zwei Künstlerinnen und ein Künstler sind von einer Fachjury als Preisträger der neuen “kunstinitiative2017“ als Sieger ausgewählt worden, wie die hessen-nassauische Kirche am 21. Juli mitteilte. Daniela Kneip Velescu, Georg Lutz und Lisa Weber können damit drei Kirchen mit ihren Ideen zum Thema Gnade ausstatten.

Die „kunstinitiative2017“ versteht sich als Förderpreis für junge Kunst und wurde von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau erstmals zum 500. Jahrestag der Reformation im Jahr 2017 ausgeschrieben. Mit dem Preisgeld von je 15.000 Euro werden die prämierten Ideen nun bis 30. April 2017 realisiert und sind dann bis Juni 2017 in drei Kirchen in Darmstadt zu sehen. Weitere Informationen:

www.ekhn-kunstinitiative.de 

Insgesamt 17 Künstlerinnen und Künstler hatten 16 Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Alle setzten sich mit dem vorgegebenen Thema Gnade und Ideen zur Verwirklichung in einem Kirchenraum auseinander.

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit empfiehlt

FILM DES MONATS JANUAR 2017:
„MANCHESTER BY THE SEA"

Als FILM DES MONATS Januar 2017 zeichnet die Jury “Manchester by the Sea” von Kenneth Lonergan (Buch und Regie) aus. Der Film erzählt von einem Mann, den vor Jahren ein schreckliches Unglück aus der Bahn geworfen hat. Als sein verstorbener Bruder ihm testamentarisch die Vormundschaft über seinen Sohn überträgt, wird er erneut mit der Vergangenheit konfrontiert. Kinostart des Films ist der 19. Januar (Verleih: Universal). 

Bitte beachten Sie das beigefügte Infoblatt der Jury.

Weitere Informationen: www.filmdesmonats.de.

Akademie-Baumeister werden

Zweiter Jahresbericht zeigt steigende Zahl an Gästen und Veranstaltungen

Zum zweiten Mal legt die Evangelische Akademie Frankfurt einen Jahresbericht vor. Unter dem Titel „Bauen“ gibt die knapp 80 Seiten starke Broschüre Einblicke in die inhaltliche Arbeit der Akademie, stellt neue Formate vor und bietet einen Überblick über das breite Angebot an Veranstaltungen. Der ansprechend gestaltete Jahresbericht enthält Informationen zu Zahlen, Gästen, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit aus dem Zeitraum Juni 2014 bis Juli 2015 und bietet darüber hinaus Ausblicke auf die perspektivische Arbeit. Ein einleitender Impuls zur Geschichte des „Akademie-Bauens“, ihrer Leitidee und Konstruktionsprinzipien führt ins Thema ein. Dazu Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel: „Im Bau des Hauses spiegelt sich die Idee der Akademie wieder: ein transparenter, einladender Ort, an dem Menschen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam an einem demokratischen, friedlichen, gerechten und menschenwürdigen Zusammenleben bauen.“

 
Akademie baut aus und um

Im August starteten die Bauarbeiten am Haus der Akademie am Römerberg als zukünftigen Sitz. Der Einzug in die neuen Räumlichkeiten ist für das Frühjahr 2017 vorgesehen. Mit dem äußeren Umbau geht auch ein innerer Neubau einher: neue Formate werden entwickelt. Für das Team der Akademie konnten zwei neue Kolleginnen im Themenfeld Europa und Jugend gewonnen werden, ein neuer Geschäftsführer konnte am 1. November seine Arbeit aufnehmen. Ein weiterer Schwerpunkt bildet der Ausbau der ehrenamtlichen Arbeit. Der Dank gilt dem Einsatz aller, die sich in den Konventen, in den Arbeitskreisen, bei der Veranstaltungsbegleitung und der Mitwirkung im Förderverein einbringen. Sie alle gestalten die Akademie wesentlich mit, die sich selbstbewusst als Bewegung engagierter Menschen versteht. Dazu die Einladung von Thorsten Latzel: „Einmal im Leben sollte jeder an einer Akademie mit bauen. Daher: Werden Sie Akademie-Baumeister!“

 

Veranstaltungen und Gäste

Insgesamt fanden im Berichtszeitraum 114 Veranstaltungen statt. 7610 Gäste konnten in der Akademie begrüßt werden, ob bei großen Veranstaltungen mit 500 Besucherinnen und Besuchern, bei Tagungen mit 50 Gästen oder kleinen Diskussionsforen mit 15 interessierten Fachleuten. Die Akademie setzt auf Vernetzung und kooperierte mit über 100 Partnerinnen und Partnern, ob Stiftungen, Museen, Theatern oder anderen Organisationen. Als Standort bleibt die Akademie dem Martin-Niemöller-Haus eng verbunden und lud zu mehr als 20 mehrtägigen Veranstaltungen ein. Neben ihrem bisherigen Hauptveranstaltungsort in Römer9 war sie an mehr als 30 weiteren Standorten in der Rhein-Main-Region mit ihren Veranstaltungen präsent.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Auch die Öffentlichkeitsarbeit konnte weiter ausgebaut werden: mit knapp 106.000 Seitenaufrufen zwischen Juli 2014 und Juli 2015 zeigt sich, dass die attraktive Gestaltung der Hompage www.evangelische-akademie.de ein sehr positives Echo findet. Auch der Newsletter der Akademie konnte seine Reichweite steigern, im Gegensatz zum vergangenen Berichtszeitraum erhalten nun 2250 Empfänger (1600 im Vorjahr) monatlich interessante Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise aus der Akademie. Mit 300 Medienberichten im Jahr ist die Akademie in der Öffentlichkeit präsent, ob in Printmedien, Hörfunk- oder TV-Berichten.

Evangelische Akademie Frankfurt

IMPULS

 Gärtner - Mörder – Gott

Gott und der Ursprung des Bösen im Krimi

Von Dr. Thorsten Latzel

Ich wälze die Verantwortung ab. Aus dem gleichen Grund greifen die Menschen, die abends beruhigt einschlafen wollen, zu einem Krimi, weil er eine der großen metaphysischen Fragen befriedigt: Whodunit? – „Wer war’s?“ Das betrifft die Bibel ebenso wie den Krimi. In der Bibel ist das Problem hochkomplex, im Krimi ist die Lösung einfach.“

Die eingangs zitierten Worte von Umberto Eco stammen aus einem Interview mit der ZEIT im Herbst letzten Jahres (2015/39). Sie beschreiben die enge Beziehung zwischen Bibel und Krimi im Blick auf die Wirklichkeit des Bösen - und dem Versuch seiner Bewältigung durch Klärung der Schuldfrage.

Die Popularität des Kriminalromans ist augenfällig: Schätzung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zufolge ist jedes vierte Buch, das über den Ladentisch geht, ein Krimi und jeder dritte Euro im Bereich von Belletristik wird mit Mord und Totschlag verdient. Doch wie sieht die Lösung der Krimis eigentlich aus und ist sie tatsächlich so einfach? Wie verhält sie sich zu biblischen Deutungsmustern? Und auf wen zielt die Frage „Wer war’s?“ eigentlich genau: Auf den menschlichen Verbrecher, der so etwas tut, auf den allmächtigen und allgütigen Gott, der so etwas zulässt, oder auf die Strukturen, die Erziehung oder die Gesellschaft, die zu so etwas führen?

EVANGELISCHE AKADEMIE WÄHLT NEUEN VORSTAND

Sechs Mitglieder im Amt bestätigt

 

Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Akademie in Hessen-Nassau e.V. (Großer Konvent) hat am 20. März ihren Vorstand (Kleiner Konvent) neu gewählt.

Zur Wiederwahl stellten sich Dr. Susan Durst, Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Renate Ehlers, ehemalige Bereichsleiterin des Hessischen Rundfunks, Prof. em. Dr. Otto Ernst Kempen, Akademieleiter a. D. der Europäischen Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main, Dr. Rudolf Kriszeleit, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Fördervereins der Evangelischen Akademie Frankfurt, Jürgen Mattis, Leiter des Fachbereichs Beratung, Bildung und Jugend des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt und Dr. Armin von Ungern-Sternberg, Leiter des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main. Alle sechs Kandidat/innen wurden mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.

Neu gewählt: Stadtdekan Dr. Achim Knecht

Neu in den Kleinen Konvent gewählt wurde Stadtdekan Dr. Achim Knecht, Vorsitzender des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt. Gabriele Scherle, Pröpstin für Rhein-Main, wurde als Vorsitzende der Konvente am 1. Juli 2014 in den Vorstand der Mitgliederversammlung der Evangelischen Akademie gewählt und bleibt weiter im Amt.

Esther Gebhardt verabschiedet

Mit großem Dank wurde Esther Gebhardt als stellvertretende Vorsitzende des Kleinen Konvents verabschiedet. Die ehemalige Vorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes war seit 2012 stellvertretende Vorsitzende des Kleinen Konvents und bleibt als Mitglied des Großen Konvents der Arbeit der Evangelischen Akademie Frankfurt verbunden.

 

Evangelische Akademie Frankfurt
Mitglieder des Kleinen Konvents: Dr. Armin von Ungern-Sternberg, Jürgen Mattis, Gabriele Scherle, Dr. Susan Durst, Renate Ehlers, Prof. Dr. Otto Ernst Kempen, Dr. Rudolf Kriszeleit, Dr. Achim Knecht (v.l.).
Evangelische Akademie Frankfurt
Mit großem Dank wurde die bisherige stellvertretende Vorsitzende des Kleinen Konvents, Esther Gebhardt (l.), von Pröpstin Gabriele Scherle verabschiedet.