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GROSSER KONVENT 2017

Großer Konvent wählt neue Mitglieder: Annegret Puttkammer wird neue Vorsitzende

Am Samstag, 18. November fanden zum ersten Mal die Zusammenkunft des Großen Konvents im neuen Haus der Evangelischen Akademie Frankfurt statt. Dabei wurde Pfarrerin Annegret Puttkammer zur neuen Vorsitzenden der beiden Konvente gewählt. Zudem wurde Pfarrer Jens Böhm als neues Mitglied in den Kleinen Konvent gewählt. Den beiden neuen Mitgliedern möchte die Evangelische Akademie Frankfurt ganz herzlich gratulieren. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit in der neuen Akademie auf dem Römerberg!

Frau Puttkammer folgt auf Gabriele Scherle, Pröpstin a.D., die dieses Jahr in den Ruhestand gegangen ist. Die Evangelische Akademie Frankfurt bedankt sich ganz herzlich bei Frau Scherle für ihren jahrelangen engagierten Einsatz an der Spitze der Konvente. Ebenfalls verabschieden wir uns von Frau Susan Durst, die auch aus dem Kleinen Konvent ausscheidet. Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit!

Zur Person: Annegret Puttkammer

Pfarrerin Annegret Puttkammer, 1963 in Fulda geboren, begann nach dem Abitur 1982 mit einem Theologie-Studium in Münster und Bonn. Ihre Schwerpunkte lagen auf den Themen Neues Testament und Praktische Theologie. Ihr Vikariat absolvierte sie in der Evangelischen Kirchengemeinde Kleve am Niederrhein. Von 1991 bis 1994 war sie Theologische Referentin beim Evangelischen Bibelwerk im Rheinland. Anschließend arbeitete sie für die Deutsche Bibelgesellschaft und war Referentin für Mitarbeiterinnen-Fortbildung beim Frauenwerk der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Von 1997 bis 2001 war sie als Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Wiesbaden-Dotzheim tätig, danach in Bad Soden-Neuenhain und wurde 2008 schließlich zur Dekanin im Evangelischen Dekanat Herborn. Seit Juni 2011 ist Annegret Puttkammer Pröpstin für Nord-Nassau.

Zur Person: Jens Böhm

Pfarrer Jens Böhm, Jahrgang 1962, ist in Baden-Baden geboren. Nach dem Abitur an der Liebig-Schule in Gießen studierte er bis 1989 Evangelische Theologie in Marburg, Berlin und Bonn. Von Juni 2004 bis November 2009 arbeitete er als Pfarrer und hauptamtlicher Dekan im Evangelischen Dekanat Mainz. Zuvor war er 14 Jahre Pfarrvikar und Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Oestrich-Winkel im Rheingau. Ab November 2009 arbeitete der Oberkirchenrat als Leiter des Referates Personalförderung und Hochschulwesen in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Im September 2014 übernahm er schließlich das Amt als Leiter des Dezernates Personal in der EKHN.

Evangelische Akademie Frankfurt
Annegret Puttkammer, neue Vorsitzende der Konvente
Evangelische Akademie Frankfurt
Jens Böhm, neues Konventsmitglied
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Achim Knecht, stellv. Vorsitzender der Konvente, Gabriele Scherle, ehem. Vorsitzende der Konvente, Dr. Thorsten Latzel, Akademiedirektor, Markus Schmid, Geschäftsführer (v.l.n.r.)
Evangelische Akademie Frankfurt
Stadtdekan Dr. Achim Knecht, Gabriele Scherle, Pröpstin a.D.
Evangelische Akademie Frankfurt
Gabriele Scherle und Dr. Thorsten Latzel
Evangelische Akademie Frankfurt
Gabriele Scherle, Thorsten Latzel, Markus Schmid
Evangelische Akademie Frankfurt
Vorstellung der neuen Mitarbeiterinnen: Verena Fading, Tagungshausmanagement und Anette Schamp, Buchhaltung (v.l.n.r.)
Evangelische Akademie Frankfurt
Der Große Konvent tagt im Panoramasaal
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Thorsten Latzel verabschiedet Gabriele Scherle
Evangelische Akademie Frankfurt
Verabschiedung von Konventsmitglied Susan Durst
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Thorsten Latzel bedankt sich bei Susan Durst

Die Jury der Evangelischen Filmarbeit empfiehlt

FILM DES MONATS DEZEMBER 2017:
"120 BPM"

Als FILM DES MONATS Dezember 2017 zeichnet die Jury der Evangelischen Filmarbeit "120 BPM" von Robin Campillo aus. Der Film erzählt von einer Gruppe von AIDS-Aktivisten im Frankreich der 90er Jahre und die damit verbundene Liebesgeschichte zweier junger Männer, von denen einer HIV-positiv ist. "Hinter dem vordergründig historischen Thema steht die prinzipielle Frage, welche Mittel nötig und sinnvoll sind, um in einer gleichgültigen Gesellschaft die Interessen marginalisierter Gruppen durchzusetzen", heißt es in der Begründung der Jury. "Darüber hinaus erzählt '120 BPM' eine schwule Liebesgeschichte, die eine hinreißende Selbstverständlichkeit hat: sinnlich, sexy und vital fast bis zum Ende. Den Anspruch, den Körper, das Gefühl und die Politik zusammenzudenken, erfüllt Regisseur Robin Campillo auf beeindruckende Weise. Für Betroffene ist sein Film Ermutigung und Bestätigung, für alle anderen – Aufklärung im besten Sinn." Der Film läuft seit heute in den Kinos.

Der "Film des Monats" der Jury der Evangelischen Filmarbeit ist die einzige durch eine Jury vergebene Auszeichnung für einen aktuellen Kinofilm. Die Jury der Evangelischen Filmarbeit ist ein unabhängiges Gremium. Ihre Mitglieder werden von Einrichtungen der evangelischen Kirche ernannt. Die Jury zeichnet Filme aus, die dem Zusammenleben der Menschen dienen, zur Überprüfung eigener Positionen, zur Wahrnehmung mitmenschlicher Verantwortung und zur Orientierung an der biblischen Botschaft beitragen. Die Arbeit der Jury wird vom Filmkulturellen Zentrum im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) betreut.

KINDER UNI GÖTTINGEN MIT MIRKO DROTSCHMANN

Stipendiatinnen der Jungen Akademie Frankfurt organisieren Vorlesung für Kinder in Göttingen

Wann war die Bundestagswahl? Wer war der erste Bundeskanzler? Welche Partei ist dieses Jahr neu in den Bundestag eingezogen? Wofür steht eigentlich FDP? Für die Schüler der Kinder Uni in Göttingen kein Problem! Journalist und YouTuber Mirko Drotschmann alias Mr. Wissen 2Go und Prof. Dr. Thomas Mann vom Insitut für Öffentliches Recht, die die Vorlesung gemeinsam gehalten haben, waren beeindruckt von so viel Wissen:

"Wir hätten fast gar nicht weiterreden müssen", sagt Mirko Drotschmann. Dass sich Kinder und Jugendliche nicht für Politik interessieren, kann der logo!-Moderator so nicht bestätigen. "Auf meinem YouTube-Kanal wird unter den Videos auf hohem Niveau diskutiert", erzählt Drotschmann. In seinen Videos erklärt er Kindern beispielsweise, wer Wladimir Putin ist, wie man richtig wählt oder warum der Iran so häufig in den Nachrichten vorkommt. Drotschmann glaubt, dass die politische Teilhabe sich nur verlagert. "Junge Leute wollen heute nicht mehr unbedingt in Parteien eintreten, sondern eher an Demonstrationen teilnehmen oder sich über Petitionen engagieren", sagt er.

Allerdings sieht er zwar keine Erosion, aber auch kein Auffrischen in der Begeisterung für Politik. "Wir haben Anfang des Jahres einen kurzen Hype durch Martin Schulz erlebt, aber es war nicht wie bei Willy Brandt in den 1970ern", erzählt er weiter. Drotschmann denkt, dass sich Kinder und Jugendliche vor allem durch bestimmte Themen mitreißen lassen. "Viele haben sich für TTIP interessiert, allerdings war das auch eine Empörungswelle. Aber die hätte man nutzen können, das ist Potential da", sagt er. Die häufigste Frage, die ihm zum Thema Politik gestellt wird ist: Warum machen Politiker nicht mehr für uns Kinder? "Das ist ja auch nicht ganz von der Hand zu weisen", stimmt Drotschmann zu. "Jugendliche werden von der Politik nicht besonders ernst genommen."

Um junge Leute noch stärker für Politik zu begeistern, sieht er vor allem die Schulen in der Pflicht. "Die Lehrer müssen mit den Schülern mehr über aktuelle Themen diskutieren und ihnen den Praxisbezug politischer Entscheidungen zeigen." Aber auch Politiker seien in der Pflicht. "Sie sollten mehr in Schulen gehen", findet Drotschmann. Doch Kinder und Jugendliche düften sich auch nicht zurücklehnen: "Sie können sich aktiv beteiligen, indem sie zum Beispiel E-Mails an Politiker schreiben und sich in ihrem Ort oder Stadtteil engagieren."

Etwa 115 Schüler besuchten die Vorlesung der Kinder-Uni zum Thema "Wie wird man eigentlich Bundeskanzler(in)?" am 8. November 2017 in Göttingen. In der Vorlesung wurde den Kindern erklärt, wie eine Wahl in Deutschland abläuft. Als Beispiel durften die Kinder dann selbst ihre Kinderkanzlerin wählen. Zwei Vertreterinnen der fiktiven KEKS-Partei oder der JUPP-Partei standen zur Wahl. Die beiden Kandidatinnen traten in einem Wahlkampf gegeneinander an. Am Ende überzeugte die KEKS-Partei mit Wahlversprechen wie vier Monate Sommerferien, freier Eintritt in Freizeitparks und Smartphones für alle Schüler die Mehrheit. Organisiert haben das ganze Gesa Güttler und Katharina Knoche, zwei Stipendiatinnen, der Jungen Akademie Frankfurt. Die Vorlesung kam als Projekt des diesjährigen Mottos der Jungen Akademie "Do it yourself! - Demokratie" zustande.

Vielen Dank an die beiden Dozenten, alle Organisatoren und an alle Kinder, die sich so toll beteiligt haben!

Evangelische Akademie Frankfurt
Die Kinder Uni 2017
Evangelische Akademie Frankfurt
Gesa Güttler, Katharina Knoche und Mirko Drotschmann
Evangelische Akademie Frankfurt
Mirko Drotschmann alias MrWissen2Go
Evangelische Akademie Frankfurt
Blick in den Hörsaal der Kinder Uni
Evangelische Akademie Frankfurt
Katharina Knoche und Gesa Güttler
Evangelische Akademie Frankfurt
Die Schüler der Kinder Uni
Evangelische Akademie Frankfurt
Prof. Dr. Thomas Mann in der Vorlesung
Evangelische Akademie Frankfurt
Mirko Drotschmann im Hörsaal

WENN DER KONFERENZSAAL ZUM POLITISCHEN KINO WIRD

Evangelische Akademie lädt in die "Anstalt" – Auftakt mit Politsatire-Macher Dr. Dieter Krauß

Popcorn-Geraschel, Kichern, das schnell zum lauten Lachen anschwillt: Auf der großen Leinwand überlegt sich ein Großunternehmer, wie er sich medial wirksam als Familienunternehmen verkaufen und so die Erbschaftssteuer abwenden kann. Die ZDF-Politsatire "Die Anstalt" hält auch in dieser Folge zahlreiche Pointen bereit – doch geschaut wird heute nicht vor dem heimischen Fernseher, sondern im großzügigen Panoramasaal der Evangelischen Akademie.

Gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre "Die Anstalt" schauen und anschließend über das aktuelle Thema diskutieren: Das ist die Idee hinter des neuen Veranstaltungsformats in Frankfurt. Zum Auftakt hat sich knapp ein Dutzend Zuschauer – eingefleischte "Die Anstalt"-Fans ebenso wie absolute Neulinge – am Römerberg getroffen. "Wir hoffen natürlich, dass sich mit der Zeit rumspricht, wie gemütlich und lustig es bei uns ist", sagte Hanna-Lena Neuser, Studienleiterin für Europa und Jugend an der Evangelischen Akademie, zur Begrüßung.

Entstanden ist die Idee für das neue Format im Rahmen der Jungen Akademie, einem Stipendienprogramm der Evangelischen Akademie, das 30 junge, engagierte Menschen unter 30 Jahren zusammenbringt. "In einer Veranstaltung diskutierten wir mit Professor Bernd Gäbler", erklärt Neuser. "In einer Studie für die Otto-Brenner-Stiftung kam er zu dem Schluss, dass satirische Formate gerade junge Mediennutzer sehr gut erreichen – es aber oft an Angeboten fehlt, die politischen Themen zu vertiefen, sprich gemeinsam zu diskutieren."

Der gemeinsame "Anstalt"-Abend soll diese Lücke füllen. Ein besonderes Highlight ist dabei das Gespräch mit Redakteur Dr. Dieter Krauß, der die Sendung gemeinsam mit den Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner konzipiert. Zum Auftakt gab er in der Akademie unterhaltsame und informative Einblicke in das Entstehen der Sendung. "Wir haben den Ehrgeiz, in der Sendung immer neue Perspektiven aufzuzeigen", betonte er im Gespräch mit den Zuschauern. Der Bildungsauftrag gehöre neben der Unterhaltung dabei klassisch zum Kabarett. Aber: "Wir setzen in vielen Fällen weniger Vorwissen voraus, sodass wir niedrigschwelliger sind als das klassische Kabarett." So bestätige sich, dass im Publikum der "Anstalt" oft jüngere Menschen zu finden seien.

Dass der aktuell aufs Korn genommene Neoliberalismus aber nicht stellvertretend für alle Wirtschaftswissenschaften stehen könne, betonte in der anschließenden Diskussion Tim-Philipp Bruns aus dem Center for Business Ethics der Universität Frankfurt. Auf Einladung von Neuser ist er speziell für das Thema in den Panoramasaal gekommen – und hat die Diskussion dort um neue Standpunkte ergänzt. "Nicht alle Wirtschaftswissenschaftler stützen sich heute noch – wie in der Sendung ja überspitzt dargestellt – auf das Modell des Homo oeconomicus", erklärte Bruns. "Auch viele Nobelpreisträger haben daran gerüttelt." In einer kurzweiligen Diskussion beleuchtete die Runde die aktuelle Folge so aus unterschiedlichen Perspektiven – und schmunzelte über die ein oder andere Hintergrundgeschichte von Macher Dr. Dieter Krauß. Alle Geheimnisse über die "Anstalt" verliert er aber nicht: Immerhin soll es im Dezember ein Wiedersehen geben. Das Popcorn steht schon bereit.

Der nächste gemeinsame "Anstalt"-Abend findet am 6. Dezember statt. Pünktlich zur Prime Time (20.15 Uhr) lädt die Evangelische Akademie in ihre Räume auf dem Frankfurter Römerberg, Panoramasaal. Das Motto: gemeinsam "Die Anstalt" schauen, gemeinsam lachen und staunen, gemeinsam Popcorn essen, gemeinsam über das aktuelle Thema diskutieren. Dazu wird auch Redakteur Dr. Dieter Krauß wieder dabei sein.

Autorin: Jana Kötter


Über die Junge Akademie
Die Demokratie in Deutschland und Europa steht vor vielfältigen Herausforderungen. Wir werden diese nur bewältigen, wenn sich junge Menschen aktiv politisch einsetzen.
Aus diesem Grund ist 2017 die Junge Akademie Frankfurt unter dem Titel: "Do-it-yourself!-Demokratie" gestartet. 30 ausgewählte, junge Menschen werden in dem Stipendienprogramm ein Jahr lang darin unterstützt, sich für die Zukunft der Demokratie zu engagieren: durch Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen, durch Denkräume, um mit klugen Impulsgebern Ideen zu entwickeln und durch die Möglichkeit, gemeinsam eigene Projekte zu gestalten. Die Bewerbung für den zweiten Jahrgang läuft aktuell. Weitere Informationen unter www.junge-akademie-frankfurt.de.

Die Evangelische Akademie Frankfurt trauert um Werner Schneider-Quindeau

Langjähriges Mitglied des Großen Konventes der Akademie verstorben

Die Evangelische Akademie Frankfurt trauert um Pfarrer Werner Schneider-Quindeau, langjähriges Mitglied des Großen Konvents der früheren Evangelischen Akademie Arnoldshain und Mitglied des Großen Konvents der Evangelischen Akademie Frankfurt.

Als Pfarrer im Handlungsfeld „Gesellschaftliche Verantwortung“ und bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Stadtkirchenpfarrer an St. Katharinen in Frankfurt war er auch der ehemaligen Evangelischen Stadtakademie eng verbunden.

Werner Schneider-Quindeau wurde allseits für sein politisches Engagement und seine weltoffene Art geschätzt. Seine Lebenslust, sein politisches Engagement und seine vielfältigen wissenschaftlichen und kulturellen Interessen prägten ihn als Person. Werner Schneider-Quindeau war ein Brückenbauer. Der christlich-jüdische Dialog war ihm ein großes Anliegen. Häufig fanden unter seiner Leitung Studienreisen nach Israel statt und der Arbeitskreis Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag, dessen Mitglied er war, verdankt ihm wertvolle Impulse.

Er leitete zahlreiche Studienreisen der Evangelischen Kirche in die USA zur Förderung des Transatlantischen Dialoges statt. Seine Liebe galt nicht nur seiner Wahlheimatstadt Frankfurt, sondern auch New York, das er wie kaum ein anderer kannte und wo er immer wieder ökumenische Begegnungen zwischen unterschiedlichsten Gemeinden initiierte.

Als Theologe und gesellschaftlich engagierter Mensch suchte er nach Dialog und Ausgleich zwischen sozialen und gesellschaftlichen Gegensätzen. So war er bis zuletzt Mitglied im „Arbeitskreis Wirtschaft“ der Akademie.

Eine seiner größten Leidenschaften galt dem Film: Seit 1987 war er Vorsitzender der "Jury der Evangelischen Filmarbeit", die monatlich den „Film des Monats“ nominiert und von 1999-2003 war er Filmbeauftragter des Rates der EKD. In zahllosen Filmgesprächen und publizistischen Beiträgen schlug er auch hier Brücken: zwischen Theologie und Gesellschaft, zwischen seiner reformierten Tradition und den künstlerischen Bildern. Die Filmarbeit der Evangelischen Kirche wie auch die Evangelische Akademie Frankfurt verdanken ihm in diesem Bereich viel.

Werner Schneider-Quindeau starb am 24. August unerwartet im Alter von 67 Jahren in Frankfurt am Main.

Die Evangelische Akademie trauert um ihr früheres Konvents- und Fördervereins-Mitglied und spricht seiner Familie, auch im Namen der Konvente und der amtierenden Vorsitzenden der Konvente, Pröpstin Gabriele Scherle, ihr herzliches Beileid aus.


Dr. Thorsten Latzel
Direktor Evangelische Akademie Frankfurt

Evangelische Akademie Frankfurt
Foto: Rolf Oeser

Evangelische Akademie erstrahlt in neuem Glanz am Römerberg

Tagungshaus der Evangelischen Akademie Frankfurt feierlich eröffnet

Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit ist die Evangelische Akademie Frankfurt am Sonntag (20. August) offiziell wiederöffnet worden. Unmittelbar am Römer im Herzen der Stadt ist ein dreistöckiges Veranstaltungshaus mit einer spektakulären Glasfassade entstanden. Der architektonisch besondere Brücken-Bau bietet neben dem Großen Saal für bis zu 300 Personen sowie einem Panoramasaal mit faszinierenden Ausblicken über die gesamte Stadt mehrere Seminarräume sowie Büros für die Mitarbeitenden der Evangelischen Akademie. Er ist auch ein bewusst markanter Beitrag der evangelischen Kirche zur Neubebauung des historischen Zentrums von Frankfurt. Die Feierlichkeiten hatten am Sonntagmorgen mit einem Festgottesdienst in der Dreikönigskirche am Sachsenhäuser Mainufer begonnen. Danach zogen die Gäste mit einem Klangteppich aus Saxophontönen über den Eisernen Steg bis zum Haus der Akademie auf dem Römerberg.

Akademiedirektor Latzel: Protestantisches Forum sein

Die Akademie will in Zukunft nach Worten ihres Direktors Thorsten Latzel als „protestantisches Forum für Gegenwartsfragen die politischen, kulturellen und religiösen Debatten aus evangelischem Glauben mitgestalten und Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen einladen“. Gerade in „politisch unruhigen Zeiten“ könne die Akademie auch dazu beitragen „unsere demokratische, offene Gesellschaft zu stärken“, so Latzel.

Kirchenpräsident Jung: Diskussionskultur im Licht des Evangeliums fördern

Im Festgottesdienst zur Eröffnung hob der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung die bleibende Bedeutung der evangelischen Akademiearbeit hervor, die „Orte der überparteilichen Meinungsbildung“ eröffnen müsse. Gerade angesichts einer Gesellschaft, die zunehmend konsenssuchende Diskussionen scheue und Meinungen unvermittelt aufeinanderprallten lasse, sei es wichtig „Räume für den Diskurs“ zu schaffen. Heute würden zudem oft „Positionen mit einem Wahrheitsanspruch aufgeladen, der sich die eigene Wahrheit selbst konstruiert, wenn es sein muss - wie es mittlerweile heißt - auch gerne ‚gefakt“, so Jung. Dagegen stehe ein christlich begründetes Wahrheitsverständnis, das die Botschaft und die Kraft in den Mittelpunkt stelle, „das Leben in Licht der Liebe Gottes zu verstehen und zu leben“. Daraus folge, dass Wahrheit keine abstrakte Größe sei, sondern sich immer auf Menschen und das konkrete Leben beziehe. Eine Evangelische Akademie stehe für „eine „Diskurskultur im Licht des Evangeliums“. Dies sei „eine Gesprächskultur, „in der sich niemand über den anderen stellt“, so der Kirchenpräsident. Ein Gespräch sei nur möglich, wenn Menschen gemeinsam ihre Grenzen erkennen. Jung: „Eine evangelische Akademie steht für dieses Verständnis der Wahrheit. Sie wird sich darum mühen, in die kirchlichen und gesellschaftlichen Debatten diese Perspektive immer wieder einzutragen.“

Kultusminister Lorz: Vergangenheit und Zukunft verbinden

Bei der Eröffnungsfeier am Sonntag bezeichnete der Hessische Kultusminister Alexander Lorz in seinem Grußwort das neue Tagungshaus in Frankfurt mit seinem Standort am Römerberg als fest eingebunden in die Tradition der Stadt und des Landes. Er begrüßte zugleich, dass die Akademie sich „mit Themen und Fragestellungen von heute, mit den aktuellen Debatten, mit dem, was es heute anzupacken gilt“, beschäftigen wolle. Sie verstehe sich dabei als „Engagement der Kirche in die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft“. Für diese inhaltliche Ausrichtung dürften das Gemeinwesen und der säkulare Staat dankbar sein, erklärte der Minister.

Oberbürgermeister Feldmann: Akademie soll Brücken bauen

Nach Ansicht des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann hat die evangelische Kirche mit ihrer Akademie ein klares Zeichen „für ihr Engagement für eine offene, demokratische Gesellschaft“ gesetzt. Die Einrichtung sei zudem ein „Brückenbauer“, da sie Begegnung von Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, Religion oder Weltanschauung ermögliche. Feldmann erhoffe sich zudem, dass sie „eine demokratische Erinnerungskultur“ pflege und mit ihren Veranstaltungen beispielsweise an das humanistische Erbe oder die soziale Gerechtigkeit erinnere. Zudem solle sie „neue Beziehungen stiften“, und beispielsweise den Dialog von Christentum und Judentum fortsetze. Feldmann: „Wir brauchen diese Orte, an denen immer wieder neu Beziehungen geschmiedet werden. Damit unsere Gesellschaft so offen, menschenfreundlich und zivil bleibt.“

Weihbischof Löhr: Gespür für Menschen und Stadt behalten

Der Limburger Weihbischof Thomas Löhr würdigte die ökumenische Ausrichtung der Evangelischen Akademie und hoffte auf die Fortsetzung der Kooperation zwischen der evangelischen und katholischen Kirche. Zudem solle sie weiter ein gutes Gespür für die Belange der Stadt und der Menschen haben. Zugleich wünschte der der Einrichtung, dass sie „nie der Blick dafür verliert, wie verwundet unsere Welt ist und wie arm viele Menschen in ihr“.

Generalsekretärin Helmke: Denk- und Streiträume schaffen

Die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Julia Helmke, bezeichnete das neue Gebäude der Akademie als „fulminantes neues Zuhause“. Sie hob die Verbundenheit des Kirchentags mit der Akademiearbeit hervor, gerade im Blick auf den 3. Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt. Aufgabe sei es für beide beispielsweise, „Denk- und Streit-Räume zu schaffen für aktuelle und dauerhafte brennende Fragen und Themen“. Kirchentag und Akademie verstünden sich beide als „Teil der Gesellschaft, orientiert und verantwortet im evangelischen Glauben“. Dabei sei es notwendig, entsprechend zu arbeiten: „wach, lebendig, in Bewegung bleibend; um die eigenen Begrenzungen wissend und sie überschreitend“, so Helmke.

Früherer Uni-Vizepräsident Lutz-Bachmann: Frage nach Religion stellen

Für die Frankfurter Goethe-Universität übermittelte der frühere Uni-Vizepräsident Matthias Lutz-Bachmann Grüße und freute sich über die „rundherum erneuerte Akademie“. Sie sei ein „Gesprächsforum im Zentrum unserer Stadt und damit der gesamten Region“. Es sei für die Gesellschaft „von höchster Bedeutung, dass es Orte wie die kirchlichen Akademien gibt, die gleichsam im vor-politischen Raum das gleichwohl öffentliche Gespräch über die zentralen Fragen des Lebens der Menschen in dieser unserer Gesellschaft führen“. Zu diesen Fragen gehörten seiner Ansicht nach „auch und gerade die Fragen der Religion“.

F.A.Z.-Mitherausgeber D’Inka: Überraschend, offen, heiter bleiben

Der Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Werner D’Inka, ermutigte die Evangelische Akademie, weiter überraschend, offen und heiter zu bleiben. „Seien Sie deswegen das Salz in der Suppe, die Hefe im Teig, der Äppler im Gespritzten.“ Dazu brauche die Gesellschaft die Fähigkeit zum Zweifeln an vermeintlich ewigen Gewissheiten. Dies solle die Akademie weiter in überraschender Weise beitragen, wie sie es in ihrem Programm bereits tue.

Hintergrund Akademiegebäude

Baukosten

Die Kosten für den Neu- und Umbau belaufen sich auf 8.042.400 Euro. Davon trägt der Evangelische Regionalverband Frankfurt 3.929.400 Euro, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau 3.376.000 Euro, die Evangelische Kirchenstiftung 172.000 Euro und die Evangelische Akademie 565.000 Euro.

Zur Geschichte

Bis zum Jahr 2001 war im Gebäude Römerberg 9 die Theologische Zentralbibliothek des Evangelischen Regionalverbandes im Obergeschoss untergebracht. Die beiden unteren Geschosse wurden bis 2015 von der Evangelischen Sankt Paulsgemeinde genutzt. Nach Schließung der Bibliothek wurden die Räume im Jahr 2006 für eine Nutzung durch die Evangelische Stadtakademie des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt umgebaut. Der Umbau erfolgte durch Meixner Schlüter Wendt Architekten und kostete 710.000 Euro. Parallel entstanden erste Planungsüberlegungen zur Nutzung und zum Umbau des ganzen Gebäudes für die Akademie. 2009 wurde das Raumprogramm von einer Projektsteuerungsgruppe mit Vertretern des Evangelischen Regionalverbandes, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Stadtakademie entwickelt. 2010 einigten sich der Evangelische Regionalverband Frankfurt und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau auf den Standort Römerberg 9. Die Evangelische Stadtakademie Frankfurt und der Evangelischen Akademie Arnoldshain fusionierten. Baubeginn für die Evangelische Akademie war im Juli 2015.

Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Pröpstin Gabriele Scherle und Stadtdekan Dr. Achim Knecht im Eröffnungsgottesdienst
Evangelische Akademie Frankfurt
Straight or Swing Quartett im Eröffnungsgottesdienst
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Thorsten Latzel
Evangelische Akademie Frankfurt
EKHN-Kirchenpräsident Volker Jung
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
EKHN-Synodenpräses Dr. Ulrich Oelschläger, der hessische Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, Kirchenpräsident Dr. Dr. h.c. Volker Jung, Stadtdekan Dr. Achim Knecht und Pröpstin Gabriele Scherle (v.l.n.r.)
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Pröpstin Gabriele Scherle
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Das Petrol-Band um die Akademie wird zerschnitten
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Renate Knapp, stellv. Vorsitzende des Fördervereins im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, ehem. Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt sowie Weihbischof Dr. Thomas Löhr aus Limburg im Gespräch mit EKHN-Synodenpräses Dr. Ulrich Oelschläger (v.l.n.r.)
Evangelische Akademie Frankfurt
Architekten Florian Schlüter u. Claudia Meixner
Evangelische Akademie Frankfurt
Straight or Swing Quartett
Evangelische Akademie Frankfurt
Das "Straight or Swing Quartett"
Evangelische Akademie Frankfurt
Pröpstin Gabriele Scherle
Evangelische Akademie Frankfurt
Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel
Evangelische Akademie Frankfurt
Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz
Evangelische Akademie Frankfurt
Oberbürgermeister Peter Feldmann
Evangelische Akademie Frankfurt
Weihbischof Dr. Thomas Löhr, Limburg
Evangelische Akademie Frankfurt
Prof. Dr. Julia Helmke, Generalsekretärin Deutscher Evangelischer Kirchentag
Evangelische Akademie Frankfurt
Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, ehem. Vizepräsident Uni Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Werner D'Inka, Mitherausgeber der FAZ
Evangelische Akademie Frankfurt
Renate Knapp, stellv. Vorsitzende des Fördervereins
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
OB Peter Feldmann, Pröpstin Gabriele Scherle und Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel im Großen Saal
Evangelische Akademie Frankfurt
EKHN-Synodenpräses Dr. Ulrich Oelschläger
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Julia Glotzbach vom "Straight or Swing Quartett" im Panoramasaal

"NEUSTART DEMOKRATIE"

Neues Halbjahresprogramm der
Evangelischen Akademie Frankfurt erschienen


Unter dem Titel "Neustart Demokratie" ist das neue Halbjahresprogramm 2017/2 (August bis Dezember) der Evangelischen Akademie Frankfurt erschienen und bietet über 40 spannende Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten. 

2017 ist ein politisch bewegtes Wahljahr in der EU. Populistische Strömungen streiten mit liberalen Kräften. Gewaltenteilung, Pressefreiheit, Rechtsstaatlichkeit sind nicht mehr selbstverständlich – weder in Europa noch in Amerika. Digitalisierung und Globalisierung führen zu tiefgreifenden Umbrüchen, die auch die Politik verändern.

"Neustart Demokratie": Die Evangelische Akademie greift mit ihrem Schwerpunktthema diese Herausforderungen von August bis Dezember auf. "Wir müssen streiten. Das gehört zur Demokratie dazu. Gefährlich ist nicht die Kritik an ihr; die gibt es immer. Gefährlich ist, wenn wir als Bürger nicht für sie eintreten!", sagt Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel zur Wahl des neuen Halbjahresthemas.

Das neu umgebaute Haus der Akademie am Römerberg ist ein Ort, um diesen Streit über wichtige Fragen unserer Zeit zu führen: offen für andere Meinungen, auf hohem Niveau, bewegt vom christlichen Glauben. Dazu bietet die Evangelische Akademie Frankfurt eine Fülle von Veranstaltungen: von der feierlichen Hauseröffnung, über eine große Afrikatagung und den Kunstsalon, bis zur Projekt-Parade der Jungen Akademie.

Unter dem Themenschwerpunkt "Neustart Demokratie" finden unter anderem folgende Veranstaltungen statt:

  • Am 29. und 30. September findet die große Tagung "Afrotopia" statt. Referenten und Referentinnen aus verschiedenen afrikanischen und europäischen Ländern diskutieren über friedenspolitische Ansätze und nachhaltige Entwicklungsziele.
  • Die Tagung "Demokratie braucht Demokraten" setzt sich am 6. und 7. Oktober mit den Herausforderungen der Gesellschaft in Zeiten des Populismus auseinander.
  • Erstmals schreibt die Akademie den Film-Wettbewerb "Deine Demokratie – Dein Film" aus, um junge Menschen unter 30 zu motivieren, sich kreativ mit Formen der politischen und zivilgesellschaftlichen Teilhabe auseinanderzusetzen. Die Gewinnerfilme werden am 27. Oktober in der Evangelischen Akademie Frankfurt ausgezeichnet und präsentiert.
  • Schließlich ist am 23. November die ehemalige Bundesjustizministern Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zu Gast und liest in der Reihe Wort/Stark aus ihrem Buch "Haltung ist Stärke" vor.

Darüber hinaus setzt sich die Akademie in insgesamt über 40 Veranstaltungen mit vielen aktuellen gesellschaftspolitischen, kulturellen und theologischen Themen auseinander: vom Freihandel zwischen Ideologie und Ethik über das Zusammenspiel von Kunst und Politik bis hin zur Rolle der Angst in der Gesellschaft aus interdisziplinären Perspektiven.

Eine gerade in der aktuellen politischen Situation wichtige Initiative ist die Junge Akademie Frankfurt, die 2017 erstmals startete. Unter dem Stichwort "Do-it-yourself!-Demokratie" haben sich 30 junge Menschen unter 30 Jahren mit Vertretern aus Medien, Politik und Zivilgesellschaft wie ZDF-Moderatorin Gundula Gause, dem Sozialphilosophen Prof. Dr. Axel Honneth oder der Politikwissenschaftlerin Dr. Gesine Schwan diskutiert und eigene politische Projekte umgesetzt. Dabei gestalten sie noch bis November Veranstaltungen zur Zukunft der Demokratie in Deutschland und Europa. Ab dem kommenden Jahr geht die Junge Akademie Frankfurt unter dem Thema "Neustart Demokratie" in die nächste Runde.

Das gedruckte Programm kann bestellt werden bei: office@evangelische-akademie.de

Evangelische Akademie Frankfurt
Titelbild Halbjahresprogramm 2/2017

DEINE DEMOKRATIE - DEIN FILM

FILMWETTBEWERB

Trump - Brexit - Flüchtlinge - Klima - EU.
Politik bewegt zurzeit viele Menschen. Vor allem junge. Zu Recht. Denn es geht um Eure Zukunft. Darum, wie Ihr in Zukunft leben wollt, wie Ihr mitreden und mitmachen könnt.
Was ist Dir an Demokratie wichtig? Wo spielt sie in Deinem Alltag eine Rolle? In der Schule? In der Ausbildung? Im Studium? Im Freundeskreis?
Schickt uns Euren Film - und gewinnt ein nagelneues Smartphone, Tablet oder Laptop.

Die Filme werden von einer Fachjury ausgewählt und am 27. Oktober 2017 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Evangelischen Akademie Frankfurt vorgeführt.
Moderation der Veranstaltung: Kay-Sölve Richter (ZDF).

Teilnahmebedingungen:
Du bist/Ihr seid zwischen 13 und 30 Jahren alt.
Dein/Euer Film ist max. 3 Minuten lang und von Dir/Euch selber produziert.
Alle Menschen, die in dem Film gezeigt werden, haben dem  zugestimmt.
Wenn Ihr als Gruppe teilnehmt, wird der Preis zwischen Euch geteilt.
Die genauen Teilnahmebedingungen, Infos und Einverständniserklärung findet Ihr unter dem unten stehenden Link.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Preise:

1. Platz: Technik/Medien-Gutschein im Wert von 1000 Euro
2. – 3. Platz: Technik/Medien-Gutschein im Wert von 500 Euro
4. - 20. Platz: Die Filme werden bei einer Veranstaltung gezeigt und auf unserer Homepage, Facebook und Youtube veröffentlicht.

Die Filmer erhalten eine Führung durch den Hessischen Rundfunk.

Einsendeschluss:
3. Oktober 2017 per Downloadlink


Förderer:
Förderverein der Evangelischen Akademie Frankfurt
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
START-Stiftung (angefragt)

Kontakt:
Natalie Marx
marx@evangelische-akademie.de
T +49 (0) 69 . 17 41 526-15

Evangelische Akademie Frankfurt

Personalia

Dr. Margrit Frölich kehrt als Studienleiterin zurück Mirjam Jekel beginnt Spezialvikariat

Ab dem 1. Juli bekommt die Evangelische Akademie Frankfurt wieder Verstärkung!

Dr. Margrit Frölich kehrt nach fünfjähriger Gastprofessur für Geschichte, Kultur & Medien and der University of California, San Diego (UCSD) als Studienleiterin an die Akademie zurück. Zudem wird Mirjam Jekel unser Team als Spezialvikarin verstärken.

Margrit Frölich studierte Geschichte und Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie an der University of Wisconsin und promovierte 1992 am Department of German Studies der Cornell University in Ithaca, New York. Zwischen 1991 und 1995 arbeitete sie an der Cornell University und der Ohio State University, wechselte dann als wissenschaftliche Oberassistentin für Landeskunde und Kulturwissenschaften an das Herder-Institut der Universität Leipzig. Seit August 1999 war sie Studienleiterin der Evangelische Akademie in Hessen und Nassau e.V. Von Ende 2001 bis Anfang 2012 als stellvertretende Direktorin der Evangelischen Akademie Arnoldshain. Nebenbei hatte sie von 2002 bis 2012 einen Lehrauftrag für Geschichte und Ästhetik der Medien am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Nun kehrt sie an die Evangelische Akademie Frankfurt zurück und wird dort für die Bereiche "Wirtschaft & Film" zuständig sein.

Mirjam Jekel wird im Rahmen ihres Vikariats ein halbes Jahr lang im Team der Akademie mitarbeiten. Aufgewachsen ist sie in Wiesbaden, hat nach dem Abitur einen Freiwilligendienst auf einem Bauernhof in Japan absolviert. Nach ihrer Rückkehr studierte sie Theologie in Marburg, Kyoto und Leipzig. Besonders interessiert ist sie daran, wie Theologie und Religion unter den Bedingungen der pluralen Gesellschaft diskursfähig sein können und an Möglichkeiten der Vermittlung zwischen christlichen und anderen Positionen. Während ihrer Zeit an der Akademie wird sie sich außerdem mit dem Dialog von Finanzwirtschaft und Christentum befassen. "Ich bin sehr gespannt darauf, die Arbeit der Akademie kennen zu lernen und freue mich auf viele interessante Begegnungen!", sagt Jekel.

Das gesamte Team der Evangelischen Akademie Frankfurt heißt Frau Dr. Frölich und Frau Jekel herzlich willkommen und freut sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit.

Evangelische Akademie Frankfurt
Studienleiterin Dr. Margrit Frölich
Evangelische Akademie Frankfurt
Spezialvikarin Mirjam Jekel

8. BLICKWINKEL-TAGUNG

Antisemitismuskritisches Forum für Bildung und Wissenschaft

Am 19. und 20. Juni veranstaltete die Bildungsstätte Anne Frank in der Evangelischen Akademie Frankfurt die 8. Blickwinkel-Tagung zur antisemitismuskritischen Forschung. In diesem Jahr richtete das Forum den Fokus auf Antisemitismus im Rechtspopulismus – besonders in Hinblick auf die Entwicklungen in Europa und den Vereinigten Staaten.

Evangelische Akademie Frankfurt
Julie Hamann, Berlin
Evangelische Akademie Frankfurt
Manfred Levy
Evangelische Akademie Frankfurt
Maria do Mar Castro Varela
Evangelische Akademie Frankfurt
Julie Hamann
Evangelische Akademie Frankfurt
Meron Mendel
Evangelische Akademie Frankfurt
Mo Asumang
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Thorsten Latzel
Evangelische Akademie Frankfurt
Micha Brumlik, Julia König
Evangelische Akademie Frankfurt
Micha Brumlik, Julia König
Evangelische Akademie Frankfurt

Alle werden gebraucht! Hessen und Europa gehen auch solidarisch

12. HESSISCHES SOZIALFORUM

Das 12. Hessische Sozialforum stellte die Frage nach dem demokratischen Zusammenhalt und Verteilungsgerechtigkeit für Alle in Hessen und Europa. Es fand am Samstag, den 17. Juni 2017 im Frankfurter Haus am Dom statt. Es stand unter dem Motto „Alle werden gebraucht!“. Die Evangelische Akademie Frankfurt ist Mitglied im Trägerkreis des Hessischen Sozialforums.

Die 200 Teilnehmenden aus Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen und Initiativen erarbeiteten Vorschläge für eine andere Politik in Hessen und Europa, gegen wachsende soziale Spaltungen und öffentliche Armut trotz blühender Wirtschaft und für einen politischen Neustart der Europäischen Union. Sie verlangten eine Demokratisierung Europas und einen europäischen New Deal. Weitere Themen waren die Integration der Geflüchteten in Hessen und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums.

In seinem Grußwort warb der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Wer ein friedliches, starkes Europa will muss ein soziales Europa schaffen. Europa darf nicht als Alibi für Steuer- und Lohndumping missbraucht werden. Europa muss ein Sozialraum für alle Bürgerinnen und Bürger werden. Darum war es mir eine Freude als ein Botschafter der Europastadt Frankfurt zu den Teilnehmenden des Hessischen Sozialforums zu sprechen.“

Mit den Veranstaltern und Trägern der Hessischen Sozialforen sah und sieht er sich in gutem Einvernehmen. Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di ermutigte in seinem Vortrag zu zivilgesellschaftlichen und politischen Engagement: „Friede, Freiheit und Wohlstand sind ein Versprechen der EU. Dieses Versprechen ist nach wie vor wichtig. Um es einzulösen, braucht es nicht weniger Europa, sondern mehr – aber anders.“ Bsirske empfahl einen Fünf-Punkte-Plan zur Weiterentwicklung der EU. Neben der Behebung der Mängel des Maastrichter Vertrages gehöre dazu auch ein wirtschaftspolitischer Paradigmenwechsel, der weg vom neoliberalen und austeritätspolitischen Kurs führen und von einer kleinen Kerngruppe von EU-Staaten zuerst umgesetzt werden müsste. Mit Blick auf die Krise der EU sagte Frank Bsirske: „Europa darf nicht nur eine Schutzgemeinschaft für Banken, sondern muss eine Nutzgemeinschaft für die Menschen sein.“

Die Vorsitzende Richterin am Bundessozialgericht, Sabine Knickrehm empfahl, Ideen zu entwickeln für mehr gelebte Solidarität in Europa. “Individuelle und kollektive soziale Rechte müssen institutionell gestärkt werden. Der Europäische Sozialfonds und die Europäische Säule sozialer Rechte könnten hierzu einen Beitrag leisten.“ Auch bei der Armutsmigration in Europa sei die Befähigung für den Arbeitsmarkt von Bedeutung. Die medial vermittelten Vorurteile gegenüber Rumänen und Bulgaren würden das faktische Bild überzeichnen.

In den vier Diskussionsforen des Sozialforums wurden folgende politischen Vorschläge und Forderungen an die Landespolitik in Hessen und die Europapolitik der Bundesregierung erarbeitet:

  • Diskussionsforum „Arbeit in Europa und Hessen“: „Wir fordern die Arbeitnehmerrechte auf EU-Ebene zu stärken und alle Formen der atypischen und prekären Beschäftigung einzugrenzen. Um ein Investitionsprogramm zu entwickeln, muss ein europaweiter Finanzausgleich durchgesetzt werden.“
  • Diskussionsforum „Wohnen in Hessen“: „Eine solidarische Gesellschaft braucht die Revitalisierung des sozialen Wohnungsbaus und die Schaffung einer neuen Gemeinnützigkeit mit dauerhafter Mietpreis- und Belegungsbindung. Es bedarf einer aktiven sozialen Liegenschaftspolitik und der Einrichtung von Mieter/innenräten.“
  • Diskussionsforum „Integration in Hessen“: „Wer Integration befördern will, muss die Brennpunkte unserer gemeinsamen Wirklichkeit ideologiefrei identifizieren und soziale und politische Teilhabe ermöglichen. Dies geschieht durch Aushandlungs-prozesse gemeinsamer Interessen in konkreten Lebensfragen. Integrationspolitik ist Sozialpolitik.“
  • Diskussionsforum „Armut in Europa und Hessen“: „Um der sozialen Spaltung und der Zunahme der Armut in Europa und Hessen entgegenzuwirken, fordern wir eine Sicherung der finanziellen Grundausstattung der Gemeinden. Dazu muss die Politik der schwarzen Null überwunden werden.“

 

Die erarbeiteten Ergebnisse werden den Fraktionen im Hessischen Landtag und der Öffentlichkeit übergeben. Wir werden uns, so die Organisatoren, weiter an der Diskussion über soziale und demokratische Alternativen zu wesentlichen Punkten der Hessischen Landes- und Europapolitik beteiligen. Das Hessische Sozialforum bietet eine öffentliche Plattform, um unterschiedliche Meinungen und politische Strömungen aus der Zivilgesellschaft zusammen zu führen und politisch produktiv zu machen.

 

 

EKHN kunstinitiative2017

 

Katalog zur Installation in drei Darmstädter Kirchen ab sofort erhältlich

Was junge Kunstschaffende mit dem Begriff Gnade verbinden und welche Ideen sie für drei Darmstädter Kirchen entwickelt haben, zeigt der Katalog der kunstinitiative2017. Anlass ist der gleichnamige Kunstwettbewerb, den die EKHN zum Reformationsjubiläum ausgeschrieben hat. Die Preisträger: Daniela Kneip Velescu, Georg Lutz und Lisa Weber konnten mit dem Preisgeld ihre Ideen umsetzen. Der Katalog enthält neben Bildern und Texten zu den Ausstellungen und beteiligten Künstler/innen auch Texte namhafter Autorinnen und Autoren, die sich mit dem Begriff Gnade aus theologischer, rechtlicher, politischer, philosophischer und islamwissenschaftlicher Sicht beschäftigen, darunter Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm sowie Angelika Nußberger, Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

www.ekhn-kunstinitiative.de


  • Verlag: edition chrismon
  • Autor: Evangelische Akademie Frankfurt
  • ISBN: 978-3-96038-109-9
  • Format: 21 x 28 cm
  • Seitenzahl: ca. 112
  • Preis: 12,90 €

 

Der Katalog zur kunstinitiative2017 ist in der edition chrismon erschienen und für 12.90 Euro erhältlich. Zu erwerben direkt über den chrismon-Shop, aber auch über die Evangelische Akademie Frankfurt und das Zentrum Verkündigung der EKHN (jeweils zuzüglich Versandkosten).

Evangelische Akademie Frankfurt
Der Katalog zur kunstinitiative2017
Evangelische Akademie Frankfurt
Studienleiter Christian Kaufmann bei der Vorstellung des Katalogs

Besuch der EKHN-Synode

Synodale zu Gast in der neuen Akademie auf dem Römerberg

Am Freitag, 5. Mai 2017, war die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zu Gast im Neubau der Evangelischen Akademie Frankfurt am Römerberg. Kurz vor dem Einzug der Akademie-Mitarbeiter in die neuen Räumlichkeiten, führten Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel, Christian Kaufmann, Studienleiter Kunst & Stadt, Hanna-Lena Neuser, Studienleiterin Europa & Jugend sowie Dr. Eberhard Pausch, Studienleiter Religion & Politik, die Synodalen durch das Gebäude. Auch die Architekten Claudia Meixner und Florian Schlüter vom Architekturbüro Meixner - Schlüter - Wendt waren vor Ort und erklärten Details zum Bau.

"Wir setzen mit diesem Bau ein wichtiges Zeichen in der Stadt Frankfurt", sagte Dr. Thorsten Latzel während der Führung. Wir bedanken uns bei den Synodalen für ihren Besuch!

Evangelische Akademie Frankfurt
Die EKHN-Synode im Großen Saal
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Thorsten Latzel begrüßt die Synodalen
Evangelische Akademie Frankfurt
Blick aus dem Panoramasaal
Evangelische Akademie Frankfurt
EKHN-Kirchenpräsident Dr. Volker Jung

Denkräume Demokratie: Plätze der Freiheit

Erste öffentliche Veranstaltung der Jungen Akademie Frankfurt


Was ist eigentlich Freiheit? Am vergangenen Dienstag, 18. April, stellten die Stipendiaten/-innen der Jungen Akademie diese Frage im Historischen Museum Frankfurt. Im Rahmen der "Denkräume Demokratie" standen die "Plätze der Freiheit" im Mittelpunkt des Abends. In jüngerer Zeit gab es im Umfeld Europas verschiedene Protestbewegungen, bei denen es um den Einsatz für demokratische Rechte ging: in Polen, Ungarn, in der Ukraine und in der Türkei. Oft waren es öffentliche Plätze, die den Protestbewegungen einen Namen gegeben haben. Auch in Deutschland spielt die Auseinandersetzung um solche öffentlichen Räume eine Rolle, etwa in Dresden.

Der Frankfurter Philosoph Prof. Dr. Axel Honneth referierte über den Freiheitsbegriff. Er benannte drei Formen von Freiheit: die negative Freiheit, also, dass niemand daran gehindert werden dürfe, etwas zu tun. Eine positive Vorstellung, indem man sich selbst Ziele setze und die dritte Variante, dass Demokratie und Freiheit nur in einer kollektiven Form existieren könnten. Aktivisten/-innen aus Polen, der Ukraine und Dresden sowie ein Journalist aus der Türkei gaben Einblicke in ihre Motivation und die Hintergründe von Freiheitsbewegungen.

Vielen Dank an alle Interessierten!

Unser Projekt "Denkräume Demokratie" setzt mit vielen hundert Gruppen, Theatern und Initiativen in der Schweiz, Deutschland und Österreich ein gemeinsames Zeichen für eine offene Gesellschaft, für Demokratie und Menschenfreundlichkeit. Mehr zur Initiative Offene Gesellschaft finden Sie unter www.die-offene-gesellschaft.de. Aktivisten/-innen sind hier aufgerufen, eigene Projekte einzubringen - von der Besetzung öffentlichen Raums bis zur Kunstperformance.

Evangelische Akademie Frankfurt
Prof. Dr. Axel Honneth, Uni Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Podiumsdiskussion während der Veranstaltung
Evangelische Akademie Frankfurt
Gespräch nach der Veranstaltung
Evangelische Akademie Frankfurt
Stipendiaten der Jungen Akademie im Gespräch

Junge Akademie Frankfurt

Vorstellung der Teilnehmenden

Am 3. März ging es los! Die Junge Akademie Frankfurt startete mit einem Auftakt- wochenende im Martin-NiemöllerHaus, Schmitten-Arnoldshain. Bis dahin stellten wir täglich auf Facebook und Twitter die Teilnehmenden der Jungen Akademie vor. Noch ausführlicher können Sie die Stipendiaten hier auf der Website kennen lernen.

Auf der Unterseite Stipendiaten 2017 in der Rubrik Junge Akademie, erzählen die zwölf weiblichen und 14 männlichen Stipendiaten, was Sie sich von der Akademie erhoffen und wie sie dazu beitragen wollen, unsere Demokratie zu stärken.

Wir freuen uns auf eine spannende und ertragreiche Zusammenarbeit!

Evangelische Akademie Frankfurt

Personalie

Christian Kaufmann zum stellvertretenden Direktor ernannt

Der Kleine Konvent hat Christian Kaufmann in seiner Sitzung am 31. Januar einstimmig zum Stellvertretenden Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt berufen.

Der 51 Jahre alte Kunsthistoriker war von 2002 bis 2012 stellvertretender Leiter der Evangelischen Stadtakademie und ist nach Fusion mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain im Frühjahr 2012 zur neuen Evangelischen Akademie Frankfurt derzeit als Studienleiter für die Themenbereiche Kunst und Stadt, Gender und (vertretungsweise) Film zuständig. Kaufmann ist zivilgesellschaftlich als Stellvertretender Vorsitzender im Deutschen Werkbund Hessen aktiv und wurde 2015 vom Bund Deutscher Architekten mit der "BDA Auszeichnung für Baukultur" geehrt.

​Christian Kaufmann wurde 1966 in Birkenfeld/Nahe geboren und studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Neuere Geschichte an den Universitäten Gießen und Köln mit dem Abschluss Magister Artium.

1995 war er für das Kulturreferat des Rheinisch-Bergischen Kreises tätig und von 1996 bis 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Von 1999 bis 2003 leitete er den "auswärts Kunstraum e.V." und war für zahlreiche Projekte als freier Kurator tätig.

Evangelische Akademie Frankfurt
Christian Kaufmann

Israel und die Partei DIE LINKE

Dr. Gregor Gysi diskutierte am 30. Januar in der Bildungsstätte Anne Frank

Über 220 Personen kamen am vergangenen Montag, dem 30. Januar, zur Veranstaltung "Israel und die Partei DIE LINKE" in der Bildungsstätte Anne Frank. Der langjährige Fraktions- vorsitzende, Dr. Gregor Gysi, sprach mit der Journalistin Esther Schapira (HR) über das ambivalente Verhältnis seiner Partei zum Staat Israel.

Gysi betonte, dass es in seiner Partei keine antisemitische Haltung geben dürfe. Ebenso müsse aber auch das palästinensischen Volk nicht vernachlässigt werden. Er trete für das Existenzrecht beider Staaten ein und bekräftigte seine Forderung nach einer Zwei-Staaten-Lösung. Den Siedlungsbau durch die Israelis kritisierte er.

Organisiert wurde die Veranstaltung, die den Abschluss der Reihe "Die Selektion von Entebbe?" bildet, von der Bildungsstätte Anne Frank, der Rosa Luxemburg-Stiftung Hessen und der Evangelischen Akademie Frankfurt.

Wir freuen uns, dass die Veranstaltung auf so großes Interesse gestoßen ist. Leider konnten viele Interessierte aus Raumgründen nicht teilnehmen, wir bitten dies zu entschuldigen.

Fotos: Dr. Christa Oppenheimer

Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Gregor Gysi, MdB
Evangelische Akademie Frankfurt
Esther Schapira, Journalistin
Evangelische Akademie Frankfurt
220 Besucher nahmen teil
Evangelische Akademie Frankfurt
Esther Schapira und Gregor Gysi in der Diskussion

EVANGELISCHE AKADEMIE WÄHLT NEUEN VORSTAND

Sechs Mitglieder im Amt bestätigt

 

Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Akademie in Hessen-Nassau e.V. (Großer Konvent) hat am 20. März ihren Vorstand (Kleiner Konvent) neu gewählt.

Zur Wiederwahl stellten sich Dr. Susan Durst, Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Renate Ehlers, ehemalige Bereichsleiterin des Hessischen Rundfunks, Prof. em. Dr. Otto Ernst Kempen, Akademieleiter a. D. der Europäischen Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main, Dr. Rudolf Kriszeleit, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Fördervereins der Evangelischen Akademie Frankfurt, Jürgen Mattis, Leiter des Fachbereichs Beratung, Bildung und Jugend des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt und Dr. Armin von Ungern-Sternberg, Leiter des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main. Alle sechs Kandidat/innen wurden mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.

Neu gewählt: Stadtdekan Dr. Achim Knecht

Neu in den Kleinen Konvent gewählt wurde Stadtdekan Dr. Achim Knecht, Vorsitzender des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt. Gabriele Scherle, Pröpstin für Rhein-Main, wurde als Vorsitzende der Konvente am 1. Juli 2014 in den Vorstand der Mitgliederversammlung der Evangelischen Akademie gewählt und bleibt weiter im Amt.

Esther Gebhardt verabschiedet

Mit großem Dank wurde Esther Gebhardt als stellvertretende Vorsitzende des Kleinen Konvents verabschiedet. Die ehemalige Vorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes war seit 2012 stellvertretende Vorsitzende des Kleinen Konvents und bleibt als Mitglied des Großen Konvents der Arbeit der Evangelischen Akademie Frankfurt verbunden.

 

Evangelische Akademie Frankfurt
Mitglieder des Kleinen Konvents: Dr. Armin von Ungern-Sternberg, Jürgen Mattis, Gabriele Scherle, Dr. Susan Durst, Renate Ehlers, Prof. Dr. Otto Ernst Kempen, Dr. Rudolf Kriszeleit, Dr. Achim Knecht (v.l.).
Evangelische Akademie Frankfurt
Mit großem Dank wurde die bisherige stellvertretende Vorsitzende des Kleinen Konvents, Esther Gebhardt (l.), von Pröpstin Gabriele Scherle verabschiedet.