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JUNGE AKADEMIE FRANKFURT

DO IT YOURSELF! – DEMOKRATIE

Die Demokratie in Deutschland und Europa steht vor vielfältigen Herausforderungen. Wir werden diese nur bewältigen, wenn sich junge Menschen aktiv politisch einsetzen.

Aus diesem Grund startet 2017 die Junge Akademie Frankfurt unter dem Titel: "Do-it-yourself!-Demokratie". 30 ausgewählte, junge Menschen werden ein Jahr lang darin unterstützt, sich für die Zukunft der Demokratie zu engagieren:

- durch Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen,

- durch Denkräume, um mit klugen Impulsgebern Ideen zu entwickeln,

- durch die Möglichkeit, gemeinsam eigene Projekte zu gestalten.

Zum Förderprogramm gehören - neben persönlichen Mentoren - hochwertige intellektuelle, kreative und geistliche Impulse.

Wenn Sie sich für ein Stipendium interessieren oder jemanden dafür kennen: Kommen Sie gerne auf uns zu!

Dr. Thorsten Latzel, Hanna-Lena Neuser

 

PROGRAMM DER JUNGEN AKADEMIE FRANKFURT IM HJP 2017/1

Das Programm der Jungen Akademie Frankfurt gliedert sich in fünf Phasen.

1. Auftaktveranstaltung

2. Denk- und Erfahrungsräume

3. Sommerakademie

4. Projekt-Präsentation

5. Schluss-Symposium

 

1. Auftaktveranstaltung

Start der Jungen Akademie

Termin: Fr., 3. März, 15:30 Uhr - So., 5. März, 14:00 Uhr

Ort: Eltville

Das Wochenende in Eltville dient dem Kennenlernen der Teilnehmer/innen untereinander und dem Einstieg in das Jahresthema „Do-it-yourself!“-Demokratie. Zwei namhafte Referenten liefern Impulse für das Thema. Die Jahresplanung wird vorgestellt und die Projektideen der Teilnehmenden werden besprochen. Zudem treffen sich die Stipendiat/innen erstmals mit den Mentor/innen.

 

2. Denk- und Erfahrungsräume:

Bis zum Sommer sind drei öffentliche Veranstaltungen vorbereitet und geplant, die mit den Stipendiat/innen gemeinsam durchgeführt werden.

Plätze der Freiheit - Demokratische Freiheitsbewegung im Umfeld Europas

Termin: Di., 25. April, 16-21 Uhr

Ort: Frankfurt

In jüngerer Zeit gab es im Umfeld Europas verschiedene politische Protestbewegungen, bei denen es um den Einsatz für demokratische Rechte ging. Es waren öffentliche Plätze, die den Protestbewegungen einen Ort und einen Namen gegeben haben: Maidan, Taksim-Platz, Tahir-Platz. Orte, die heute als Symbole für Freiheit stehen und an denen oftmals  junge Menschen die Gesellschaft verändert haben. Auch in Deutschland spielt die Auseinandersetzung um solche öffentlichen Plätze eine Rolle, etwa in Dresden.

An diesem Abend werden diese Plätze gleichsam nach Frankfurt geholt: Aktivisten demokratischer Freiheitsbewegungen geben Einblicke in ihre Motivation. Die Erfahrungen werden mit Politikwissenschaftlern wissenschaftlich reflektiert und auf die aktuelle Situation in Deutschland und Europa übertragen: Für welche Freiheit sind Menschen hier bereit, auf die Straße zu gehen?

 

„Risse“ im System?! Umgang mit politischen Spannungen in den Medien

Termin: Di., 16. Mai, 16-21 Uhr

Ort: Mainz

Verschiedene „Risse“ gehen (vermeintlich) durch die Gesellschaft bzw. werden als solche kommuniziert, welche die demokratischen Strukturen herausfordern: Arm und Reich, Jung und Alt, Rechts und Links, Migranten und Einheimische, Abendländer und Muslime – entlang dieser Linien wird immer stärker polarisiert. Medien spielen hier eine wichtige Rolle - und werden selbst in der Art ihrer Berichterstattung kritisch hinterfragt (Öffentlichkeit, Objektivität). Dabei spielt die Veränderung durch die Digitalisierung eine wichtige Rolle: Zwischen Lügenpresse, Internet und ZDF – was tragen Medien zum Umgang mit politischen Konfliktlinien bei? Dies wird mit Medienvertretern und Wissenschaftlern diskutiert.

 

Speakers Corner: Wofür stehen Sie ein?

Termin: Do., 8. Juni, 16-21 Uhr

Ort: Frankfurt

Aktuelle Jugendstudien zeigen: junge Menschen sind politisch interessiert, finden sich aber in den „klassischen“ Formen von Beteiligung nicht wieder. Etablierte Institutionen (Parteien, Gewerkschaften, Kirchen) leiden unter mangelndem Nachwuchs. Dagegen entwickeln sich andere Formen der Teilhabe: Online-Petitionen, Formen der Liquid Democracy, Protestbewegungen wie Occupy oder Attac. All diesen Formen der Beteiligung scheint der Trend gemeinsam: weg von der Repräsentanz, hin zur direkteren Form der Mitsprache. Wie geht das demokratische Gemeinwesen damit um?

 

3. Sommerakademie:

Sommerakademie der Jungen Akademie

Termin: Do., 24. August, 15:30 Uhr - So., 27.08., 14:00 Uhr

Ort: Eltville

Die Sommerakademie in Eltville bietet den Stipendiat/innen kreative Impulse, inhaltliche Workshops  und Arbeitsgruppen zu den eigenen Projekt-Ideen, die in den verschiedenen Gruppen gemeinsam umgesetzt werden. Zudem wird gemeinsam mit den Teilnehmenden das Abschluss-Symposium vorbereitet.

 

4. Projektpräsentation

Demokratie-Slam. Eine Projekt-Parade

Termine: Do., 5. Oktober, 16-22 Uhr

Ort: Frankfurt

Die Stipendiat/innen stellen in einem Demokratie-Slam einem öffentlichen Publikum und einer Jury von Fachleuten ihre Projekte vor, die sie gemeinsam im Sinne der „Do-it-yourself!“-Demokratie entwickelt haben. Die Jury gibt Impulse, Anregungen und Unterstützung für die weitere Umsetzung. Am Ende gibt es ein Publikumsvoting für den Preis des Abends.

 

5. Abschluss-Symposium

Symposium „Do-it-yourself!“-Demokratie

Termin: Fr., 24. November, 16 Uhr - Sa., 25. November, 14 Uhr

Ort: Frankfurt

Das Symposium (24-Stunden-Tagung) wird gemeinsam mit den Teilnehmer/innen der Jungen Akademie erarbeitet und vorbereitet. Die nach dem Slam weiterentwickelten Projekte werden medial präsentiert. Die inhaltlichen Impulse aus den verschiedenen Veranstaltungen werden mit verschiedenen Fachleuten diskutiert.

 

WAS DIE JUNGE AKADEMIE IHNEN BIETET

30 unter 30

Die Akademie vernetzt Sie mit interessanten jungen Menschen aus verschiedensten Bereichen: dem Künstler, der jungen Juristin, dem syrischen Physikstudenten, der Handwerkerin.

Denkräume und außergewöhnliche Begegnungen

Sie nehmen an exklusiven Veranstaltungen teil, gestalten mit anderen ein gemeinsames Projekt und werden persönlich von namhaften Mentor/innen begleitet.

Do-it-yourself!-Demokratie

Ziel ist es, Sie in Ihrer persönlichen Entwicklung, Ihrem Nachdenken und Ihrem Engagement zu unterstützen: als Verantwortungsträger/in der Zukunft.

Alle Veranstaltungen, Tagungen und Projekte sind für die Stipendiaten kostenlos.

 

WEN WIR SUCHEN

Sie sind zwischen 18 und 30?

Sie interessieren sich dafür, wie eine demokratische Gesellschaft in Zukunft aussehen wird?

Sie haben gute Ideen und offene Fragen, die Sie gerne mit anderen diskutieren?

Sie sind offen für interdisziplinäre Begegnungen und kreative, intellektuelle und geistliche Impulse?

Sie hätten Lust, sich zu engagieren, wissen aber vielleicht noch nicht recht, wie?

Sie sind bereit, sich an mehreren Wochenenden und Abenden aktiv einzubringen?

Dann sind Sie richtig in der Jungen Akademie Frankfurt.

 

WIE SIE SICH BEWERBEN KÖNNEN:

Wenn Sie an der Jungen Akademie Frankfurt teilnehmen möchten, schicken Sie uns Ihre Bewerbung. Dazu gehören:

- ein tabellarischer Lebenslauf mit Foto: Was haben Sie bisher gemacht und was bringen Sie mit?

- eine Ideenskizze (eine Seite): Was interessiert Sie an Do-it-yourself!-Demokratie, welche Fragen haben Sie, welche Ideen würden Sie gerne mit anderen umsetzen?

- ein Empfehlungsschreiben: Welcher Mensch (z.B. Lehrer/in, Trainer/in, Pfarrer/in) kann uns etwas von Ihrem besonderen Talent, Engagement und Interesse berichten?

Ergänzend können Sie, wenn Sie mögen, auch Videos, Gedichte oder Collagen erstellen: Wir sind gespannt auf Ihre kreativen Impulse!

Ihre Unterlagen senden Sie uns bitte ausschließlich digital bis zum 27. November 2016 an folgende Adresse: bewerbung@junge-akademie-frankfurt.de

Nach Sichtung der Bewerbungen finden in der Woche vom 5. bis 9. Dezember 2016 Gespräche mit den Kandidat/innen in der Evangelischen Akademie Frankfurt statt.

INFORMATIONEN

Partner:

Die Junge Akademie Frankfurt ist ein Projekt der Evangelischen Akademie Frankfurt, das sie gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt, der Hochschule für Musik und darstellende Kunst (Frankfurt) und der Vereinigung der hessischen Unternehmensverbände durchführt.

Förderer:

Hessische Landeszentrale für Politische Bildung, Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Metzler Bank, Volksbank, Bundeszentrale für politische Bildung (angefragt)