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30.05.2006 (Di) TgNr. 062121
„Gute Arbeit verlangt ihren gerechten Lohn...“

Soziale Dienstleistungen unter Kostendruck

Die ökonomischen Rahmenbedingungen sozialer Dienstleistungen haben sich verändert. Dadurch hat der Kostendruck auf diakonische Einrichtungen stark zugenommen. Diese veränderte finanzielle Situation wirkt sich auch auf die Beschäftigten und die Gestaltung von Arbeitsverhältnissen aus. Jahrelang konnte der Sozialsektor einen Zuwachs im Beschäftigungssektor verzeichnen. Doch seit einiger Zeit zeichnen sich zwei Entwicklungen ab. Die Beschäftigung geht zurück und das Lohngefüge steht unter Druck.
• Wie kann die Diakonie trotz Kostendruck dem im
Sozialwortgeäußertem Anspruch gerecht werden, dass „gute Arbeit
ihren gerechten Lohn verlangt?“
• Wie kann diakonisches Profil auch in Zeiten knapper Kassen
aufrecht erhalten werden, und wie manifestiert es sich in
Arbeitsbeziehungen und bei der Lohnfindung
• Gibt es einen Gestaltungsspielraum oder ist die Diakonie zu
Anpassungen gezwungen, so dass sie sich nicht mehr von anderen
Anbietern unterscheidet?
Wie kann angesichts des Kostendrucks und veränderter Marktbedingungen mit dem Niedriglohnsektor umgegangen werden kann? Bei diesen Fragen geht es um grundsätzliche Themen der Identität diakonischer Träger und der Bedeutung von existenzsichernder Arbeit für den Menschen. Gewerkschaften und Diakonie teilen das Interesse an einer gerecht gestalteten Gesellschaft.

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