Akademie
Förderverein
Kontakt
Aktuell
Veranstaltungen / Anmeldung
     chronologisch
Veranstaltungs-
archiv
     chronologisch
Publikationen
Testimonials
Anreise
Tagungshaus
Impressum

 

 

 

 

18.05. - 20.05.2007 (Fr-So) TgNr. 071171
Prinzip Zufall

Das Unberechenbare und Instabile in der Natur und im Leben

Tagung ist ausgebucht

Bereits die frühe griechische Naturphilosophie erkannte: Alles was im Weltall existiert, ist Frucht von Zufall und Notwendigkeit (Demokrit).  Im Zuge der neuzeitlichen Berechenbarkeit und Mathematisierung der Natur wurde  der Zufall dann  als eine Größe angesehen, die  es zurückzudrängen gilt. Oft war das Zufällige nur das, was man noch nicht wusste. Eine erhebliche Aufwertung erfuhr der Zufall  mit der Evolutionsbiologie seit dem 19.Jahrhundert. Im richtungslosen Spiel von Mutation, Selektion und Anpassung scheint von der Urzelle bis zum Menschen bei der Evolution des Lebendigen der ungerichtete Zufall ein grundlegender Charakter der Natur zu sein; freilich wurde und wird immer deutlicher, dass der Zufall gesetzmäßige Züge hat. Er bewegt sich in einem Rahmen, in dem durchaus nicht alles möglich ist.

Wie aber  verhalten sich dann Zufall und Plan zueinander?  Die Physik des späten 20.Jahrhunderts spricht von einem instabilitätsbasierten, gesetzmäßigen  Zufall und verweist damit auf ein verändertes, nachmodernes Natur- und Wissenschaftsverständnis, in dem der Zufall als Element ein größeren Ordnung betrachtet wird.  Das Instabile, Unberechenbare, Unplanbare wird hier mit Konsequenzen bis in die  Technik  als wesentlicher Entwicklungsmotor der Natur erkannt.

Die wissenschaftliche Diskussion um das Prinzip Zufall wird von  weltanschaulichen, nicht zuletzt auch theologischen Fragen stimuliert: Ist die Geschichte des Kosmos und  des Lebens, „nichts anderes als“ eine Geschichte der Zufälligkeiten? Und muss sich   die  je eigene Existenz  als schierer Zufall verstehen oder vielleicht doch als in bestimmter Weise einmalig und gewollt?

Die  Arbeitsgemeinschaft „Wissenschaft – Religion –Mensch“ versucht ein großes Thema der Wissenschaftsgeschichte ein Stück weit auszuloten und zur Diskussion zu stellen.

zurück zur Auswahl - Drucken - Veranstaltungsprogramm - Anmeldung - Materialien