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25.03.2009 (Mi) TgNr. 096141
Commemorating Death, Obscuring Life? Conundrums of European Jewish History after the Shoah

Vortrag in englischer Sprache


Veranstaltungsort: Jüdisches Museum, Frankfurt am Main

Nach jahrelangen Auseinandersetzungen für eine angemessene und würdige Erinnerung an die Shoah, die von Museen, Gedenkstätten, Archiven sowie pädagogischen und Forschungsinstitutionen geführt wurden, ist mittlerweile in Westeuropa und den USA die Schoa fester Bestandteil des öffentlichen Bewusstseins geworden. Im Zuge - teilweise in Folge - dieser Bemühungen sind jedoch weitere Fragen entstanden, die die potentiell sehr unterschiedlichen Reaktionen von Juden und Nichtjuden auf diese Formen des Gedenkens betreffen. So ist es durchaus möglich, dass dasselbe Denkmal eine positive Wirkung auf nichtjüdische Deutsche ausübt, die sich bemühen mit ihrer Geschichte fertig zu werden, während es einige Juden, die versuchen, jüdisches Leben in Deutschland wieder erstehen zu lassen, tief irritiert. Anhand von Beispielen aus Berlin thematisiert der Vortrag das Dilemma, wie man der ermordeten Juden Europas würdevoll gedenken kann, während hier gleichzeitig Platz für ein lebendiges Judentum entsteht.

Prof. Dr. Auslander lehrt europäische Sozialgeschichte an der University of Chicago. In ihren zahlreichen Publikationen behandelt sie auch Themenfelder aus Kunstgeschichte, Gender Studies und Jüdischen Studien.

In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum in Frankfurt am Main.

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