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22.06. - 23.06.2009 (Mo-Di) TgNr. 093333
Wie beenden wir Kriege und Gewaltkonflikte?

Friedensgutachten 2009

Man spricht von ‚neuen Kriegen’ und meint die Unübersichtlichkeit militärischer Handlungen von staatlichen Armeen, Bürgerkriegsarmeen, paramilitärischen Gruppen, Gewaltökonomien, Piraterie, Terrorismus. Solche Konflikte sind "asymmetrisch": Zwischen den Kriegsparteien herrscht ein großes Ungleichgewicht der Kräfte. Sie werden von irregulären Kräften geführt, Gewalt richtet sich häufig gegen Zivilisten, und Kämpfer der verschiedenen Seiten kooperieren nicht selten zum gegenseitigen Nutzen miteinander. Auf diese Weise verwischt die Grenze zwischen Krieg und Frieden, ja sogar die zwischen den verschiedenen Konfliktparteien.
Dazu gehört auch, dass "neue Kriege" nicht offiziell erklärt und auch nicht auf dem Schlachtfeld entschieden werden.
Kritiker widersprechen dieser Auffassung teilweise. Sie argumentieren, dass die genannten Eigenschaften letztlich gar nicht so "neu" seien. Nach ihrer Ansicht stellen "neue Kriege" eher einen Rückfall in die vormoderne Kriegsführung dar.
Westliche Armeen, auch die Bundeswehr, sind beträchtlich in solche Gewaltkonflikte involviert, die militärisch kaum zu lösen sind. Wie aber können sie zu einem Ende gebracht werden? Welche politischen Mittel und zivile Kräfte sind dazu erforderlich? Wie kann z. B. auf dem Balkan ein dauerhafter, sich selbst tragender Friede erreicht werden? Wie erfolgversprechend ist eine Neuausrichtung der amerikanischen Politik für politische Lösungen in Irak und Afghanistan? Welche zivilen und politischen Beiträge können von Europa, insbesondere Deutschland ausgehen?
Mit diesen Fragen befasst sich die Tagung, die damit den Themenschwerpunkt des Friedensgutachtens 2009 der deutschen Friedensforschungsinstitute aufnimmt.

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