10.11. - 12.11.2009 (Di-Do) TgNr. 095252 Fußballfans Herausforderung für Vereine, Verbände, Polizei, Justiz und Politik
Seit Jahren treten anlässlich von Sportveranstaltungen, insbesondere anlässlich von Veranstaltungen des bezahlten Fußballs, gewaltbereite oder gewalttätige Gruppierungen in Erscheinung.
Ihre Handlungsmuster erstrecken sich vom bloßen »auffälligen Verhalten« bis zur Begehung von Straftaten. Als Folgen ergeben sich zum Teil schwerwiegende Gesundheits- und Vermögensschäden sowie Beeinträchtigungen des Sicherheitsgefühls von Veranstaltungsbesuchern und Bevölkerung. Es besteht die Gefahr, dass Jugendliche unter dem Einfluss gewaltbereiter Personen (Gruppen) abweichendes Verhalten lernen bzw. festigen. Ausschreitungen führen zu Ansehensschädigungen einzelner Vereine, des Sports allgemein und der staatlichen Gemeinschaft insgesamt, wenn z.B. bei Fußballspielen im Ausland deutsche Gewalttäter auftreten.“ (Nationales Konzept Sport und Sicherheit von 1991).
Seitdem hat sich die Fußballfanszene nachhaltig verändert und mit dem Auftreten der Ultra-Bewegung nicht nur ein farbenfroheres Bild, sondern insgesamt einen gewaltigen Modernisierungsschub erhalten und der Rechtsextremismus einen wachsenden Stellenwert gewonnen. Dem entsprechend haben sich die Rahmenbedingungen für die Polizei- wie Sozialarbeit verändert.
Mit dieser Tagung wird zur Information über Entwicklung der Fußballfanszene und zur Diskussion, wie der zunehmenden Gewalt in den Fußballstadien wirksam begegnet werden kann, eingeladen.
Die Veranstaltung wendet sich an Fanbetreuer und Sicherheitsbeauftragte der Fußballvereine, Polizeibeamte und -beamtinnen Staatsanwälte und Staatsanwältinnen, JugendsozialarbeiterInnen, LehrerInnen und Sozialpädagoginnen, Fußballfans und interessierte BürgerInnen sowie an KommunalpolitikerInnen und die rechts- und innenpolitischen SprecherInnen der politischen Parteien in den Landtagen und im Bundestag. zurück zur Auswahl - Drucken - Veranstaltungsprogramm - Anmeldung - Materialien
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