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22.01. - 23.01.2010 (Fr-Sa) TgNr. 108141
Migration und Medien


Tagung ist ausgebucht

Ziele und Inhalte: Die Bundespolitik hat sich die Integration von Migrant/innen zum Ziel gesetzt. Dass die Medien bei dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe eine Schlüsselrolle spielen und hohe Verantwortung tragen, findet neuerdings verstärkt Beachtung. Die Medien prägen maßgeblich das Bild, das sich die Öffentlichkeit von der deutschen Einwanderungsgesellschaft und der Vielfalt der hier lebenden Menschen macht. Tatsächlich hat sich in den letzten Jahren bei den Medien in dieser Hinsicht einiges getan. Im Zuge der Selbstverpflichtungen zum nationalen Integrationsplan haben ARD und ZDF 2007 erstmals eine gemeinsame Grundlagenstudie zum Thema Migranten und Medien vorgelegt; die Intendanten der beiden Sendeanstalten haben erklärt, dass sie das Thema Integration künftig stärker bei der Programmplanung gewichten werden. Auch die Sehgewohnheiten von Migrant/innen sollen weiter erforscht werden. Ausgehend von den vorliegenden Ansätzen der Forschung geht die Arnoldshainer Tagung der Frage nach, welchen Beitrag die Medien für die Integration von Migrant/innen leisten und inwieweit die formulierten Willensbekundungen in der Praxis der Sender verankert worden sind. Im Mittelpunkt der Tagung, die sich auf die audiovisuellen Medien konzentriert, stehen folgende Fragestellungen: 1) In welchem Maße kommen die Medienanstalten ihrem Integrationsauftrag dadurch nach, dass sie Migration und Integration als Themen bei der Programmplanung und Berichterstattung aufgreifen? 2) Welche Erkenntnisse bietet die Medienforschung bezüglich der Mediennutzung in Migrantenmilieus? 3) Wie nehmen die Medienanstalten ihre Rolle als Arbeitgeber wahr? Das heißt: Wie gezielt werben sie für Nachwuchskräfte mit Migrationshintergrund und welche Konzepte haben sie im Hinblick auf diese für die Ausbildung entwickelt? Die Konzepte einiger deutscher Sendeanstalten sowie die einiger Sender aus EU-Nachbarländern werden exemplarisch vorgestellt und im Hinblick auf ihre Potenziale und Desiderate einer vergleichenden Betrachtung unterzogen. Im Gespräch mit Journalist/innen und verantwortlichen Akteur/innen der regionalen Sendeanstalten (HR, ZDF) wird über zukunftsweisende Handlungsperspektiven beraten, und es werden dazu entwickelt. Zielgruppe: Journalist/innen, Personalverantwortliche und Programmgestalter/innen der Rundfunkanstalten, Verantwortliche Akteur/innen aus Politik und Medien, insbesondere die medienpolitischen Sprecher/innen der politischen Parteien, Multiplikaktor/innen aus Politik, Medien und Gesellschaft, insbesondere auch Vertreter/innen aus Migrantenorganisationen, sowie eine interessierte Öffentlichkeit.

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