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06.10. - 08.10.2003 (Mo-Mi) TgNr. 034848
Interkulturalität in europäischer Perspektive

Jugendliche aus Migrationsfamilien und ihre Integrationschancen

Während in vielen europäischen Großstädten junge Leute mit Migrationshintergrund als Trendsetter jugendliche Lebensstile und(Sub-)kulturen prägen, scheinen die von deutschen Strukturen geprägten Vereine — von der örtlichen Jugendfeuerwehr bis zum regionalen Gebirgsverein — ihren mittlerweile interkulturellen Interessentenkreis noch kaum wahrzunehmen. Auf vielen Feldern, wie etwa in der Musikszene oder beim Fußball mit seinen ethnisch sichtbaren Stars, findet zwar eine interkulturelle Öffnung statt, andernorts jedoch wachsen Parallelgesellschaften, die sich voneinander abgrenzen, ob Jugendorganisationen der Migrantenvereine oderethnische Fußballclubs – beides gilt hierzulande als Reizthema. Und was ist davon zu halten, das, etwa wenn es um Bildungs- und Ausbildungschancen geht, soziale Benachteiligung und Ausgrenzung auf ethnische Faktoren zurück geführt wird? Die Tagung möchte Impulse geben, hiesige Phänomene und Debatten im europäischen Kontext zu spiegeln, um den Blick für mögliche Handlungsmodelle zu Fragestellungen von Adoleszenz, Migration und Integration zu erweitern. Ausgehend von der Frage, an welchen gesellschaftlichen Orten Integration stattfindet und welche Institutionen diese befördern, werden Beispiele ausunterschiedlichen europäischen Kontexten vorgestellt. Die Fachtagung knüpft an das jüngst erschienene Europäische Weißbuch und den dafür erhobenen europäischen Jugendbericht an und bietet Personen aus allen Feldern der Jugendarbeit und -politik, insbesondere auch aus interkulturellen Handlungsfeldern, eine Plattform, um mit ExpertInnen aus verschiedenen europäischen Ländern in einen Dialog treten zu können. In Zusammenarbeit mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten, dem Hessischen Jugendring und dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften (iaf).

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