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24.10. - 26.10.2003 (Fr-So) TgNr. 033230
Die Zukunft des Friedens

Sichtweisen der jüngeren Generationen in der Friedens- und Konfliktforschung

Seit dem Ende des Ost-West-Konflikts haben sich Kriege und Kriegsgefahren sowie die Bedingungen von Friedenspolitik wesentlich gewandelt. Der Terroranschlag vom 11. September 2001 hat die Grenzen zwischen politisch-kriminellen Attentaten und Kleinkrieg aufgeweicht und damit die Unterscheidung zwischen polizeilichemund militärischem Handeln relativiert und erschwert.Der Zusammenbruch der kommunistischen Staaten hatte zunächst die Autorität der UN und einer liberal-demokratischen Friedenspolitik gestärkt. Dies förderte Debatten über die Chancen eines dauerhaften Weltfriedens nicht nur zwischen den Demokratien. Im Widerspruch zu den Friedenshoffnungen geriet jedoch die zunehmende Neigung zu Interventionskriegen (Kosovo) und Präventionskriegen (Irak). Begründet werden sie durch Massenmorde und Massenvertreibungen auch in Europa und den internationalen Terrorismus. Dabei wurde die Funktionsfähigkeit des UN-Sicherheitsrats schwerwiegend geschädigt.Anfang September 2001 zogen Friedens- und Konfliktforscher der Gründergeneration eine Bilanz der ersten vierzig Jahre Friedens- und Konfliktforschung und diskutierten mögliche Entwicklungen von Krieg und Frieden in den kommenden Jahrzehnten. Auf der Folgetagung werden nun vornehmlich die Nachfolgegenerationen die Grund legenden und aktuellen Fragen der Entwicklung des Kriegsgeschehens und der Aussichten auf einen dauerhaften Weltfrieden erörtern.

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