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09.12. - 10.12.2003 (Di-Mi) TgNr. 032310 Prostituierte als Opfer der Selbstbestimmung? Die Konstruktion von Prostitution und von Frauenhandel in der Praxis der NGOs Seit vielen Jahren kämpfen NGOs gegen Frauenhandel und Sextourismus. Implizit und explizit schloss dies eine grundsätzliche Kritik an der Prostitution ein, die als Ausdruck einer patriarchalen Praxis galt, Frauen zum Objekt 'männlicher Sexualität' zu machen. Nicht zuletzt aufgrund der Aktivitäten der Prostituiertengruppen konnte eine größere gesellschaft-liche Akzeptanz für Prostitution entstehen, die sich u.a. in ihrer verbesserten rechtlichen Stellung ausdrückt. Zugleich fand eine Neudefinition von Frauenhandel statt. Für viele NGOs und politisch Verantwortliche ist Frauenhandel dann gegeben, wenn Zwänge und Gewalt in Form von Fremdbestimmung, Ausbeutung und Abhängigkeit in Arbeitsverhältnissen und in der Ehe bestehen. Das Kriterium der ‚sexualisierten Gewalt’ ist als zentrales Merkmal nicht mehr vorhanden. Das bestehende deutsche Strafrecht und die Strafverfolgungspraxis konzentrieren sich dagegen weiterhin auf das Verbrechen des Menschenhandels in der Prostitution.Die Tagung soll Initiativen und Projekten aus diesem Feld die Möglichkeit zur Selbstreflektion und zum Austausch über die Entwicklungen angesichts veränderter politischer Konstellationen geben. Welche Chancen und Risiken bieten diese? Welche neuen Herausforderungen stellen sich für Fraueninitiativen? Welche politischen Ziele gilt es zu benennen und zu verfolgen? In Zusammenarbeit mit der FH Wiesbaden und Frauenrecht ist Menschenrecht e.V. zurück zur Auswahl - Drucken - Veranstaltungsprogramm - Anmeldung - Materialien
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