30.06.2003 (Mo) TgNr. 032354
Anders wohnen – besser leben?

“Hotel Mama”, Wohnheim, Leben auf der Straße, Wohnverbund ...Tag der Angehörigen pschisch erkrankter und seelisch behinderter Menschen

Wo und wie ich wohne entscheidet wesentlich über meine Lebensqualität. War es beispielsweise früher für junge Erwachsene undenkbar, bei ihren Eltern wohnen zu bleiben, ist das “Hotel Mama” heute eine bevorzugte Existenzweise dieser Gruppe. Wenn allerdings psychisch erkrankte Erwachsene bei ihren Eltern leben müssen, ist das für die Beteiligten selten ein Vorzug, eher eine Notlösung angesichts der Wahl zwischen nicht gewünschten Wohnformen und dem Leben auf der Straße. Welche Eltern haben nicht schon gesagt oder gedacht “Manchmal halte ich das nicht mehr aus - aber soll ich mein erwachsenes Kind etwa in ein Heim abschieben oder auf der Straße leben lassen?” Dabei gibt es Alternativen zum »Hotel Mama«, zum »Heim weit weg« und zur »Straße«.Wir werden uns von Herrn Laupichler als einem erfahrenen “Experten im Wohnen” - nämlich in der Klinik, auf der Straße nahe der Gosse, im Heim und im Betreuten Wohnen - den Blick für Alternativen schärfen zu lassen, deren Realisierung in Hessen wir mit den Verantwortlichen des Landeswohlfahrtsverbandes diskutieren werden.

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