02.10. - 04.10.2009 (Fr-So) TgNr. 094343 Von der Selbstwahrnehmung zur Selbstkompetenz Achtsamkeit in der Pädagogik
Der Körper als Bühne von Emotionen, Gefühlen und Gedanken kommt in der Schule meist als Störfaktor vor. Seine zentrale Rolle beim Erfolg von Lernprozessen wird bislang noch zu wenig gewürdigt. Lernforscher, Psychologen und Hirnforscher haben über das zirkuläre Wechselspiel zwischen Körper, Geist und Gefühl Erkenntnisse zu bieten, aus denen praktische Konsequenzen für die pädagogische Arbeit gezogen werden sollten: Über eine Verfeinerung der Wahrnehmung des Körpers, der Gefühle und Gedanken differenzieren sich die Selbstwahrnehmung und die Selbstreflexion. So kann sich die Kompetenz der Selbstwirksamkeit ausbilden, die es Kindern und Jugendlichen ermöglicht, „Herr oder Frau im eigenen Haus“ zu werden. Erste Studien über „Mindfulness in Education“ in den USA besagen, dass Kinder und Jugendliche, die in der Haltung der Achtsamkeit ausgebildet werden, länger aufmerksam sein und selbsttätig Stress lösen können, zufriedener sind und sich besser in andere einfühlen können. Auch Pädagog/innen können durch Kultivierung der Achtsamkeit dem Burn-Out vorbeugen.
Im Rahmen der Tagung werden die theoretischen Grundlagen der Achtsamkeitsforschung erläutert und aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert; es wird zudem ein konkretes Schulprojekt vorgestellt. Die Teilnehmenden erhalten außerdem die Möglichkeit, in verschiedenen kontemplativen Übungen die Wirkung „am eigenen Leib“ zu erspüren.
Als Referenten konnten u.a. gewonnen werden:
- Vera Kaltwasser, Lehrerin und Autorin des Buches „Achtsamkeit in der Schule - Stille-Inseln im Unterricht: Entspannung und Konzentration“
- Dr. phil., Dipl. Psych. Niko Kohls, Universität München
- Sebastian Sauer, Dipl. Psych. zurück zur Auswahl - Drucken - Veranstaltungsprogramm - Anmeldung - Materialien
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