12.12. - 14.12.2003 (Fr-So) TgNr. 036547 Wem gehört die deutsche Geschichte? Der Holocaust in der multikulturellen Gesellschaft
Junge Menschen unterschiedlicher Herkunft setzen sich im Geschichtsunterricht an deutschen Schulen gemeinsam mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust auseinander. Ein beachtlicher Teil der in Deutschland lebenden jungen Menschen hat ganz andere historisch-politische Erfahrungen und verfügt über andere Familien- und Kollektivgeschichten. Ihre Vorfahren waren in der Regel weder Opfer nationalsozialistischer Gewalttaten, noch Zuschauer oder Täter, sie wachsen jedoch in einem Land auf, in dem die Erinnerung an die von den Nationalsozialisten begangenen Verbrechen, insbesondere der Völkermord an den europäischen Juden, ein wichtiger Bestandteil des politisch-moralischen Bewusstseins darstellt. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage der Integration von Jugendlichen nicht-deutscher Herkunft eine besondere Brisanz. Welche Rolle wird das Erbe des Nationalsozialismus und des Holocaust gegenwärtig und künftig für das Selbstverständnis einer pluralen deutschen Einwanderungsgesellschaft spielen? Was bedeutet die multiethnische Zusammensetzung der Schulklassen für die Gestaltung von historisch-politischen Lernprozessen wie auch für das Kultivieren von Erinnerung? zurück zur Auswahl - Drucken - Veranstaltungsprogramm - Anmeldung - Materialien
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