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Freitag
08
-
24
September

Epiphaniaskirche, Ecke Oederweg/
Holzhausenstraße, 60318 Frankfurt am Main,

Widerstehen - In haltlosen Zeiten zählt nur die Haltung

Aktionstage zum Reformationsjubiläum

 

Konzept
Der Widerstand des Reformators Luther und seiner 95 Thesen richtete sich auch gegen die Kommerzialisierung der Gnade durch den Ablasshandel der Kirche. Er entwickelte eine Theologie der evangelischen Freiheit mit den Kampfbegriffen „sola fide“, „ sola scriptura“, „sola gratia“, „solus christus“ (nur der Glaube, nur die Schrift, nur die Gnade, nur Christus). Die Veranstaltungsreihe zum 500-jährigen Reformationsjubiläum geht der Frage nach, wie der reformatorische
Impuls als Impuls des Widerstehens in der heutigen Zeit noch spürbar ist und inwiefern wir im Blick auf die globalen Krisen eine neue Reformation brauchen.

Kirchraum als Aktionsraum

Kunst-Installation in der Epiphaniaskirche
Hans-Martin Scholder, Manfred Stumpf und
Andreas Hoffmann

Freitag, 8. September 2017 um 20 Uhr:
Eröffnungsgottesdienst mit Manfred Stumpf, Hans-Martin Scholder und Andreas Hoffmann

Sonntag, 10. 9. So. / 10 Uhr / Gottesdienst / Empfang
„Gerechtigkeit aus Glauben“
Kanzelrede: Felix Finkbeiner /
Liturgie: Pfarrerin Heike Seidel-Hoffmann
Der junge Ökoaktivist Felix Finkbeiner ist Gründer des globalen Baumpflanz-Netzwerks „Plant for the planet“.
www.plant-for-the-planet.org

Sonntag, 10. 9. So. / 11 Uhr / Tischgespräch
„Die Reformation radikalisieren“
Der evangelische Theologe und Sozialethiker Ulrich Duchrow spricht mit Felix Finkbeiner über die Notwendigkeit einer Radikalisierung der Ideen der Reformation in Bezug auf globale Gerechtigkeit und Klimawandel.
Impuls von Prof. Dr. Ulrich Duchrow / Diskussion
mit Ulrich Duchrow und Felix Finkbeiner /
Moderation: Wolfgang Kessler
Wolfgang Kessler ist Chefredakteur von „Publik Forum“.
www.radicalizing-reformation.com
 
Sonntag, 10. 9. So. / 18 Uhr / Action Teaching Prof. Dr. Bazon Brock (Aktionskünstler von der ersten Stunde an, Kunsttheoretiker)
Bewirtschaftung der Gnade - Ökonomie der Gabe: Der heilige Geist in der Finanzwirtschaft
Die omnipotent erscheinende Allgegenwart globaler Märkte erscheint heute als selbstverständlich und ihr Erlösungsversprechen als nicht hinterfragbar. Dabei ist ihr Entstehen im 15. Jahrhundert, man denke an die über 5000-jährige Geschichte der Hochkulturen Mesopotamiens und Ägyptens, vergleichsweise jung. Bazon Brock von der "Denkerei Berlin - Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen" zeigt auf, dass jede Ökonomie ohne theologische Grundbegriffe undenkbar ist. Was damals den Aufstieg des mittelalterlichen Ablasshandels zum Freischein mit Ewigkeitsgarantie begründete, ist heue in den globalen Aktienhandel eingegangen. Da beide Systeme letztlich auf Vertrauen als Währung basieren, ist es naheliegend, sich mit Luthers theologischer Kritik am ökonomischen Denken des beginneneden Frühkapitalismus zu beschäftigen und es auf heutige Plausibilität hin zu untersuchen.

Mittwoch, 13. 9. / 19.30 Uhr / 500 Jahre Reformation
„Eine feste Burg ist unser Gott“ / Felix
Mendelssohn und seine „Reformationssinfonie“
Vortrag von Dr. Ulrike Kienzle /
Moderation: Michael Riedel.
Der Vortrag ist gleichzeitig eine Einführung zum Konzert.
Veranstaltungsort:

Holzhausenschlösschen (Justinianstraße 5)
Kooperationspartner
„Epiphaniasmusik“ der Evangelischen St. Petersgemeinde
/ Frankfurter Bürgerstiftung

Sonntag, 17. 9. So. / 10 Uhr / Gottesdienst /
Tischgespräch
„sola gratia – die Gnade ist umsonst“
Pfarrer Andreas Hoffmann
 

 

Eintritt frei!

Veranstalter:
Pfarrer Andreas Hoffmann, Evangelische Petersgemeinde Frankfurt
Christian Kaufmann, Evangelische Akademie Frankfurt

Veranstaltungsort:
Epiphaniaskirche Frankfurt
(Oeder Weg / Ecke Holzhausenstraße)

Förderer:
EKHN Stiftung
Förderfonds Erwachsenenbildung der EKHN
EKHN-Projektbüro Reformationsdekade

Evangelische Akademie Frankfurt

Veranstaltungsort:
Epiphaniaskirche Frankfurt