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März
Martin-Niemöller-Haus, Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten, 14.00 – 13.00 Uhr
GRÜNDE, GELTUNG UND GEWISSHEIT
ETHISCHE KOMPETENZEN UND DIE GÜTE MORALISCHER URTEILE

19. Workshop Ethik

Der Workshop Ethik ist ein Diskussionsforum, das interessierte Bürger*innen mit Nachwuchswissenschaftler*innen über grundlegende Fragen von Moral, Gesellschaft und Politik ins Gespräch bringt. Auf dem 19. Workshop Ethik möchten wir diskutieren, welche besonderen Kompetenzen notwendig sind, um gut begründete moralische Urteile fällen zu können und sich ihrer Güte gewiss zu sein.

Ethische Probleme lassen sich allerorts zur Genüge finden, sei es in politischen Debatten, im beruflichen Umfeld jedweder Profession oder einfach im Alltag eines menschlichen Miteinanders. Angesichts einer pluralistischen liberalen Gesellschaft, die immer weniger durch althergebrachte moralische Autoritäten oder Konventionen geprägt wird, stellen sich moralische Fragen regelmäßig in diversen komplexen Entscheidungssituationen. Die steigende Komplexität, der oft vorhandene Zeitdruck bei anfallenden Entscheidungen sowie diverse Quellen von Unsicherheiten, mit denen ethische Probleme verbunden sind, werfen die Frage auf, ob solche Abwägungs- und Entscheidungsprozesse mit spezifisch ethischen Kompetenzen besser bewältigt werden können. Welche Kompetenzen könnten dies sein; was müssen wir wissen und was müssen wir können, um mit ethischen Problemen umgehen zu können? Welche Prozesse und Methoden helfen bei Entscheidungsfindungen? Gibt es spezielle Kontexte, die besondere Prozesse erfordern und welche sind das? Und wie lassen sich solche Kompetenzen vermitteln? Neben diesen Fragen gilt es zudem, die Begründungsebene mit in den Blick zu nehmen. Wie kann man den Herausforderungen eines Fallibilismus – also der möglicherweise spezifischen Fehleranfälligkeit moralischer Urteile – und eines Skeptizismus – der grundsätzlichen Frage nach der Erkennbarkeit und Wirklichkeit von moralischen Werten – sowie eines Partikularismus – der Prinzipien für ethische Entscheidungsfindung als hinderlich betrachtet – begegnen? Diese Fragenkomplexe lassen sich im Kontext diverser Themenfelder der angewandten Ethik diskutieren: von der Medizinethik über die Bioethik bis hin zur Tierethik, von den verschiedenen Professionsethiken bis hin zur Wirtschafts- und Umweltethik.

Beim 19. WORKSHOP ETHIK werden mit Julia Dietrich (Berlin) und Michael Roth (Mainz) ausgewiesene Expert*innen einen interdisziplinären Rahmen für den Diskurs schaffen. Das Leitungsteam sorgt für eine thematische Rahmung der Vorträge. Alle weiteren Vorträge werden von den Teilnehmer*innen übernommen, deren Paper für einen Vortrag ausgewählt wurde. Für jeden Vortrag sind 20 Minuten mit anschließender 40-minütiger Diskussion vorgesehen. Ein Kriterium für die Auswahl stellt die allgemeine gute Verständlichkeit der Abstracts sowie der Vorträge dar, die sowohl für den interdisziplinären Diskurs als auch den Austausch mit interessierten Bürger*innen grundlegend ist.

Weitere Informationen: www.workshop-ethik.de

Teilnahmegebühr mit Verpflegung und Unterkunft
Teilnahme mit Übernachtung im EZ 198,- Euro
Teilnahme mit Übernachtung im DZ 174,- Euro
Teilnahme ohne Übernachtung 132,- Euro

Für Studierende und Arbeitslose kostet die Teilnahme nach Vorlage des Ausweises bei Verpflegung und Unterkunft im Doppelzimmer ermäßigt 87,- Euro.

Bitte melden Sie sich verbindlich bis 29.02.2020 über die Homepage an.


Referierende:
AOR Dr. Julia Dietrich, Philosophie, Freie Universität Berlin
Prof. Dr. Michael Roth, Systematische Theologie und Sozialethik, Johannes Gutenberg Universität Mainz

Leitung:
Dr. Cordula Brand, Universität Tübingen, Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften
Prof. Dr. Stephan Herzberg Phil.-theol. Hochschule Sankt Georgen Frankfurt am Main
Dr. Georg Horntrich Katholische Akademie Rabanus Maurus Frankfurt am Main
Prof. Dr. Gerhard Kruip, Universität Mainz, Kath.-Theol. Fakultät
Dr. Thorsten Latzel Evangelische Akademie Frankfurt, Frankfurt am Main

 

 

 

 


 

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