Montag
04
Oktober
2021
Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main, 19.00 – 21.00 Uhr
ZUR LAGE DER NATION

Diskussion
In Deutschland gilt der Begriff der Nation als verpönt. Zumindest unter Intellektuellen, wohingegen Rechtsextreme den Begriff gern für sich reklamieren. Die unheilvolle Konjunktur des Nationsbegriffs seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert, insbesondere aber seine Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten, die den Begriff völkisch interpretierten und zur Legitimation ihrer rassistischen und antisemitischen Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik nutzten, haben ihn in Deutschland in Misskredit gebracht. Doch die gesellschaftliche Spaltung, die wir gegenwärtig in Deutschland und in anderen Ländern – insbesondere den USA – feststellen, erfordert eine Neuverortung von allem, was die Identität einer Gesellschaft ausmacht und sie zusammenhält. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen plädiert die Anglistin und Friedenspreisträgerin Aleida Assmann für die Neuerfindung einer Form der Nation, die sich als demokratisch, zivil, divers und solidarisch versteht.

Anmeldung erforderlich

Referierende:  
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Aleida Assmann, Universität Konstanz 
Prof. Dr. Ireneusz Pawel Karolewski, Universität Leipzig

Leitung:      
Dr. Margrit Frölich     

Förderer:   
Bundeszentrale für politische Bildung (angefragt)

Evangelische Akademie Frankfurt

Veranstaltungsort