Menü

Religion & Politik

Zum Themenfeld im 1. Halbjahr 2020

„Die Rose ist ohne Warum. Sie blühet, weil sie blühet. Sie achtet nicht ihrer selbst, fragt nicht, ob man sie siehet.“ Es ist ein Sinnbild der Mystik, das der katholische Konvertit Angelus Silesius (1624–1677) in seinem kleinen Gedicht festhält. Die List der Vernunft erkennt aber, dass er damit zugleich einen gut protestantischen Gedanken formuliert, vermutlich, ohne sich dessen be­wusst zu sein: Die Liebe Gottes zu uns Menschen ist an keine Bedingungen geknüpft. Seine Gnade ist nicht von unseren (guten) Werken abhängig. In unserer Gesellschaft stellen wir Menschen hingegen vor viele, ja zu viele Bedin­gungen. Vielleicht sollten wir etwas „bedin­gungsloser“ werden? Dem Geist der Liebe wäre das angemessen.

Zur Person

Dr. Eberhard Pausch

Dr. Eberhard Martin Pausch ist evangelischer Theologe, er wurde 1993 an der Philipps-Universität Marburg an der Lahn bei Wilfried Härle mit einer Arbeit über den Begriff der Wahrheit bei Martin Heidegger und Rudolf Bultmann promoviert. Von 1992 bis 2000 war er Gemeindepfarrer in Frankfurt. Von 2000 bis 2012 arbeitete er als Oberkirchenrat im Kirchenamt der EKD in Hannover und war zuständig für Fragen öffentlicher Verantwortung der Kirche (Frieden, Demokratie, kirchliche Zeitgeschichte). Von 2012 bis 2016 war er in der Kirchenverwaltung der EKHN als Beauftragter seiner Kirche für die Reformationsdekade tätig. Seit November 2016 ist er Studienleiter für Religion und Politik in der Evangelischen Akademie Frankfurt. Seine Themenfelder sind: öffentliche Theologie, Friedensethik und Friedenspolitik, Stärkung der Demokratie, jüdisch-christlicher Dialog, Trialog der Religionen sowie die Flüchtlingsarbeit. Eberhard Pausch wohnt in Frankfurt, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

Kontakt:
Ulrike Schrader, 069. 17 41 526–16,
schrader@evangelische-akademie.de

Evangelische Akademie Frankfurt

​Publikationen

Dr. Eberhard Martin Pausch