Dienstag
02
Mai
2023
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main, 17.30 – 21.00 Uhr
DIE FREUDLOSE GASSE
INFLATION – Die Auswirkungen der Geldentwertung im Kino der Weimarer Republik
Filmreihe
Die Hyperinflation des Jahres 1923 trieb die junge Weimarer Republik bis an den Abgrund. Am Ende der Inflationszeit waren alle Geldvermögen der Deutschen vernichtet, eine Erfahrung, die Männer und Frauen in unterschiedlicher Weise traf. Doch es gab auch Gewinner – etwa die Besitzer von Sachwerten. Wie blickte das Kino der 1920er-Jahre auf diese Ereignisse, die nachhaltig die politische Entwicklung in Deutschland prägen sollten?
 
„Die freudlose Gasse“ (DE 1925), R: Georg Wilhelm Pabst
D: Asta Nielsen, Greta Garbo, Werner Krauß, 145 Min.
Einführung: Birte Joppien, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Halle
DIE FREUDLOSE GASSE spielt im Wien der Inflationszeit. Realistisch führt er die Verarmung des Mittelstandes vor, aber auch das Milieu der Schieber und Krisengewinnler; im Mittelpunkt steht der fortschreitende – auch moralische - Ruin einer bürgerlichen Familie, welcher auch mit einem Ausverkauf einhergeht. Während der zweijährigen Laufzeit des Films in einem Pariser Kino sagte ein Parlamentsabgeordneter: „Wollt ihr wissen, was Inflation ist? Dann schaut euch DIE FREUDLOSE GASSE an!“
 
Zu allen Filmen gibt es eine Einführung, ein Publikumsgespräch und Klavierbegleitung.
 
Die Filmreihe ist Teil des Begleitprogramms der Sonderausstellung „Inflation 1923. Krieg, Geld und Trauma“ im Historischen Museum Frankfurt sowie der Sonderausstellung „Weimar weiblich. Frauen und Geschlechtervielfalt im Kino der Moderne (1918–1933)“ im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt.
 
Das Programm der Filmreihe:
• Di, 2. Mai 2023, Beginn 17.30 Uhr:
„Die freudlose Gasse“ (DE 1925), R: Georg Wilhelm Pabst, 145 Minuten
• Di, 9. Mai 2023, Beginn 18.00 Uhr:
„Fräulein Raffke“ (DE 1923), R: Richard Eichberg, mit Hans Albers, Werner Krauß, 105 Minuten, vorab der Kurzfilm „Inflation“
• Di, 16. Mai 2023, Beginn 18.00 Uhr:
„Alles für Geld“ (DE 1923), R: Reinhold Schünzel, mit Emil Jannings, 91 Minuten
• Di, 23. Mai 2023, Beginn 18.00 Uhr:
„Die Stadt ohne Juden“ (AT 1924), R: Hans Karl Breslauer, 80 Minuten
• Di, 30. Mai 2023, Beginn 18.00 Uhr:
„Die Dame mit der Maske“ (DE 1928) R: Wilhelm Thiele, 106 Minuten

Tickets: 10 € / 8 € über das DFF, Deutsche Filminstitut und Filmmuseum, online über Cinetixx (im Programmheft des DFF auf „Ticket kaufen“ klicken) oder Reservierung telefonisch: 069. 961 220-220


Leitung:
Dr. Frank Berger, Historisches Museum Frankfurt
Daria Berten, DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Dr. Margrit Frölich, Evangelische Akademie Frankfurt
Natascha Gikas, DFF- Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Dr. Daniela Kalscheuer, Katholische Akademie Frankfurt
 
Kooperation:
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Historisches Museum Frankfurt
Katholische Akademie Rabanus Maurus
Evangelische Akademie Frankfurt

Veranstaltungsort