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Neuigkeiten

aus der Akademie

Bleiben Sie auf dem Laufenden! An dieser Stelle berichten wir von besonderen Ereignissen in unserem Akademieleben und stellen Ihnen den jeweiligen Film des Monats der Evangelischen Filmjury vor. Mehr aktuelle Berichte, Fotos und Videos finden Sie in unserer Mediathek und in den sozialen Medien.

Wir streamen!

Ab sofort live aus der Akademie

Sie würden gern mehr Veranstaltungen der Akademie besuchen, wohnen aber weit entfernt? Oder es haut manchmal terminlich einfach nicht hin? Dann haben wir für Sie eine Lösung:

Die Evangelische Akademie Frankfurt wird ab März 2020 viele Veranstaltungen streamen. Das bedeutet, dass wir ganze Veranstaltungen oder einzelne Vorträge als Video im Internet übertragen. Sie können es sich zu Hause auf dem Sofa gemütlich machen und live oder später zusehen. Völlig kostenfrei, aber inhaltsreich!

Wann es dieses Angebot gibt, sehen Sie in unserem Kalender an dem Hinweis „mit Livestream“. Seien Sie live dabei! Und weisen Sie uns gern darauf hin, wenn noch irgendetwas ruckelt oder Sie sonstige Verbesserungsvorschläge haben.

Evangelische Akademie Frankfurt

Theologische Impulse

Band 2 der Buchreihe erschienen

Als Newsletter, auf Facebook und auf dieser Website sind sie ein beliebtes wöchentliches Format: die Theologischen Impulse von Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel. Nun ist am 4. Februar 2020 bereits das zweite Buch mit einer Auswahl seiner persönlichen Essays erschienen. „Risse“ ist eine Lektüre passend zur beginnenden Passionszeit: In 22 Kapiteln werden die wundervolle Schönheit, die tiefe Verletzlichkeit und die Widersprüchlichkeit menschlichen Lebens beschrieben – und wie oftmals gerade in den Rissen etwas von einer anderen Wahrheit sichtbar wird. Es geht um die Berufung des stotternden Mose, zitternde Hände, die Kunst des Radfahrens, Liebe in Zeiten des Alltags, morgendliche Suchfragen und das wichtige Wörtlein „vielleicht“. Ein ideales Geschenk für alle, die  – speziell in den kommenden Wochen – tiefer über Gott, die Welt und das eigene Leben nachdenken wollen.

Das Buch ist im Buchhandel sowie direkt beim Verlag erhältlich. Auch am Empfang der Akademie kann es zum regulären Verkaufspreis erworben werden. Ein Versand des Buches über die Akademie ist leider nicht möglich.

Thorsten Latzel: Risse. Vom schönen, verletzlichen und widersprüchlichen Leben. Verlag Books on Demand, 152 Seiten, 9,99 Euro, als E-Book 7,99 Euro, ISBN 978-3-7504-0636-0

Evangelische Akademie Frankfurt

Neue stellvertretende Direktorin

Hanna-Lena Neuser für drei Jahre gewählt

Studienleiterin Hanna-Lena Neuser ist seit Anfang Januar 2020 die neue stellvertretende Direktorin der Evangelischen Akademie Frankfurt. Über diese Neubesetzung innerhalb der Leitung hat der Kleine Konvent bei seiner Sitzung im Dezember 2019 entschieden. Neuser verantwortet seit 2015 das Themenfeld Europa & Jugend und leitet die Junge Akademie Frankfurt. Beide Zuständigkeiten wird sie neben ihrer neuen Tätigkeit beibehalten.

Die stellvertretende Akademiedirektorin wird für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt – in diesem Fall bis Januar 2023. Neusers Amtsvorgänger Christian Kaufmann hatte seine Tätigkeit als stellvertretender Direktor und Studienleiter im November 2019 beendet.

Evangelische Akademie Frankfurt

Bedingungslos

Halbjahresthema im Frühjahr 2020

Man kann bedingungslos lieben, kapitulieren oder schenken. Im analogen wie im digitalen Leben, so die landläufige Erfahrung, gibt es „nichts umsonst“ – das Entscheidende verbirgt sich meist in den klein gedruckten Bedingungen der AGBs. Für Menschenwürde, Liebe wie auch die Beziehung zu Gott dagegen spielt es eine zentrale Rolle, dass sie bedingungslos gelten. Die Jugend fordert einen bedingungslosen Einsatz für die Umwelt. Und die Politik diskutiert über ein bedingungsloses Grundeinkommen. Zeit, das Phänomen „bedingungslos“ genauer unter die Lupe zu nehmen – in zahlreichen Veranstaltungen, die die drängenden Fragen der Gegenwart aufgreifen.

Im Halbjahresprogramm, das für Sie in der Akademie bereit liegt, sind die entsprechenden Termine besonders gekennzeichnet. Wie immer bietet die Akademie darüber hinaus viele weitere Veranstaltungen zu brisanten Fragen aus Kultur, Religion, Politik und Wirtschaft. Das komplette Programm von Januar bis Juni steht auch zum Download als PDF bereit.

Evangelische Akademie Frankfurt

Die Wütenden

Film des Monats Januar

Wenn beim WM-Sieg alle Franzosen vor Freude jubeln und die Trikolore schwenken, darf das nicht über die immensen sozialen Spannungen im Land hinwegtäuschen.  „Die Wütenden“ nimmt den Zuschauer mit nach Montfermeil, einem tristen Vorort von Paris, der von Einwanderern aus unterschiedlichen Ländern geprägt ist. Ohne Schwarz-weiß-Zeichnung zeigt der Film den Alltag von Jugendlichen in einem Plattenbauviertel, das nach eigenen Gesetzen funktioniert. Wer hier aufgewachsen ist, weiß um die internen Machtverhältnisse. Da ist Salah, die moralische Instanz der Muslime im Viertel. Er betreibt einen Dönerladen, der zur Anlaufstelle für Probleme aller Art wird.  Ein selbsternannter Bürgermeister versucht mit korrupter Allmacht die vielfältigen Interessen im Viertel auszugleichen, um gewalttätige Konflikte zu minimieren. Zu diesem austarierten Gewaltmobile gehört auch die Polizei. Das Team wird geleitet von Chris, einem rassistischen und gewaltbereiten Cop, der nach der Devise handelt: „Das Gesetz bin ich“. Dazu kommen der im Viertel aufgewachsene Gwada und Stéphane, der Neue. Letzterer gleicht einem Fremdkörper. Er versucht, seinen gesetzesgemäßen Verhaltensmustern treu zu bleiben. Als ein Löwenbaby von der Jugendgang aus dem Zirkus gestohlen wird und die überforderten Polizisten auf den Anführer der Bande schließen, droht das fragile Machtgleichgewicht zu zerbrechen.

Der Film vermeidet es, parteiisch zu werden. Die übergriffige Gewalt der Polizei wird mit maßloser Gewalt der Jugendlichen beantwortet. Dieser Film deckt die Wirklichkeit der Vorstädte von Paris auf, die sich fundamental vom Stadtzentrum unterscheiden. Wie Stéphane, der von außen kommende Polizist, schnell Teil des Problems wird, das keine Unterscheidung zwischen Opfer und Tätern mehr zulässt. Es ist jener Stadtteil, in dem Victor Hugo 1862 seinen Roman Les Misérables geschrieben hat. Viel scheint sich seit jener Zeit nicht verändert zu haben. Oder doch? Regisseur Ladj Ly stammt selbst aus diesem Viertel und schafft es, durch seine künstlerische Arbeit die Gesetzmäßigkeiten der Pariser Banlieues zu durchbrechen. Sein Film wurde auf dem Festival de Cannes 2019 mit dem „Preis der Jury“ ausgezeichnet und geht für Frankreich ins Rennen um den Oscar.

Die Wütenden
(Les Misérables)
Frankreich 2019
Produzent: Toufik Ayadi, Christophe Barral
Regie: Ladj Ly
Drehbuch: Ladj Ly, Giordano Gederlini, Alexis Manenti
Kamera: Julien Poupard
Schnitt: Flora Volpière
Darsteller: Damien Bonnard, Alexis Manenti, Djibril Zonga
Verleih: Wild Bunch Germany GmbH
 
Evangelische Akademie Frankfurt

Trauer um Martin Stöhr

Direktor der früheren Evangelischen Akademie Arnoldshain gestorben

„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“ (1 Kor 13,12)

In tiefer Trauer und dankbarer Erinnerung gedenkt die Evangelische Akademie Frankfurt Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Stöhr, des langjährigen Direktors und Mitglieds des Großen Konvents der früheren Evangelischen Akademie Arnoldshain. In den mehr als vierzig Jahren seines engagierten Einsatzes in den verschiedenen Aufgaben als Studienleiter, Direktor und Konventsmitglied hat er die Evangelische Akademie bleibend geprägt, das christlich-jüdische wie friedenspolitische Verständnis in der evangelischen Kirche verändert und viele Menschen in ihrem Denken, ihren Einstellungen und ihrem Glauben nachhaltig beeinflusst. Seine theologische Klugheit, sein dialogisches Einfühlungsvermögen und sein politisches wie zivilgesellschaftliches Engagement werden uns fehlen.

Der Theologe und emeritierte Professor für Systematische Theologie, Ehrenpräsident des Internationalen Rats der Christen und Juden (ICCJ) und langjähriger Vorsitzender der Martin-Niemöller-Stiftung war einer der Wegbereiter des christlich-jüdischen Dialogs und profilierter Vertreter und Vordenker ökumenischer Theologie. Martin Stöhr gehörte zu den Mitbegründern der Arbeitsgemeinschaft „Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag“ 1961 und hatte jahrelang deren Vorsitz inne. Von 1966 bis 1984 war er evangelischer Vorsitzender des „Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für christlich-Jüdische Zusammenarbeit“ (DKR) und von 1990 bis 1998 Präsident des ICCJ. Seit mehr als 50 Jahren war Martin Stöhr Mitglied im Arbeitskreis Kirche und Israel (heute: ImDialog) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Im Rahmen der Studienkommission „Juden und Christen“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wirkte er wesentlich mit an den Denkschriften zur Aussöhnung, die 1975 und 1991 veröffentlicht wurden. Durch Veranstaltungen, Vorträge, Predigten und Schriften, vor allem aber durch das von ihm mitbegründete Programm „Studium in Israel“ hat er das Verständnis für das Judentum in der Kirche wie in der Gesellschaft bleibend und nachhaltig verändert. Darüber hinaus engagierte sich Martin Stöhr intensiv in der Friedensbewegung und gegen eine atomare Aufrüstung.

Ab 1969 war Martin Stöhr zunächst als Studienleiter, von 1972 bis 1986 als Direktor der Evangelischen Akademie in Hessen und Nassau tätig. Seine Mitgliedschaft im Großen Konvent der Evangelischen Akademie in Hessen und Nassau, der Mitgliederversammlung des Akademievereins, endete 2011 mit der Neugründung des Großen Konvents. In dieser Zeit hat er die Fusion der damaligen Evangelischen Akademie Arnoldshain mit der Evangelischen Stadtakademie Römer9 zur heutigen Evangelischen Akademie Frankfurt wesentlich begleitet. Von 1986 bis 1997 lehrte er als Professor an der Universität Siegen.

Für seine Verdienste um das christlich-jüdische Gespräch erhielt Martin Stöhr 1983 die theologische Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg. Mit seinen inhaltlichen Vorschlägen war er maßgeblich an der Erweiterung des Grundartikels der EKHN beteiligt, durch welche die bleibende Erwählung der Juden und Gottes Bund mit ihnen bezeugt wird. Für sein mehr als sechs Jahrzehnte umfassendes haupt- wie ehrenamtliches Engagement und seine Verdienste um den Dialog zwischen Juden und Christen wurde Martin Stöhr 2016 mit der Martin-Niemöller-Medaille ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung der EKHN.

Martin Stöhr ist am 4. Dezember 2019 im Alter von 87 Jahren gestorben. Sein Tod bedeutet einen großen Verlust für die Akademie und ihre Mitarbeitenden. Wir vertrauen und hoffen darauf, dass Martin Stöhr nun in den Händen Gottes geborgen ist, für dessen Liebe und Treue zu seinem Volk Israel er so vielen Menschen die Augen geöffnet hat.

Die Evangelische Akademie trauert um ihren früheren Direktor und spricht seiner Familie, auch im Namen der Konvente und der amtierenden Vorsitzenden der Konvente, Pröpstin Annegret Puttkammer, ihr herzliches Beileid aus.

Dr. Thorsten Latzel
Akademiedirektor

Evangelische Akademie Frankfurt
Lebenslang engagiert im jüdisch-christlichen Dialog und in der Friedensbewegung: Martin Stöhr (1932–2019)

Hoffe auf den Ewigen

14. Tehillim-Konzert des Interreligiösen Chors Frankfurt

Am Ende des Jahres denken viele Menschen an den Tod. Und an das, was über ihn hinausreicht. Die religiösen Texte von Judentum, Christentum und Islam äußern sich hierzu vieldeutig. Wie, das konnte man am 18. November 2019 eindrücklich im Frankfurter Dominikanerkloster erleben: Der Interreligiöse Chor Frankfurt sang das 14. Konzert seiner Tehillim-Reihe. Es erklang Musik von Ali Ufki, Heinrich Schütz, Dmitri Bortnjanski, Isaac Offenbach und anderen.

Grundlage des vielfältigen Programms war der Text aus Koransure 36. Er wird bei muslimischen Beerdigungen gesprochen: „Siehe, wir erwecken die Toten wieder zum Leben und schreiben auf, was sie früher taten und was sie hinterließen.“ (Übersetzung: Hartmut Bobzin) Der jüdisch-christliche Psalm 27 formuliert einen verwandten Gedanken. Hier geht es um die Zuversicht, die dem Sterben vorausgeht: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?“ (Übersetzung: Martin Luther)

Das Konzert und sein Thema „Trauer, Tod und Trost“ standen im Zeichen des Anschlags auf die jüdische Gemeinde in Halle, der erst wenige Wochen zurückliegt. Der Terrorangriff ereignete sich an Jom Kippur, dem höchsten Feiertag des Judentums, an dem Psalm 27 gebeten oder gesungen wird. Interreligiöse Konzerte könnten einen solchen Anschlag nicht verhindern, sagte Daniel Kempin, der zusammen mit Bettina Strübel für die musikalische Leitung des Chors verantwortlich ist, in einer Ansprache. Und doch sind wir überzeugt, dass Musik ein Zeichen sein kann für den Zusammenhalt von Menschen unterschiedlichen Glaubens, für die menschlichen und demokratischen Gewissheiten, die sie miteinander teilen. Am Ende des Konzerts wurde das traditionelle Schofar-Horn geblasen – als Mahnung und Weckruf zugleich.

„Hoffe auf den Ewigen, stärke und ermutige dein Herz und hoffe auf den Ewigen!“ (Psalm 27,14; Übersetzung: Raw Scheuer)

Evangelische Akademie Frankfurt
Drei Religionen auf einer Bühne: der Interreligiöse Chor Frankfurt, dirigiert von Bettina Strübel
Evangelische Akademie Frankfurt
Koransure 36 als Grundlage des Konzertprogramms: „Siehe, wir erwecken die Toten wieder zum Leben …“

Theologische Impulse

Band 1 jetzt als Buch erhältlich!

Die Theologischen Impulse, die seit Anfang des Jahres jede Woche als Newsletter, auf Facebook und auf dieser Website erscheinen, sind seit dem 14. November 2019 auch als Buch erhältlich. Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel befasst sich darin in 24 Kapiteln auf persönliche, theologische und kreative Weise mit so ungewöhnlichen Themen wie Baumheiligen, Regenschirmen, Gelassenheit, politischer Empörung und der Frage, warum man Gott nicht so schnell verstehen sollte. Der Titel „Trotzdem“ steht für den Autor für die tiefe, innere Freiheit, sich nicht von außen bestimmen zu lassen. Sein Buch ist ein Experiment für eine andere Sprache, um sich selbst, das Leben und Gott neu zu verstehen.

Das Buch ist im Buchhandel sowie direkt beim Verlag erhältlich. Auch am Empfang der Akademie kann es zum regulären Verkaufspreis erworben werden. Ein Versand des Buches über die Akademie ist leider nicht möglich.

Thorsten Latzel: Trotzdem. Von der geistlichen Kraft zum Widerstand in einer verrückten Welt. Verlag Books on Demand, 156 Seiten, 9,99 Euro, als E-Book 7,99 Euro, ISBN 978-3-7504-1326-9

Evangelische Akademie Frankfurt

„Ein anderer, ästhetischer Blick“

Abschied von Christian Kaufmann

Mit einem Empfang am 2. November 2019 hat sich die Evangelische Akademie Frankfurt von ihrem stellvertretenden Direktor Christian Kaufmann verabschiedet. Christian Kaufmann, der zum 1. Dezember 2019 die Leitung der Heussenstamm-Stiftung und der gleichnamigen Galerie in der Frankfurter Braubachstraße übernimmt, war an der Akademie 17 Jahre lang als Studienleiter für das Themenfeld Kunst & Stadt tätig.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf der Organisation von Ausstellungen mit jungen Künstler/innen der Region, anfangs im Forumsraum Dominikanerkloster, später in den Räumlichkeiten der Evangelischen Stadtakademie Römer9 und in der neuen Evangelischen Akademie Frankfurt, immer wieder auch mit künstlerischen Interventionen an verschiedenen Orten im Stadtgebiet und im Gebiet der EKHN. Aktuelle städtische Entwicklungen begleitete Kaufmann mit zahlreichen Veranstaltungen, oft in besonderen Formaten wie der Stadtvisionale. Dabei stieß er zahlreiche soziokulturelle Projekte zur Frankfurter Architektur- und Stadtentwicklung an.

Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel dankte seinem Stellvertreter herzlich für seinen besonderen Einsatz für die Akademie, vor allem in der intensiven Phase des Umbaus: „Christian Kaufmann besitzt die große Gabe, Menschen einen anderen, ästhetischen Blick auf Dinge zu eröffnen. Er wird uns fehlen – und bleibt uns doch als guter Kooperationspartner erhalten.“

Evangelische Akademie Frankfurt
Studienleiter für Kunst & Stadt sowie seit 2017 stellvertretender Akademiedirektor: Christian Kaufmann
Evangelische Akademie Frankfurt
Eine der von Kaufmann zuletzt betreuten Ausstellungen: die Arbeit „Vor aller Augen“ der iranischen Künstlerin Parastou Forouhar in der Frankfurter Epiphaniaskirche

Stipendiat/innen gesucht!

Junge Akademie Frankfurt 2020

Du findest Populismus blöd? Du willst dich politisch engagieren, weißt aber noch nicht, wie? Oder du hast eine gute Idee, die du mit anderen umsetzen willst? Dann bewirb dich für die Junge Akademie Frankfurt! 
 
Die Junge Akademie startet in ihr viertes Jahr. Thema ist diesmal „Baustelle Demokratie“. Gesucht werden junge, kluge Köpfe („30 unter 30“), die gemeinsam über Zukunftsfragen diskutieren, sich demokratisch engagieren und gemeinsam mit anderen konkrete Projekte umsetzen wollen. Dazu finden unter anderem Denkräume, eine Sommerakademie, Symposien und Projekttage statt. Namhafte Mentor/innen begleiten die Stipendiat/innen.
Bewerbungen können bis zum 3. Dezember 2019 eingereicht werden – ausschließlich digital an bewerbung@junge-akademie-frankfurt.de. Laden Sie gerne geeignete Bewerber/innen aus Ihrem Umfeld ein! In der Akademie sind Visitenkarten zum persönlichen Weitergeben erhältlich. Oder einfach auf die Website www.junge-akademie-frankfurt.de hinweisen!

Evangelische Akademie Frankfurt

Neuer Studienleiter

für Naturwissenschaft & Technik

Das Team der Akademie vergrößert sich: Wir begrüßen herzlich unseren neuen nebenamtlichen Studienleiter Dr. Thorsten A. Leppek, der dem Themenfeld Naturwissenschaft & Technik nach längerer Vakanz neues Leben einhauchen wird.

Leppek, Jahrgang 1981, studierte Evangelische Theologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Systematische Theologie und Sozialethik und promovierte 2016 mit einer philosophisch-theologischen Arbeit über Wolfhart Pannenberg. Nach seinem Vikariat arbeitete er von 2015 bis 2018 als Gemeindepfarrer in Idstein. Seit dem vergangenen Schuljahr ist er hauptamtlich als Seelsorger und Lehrer für Evangelische Religion an der Frankfurter Ziehenschule tätig.

Evangelische Akademie Frankfurt

BEFREIT LEBEN

JOHANNISNACHT 2019

„Trotzdem!“ Ein kleines, unscheinbares Wort. Aber auch ein freiheitsbewusstes Lebensmotto, nicht zuletzt unter Protestant/innen. Auf dem Sommerempfang der Akademie am 28. Juni 2019 hatte es seinen großen Auftritt vor rund 300 Gästen. Direktor Thorsten Latzel nannte es in seiner Moderation sein Lieblingswort, um den christlichen Glauben zu beschreiben. Und auch die acht Pecha-Kucha-Vortragenden in diesem Jahr zeigten sich mit ihren Themen „trotzig“.

Matthias Alexander von der F.A.Z. gab sich große Mühe, sein Publikum von der Schönheit Frankfurts zu überzeugen. Sein amüsanter, ehrlicher Spaziergang durch die Stadt führte entlang an allerlei Architektur-Highlights, aber auch grässlichen Bausünden. Die Schauspielerin Carina Kühne nahm die Anwesenden mit auf einen Schnelldurchlauf durch ihr Leben und erzählte, wie man mit Trisomie 21 eine Fernsehrolle wuppen kann: wenn man sein Talent erkennt und von Kolleg/innen keine Steine in den Weg gelegt bekommt.

Viele der Themen werden noch lange nachhallen. Die Akademie bedankt sich bei allen, die der Johannisnacht mit ihren Beiträgen so viel Leben und Atmosphäre gegeben haben!

Beiträge:

  • „Trotzdem! Ökumenischer Kirchentag in kritischen Zeiten“, Miriam Küllmer-Vogt, Beauftragte der EKHN für den Ökumenischen Kirchentag 2021
  • „TuS Makkabi Frankfurt – sportlich, vielfältig, toleral, familiär und emotional!“, Alon Meyer, Präsident Makkabi Deutschland und Frankfurt
  • „Ohne Leichtsinn ist das Leben keinen Schuss Pulver wert“, Corinna Bimboese, Direktorin Atelierfrankfurt
  • „Das Schöne in Frankfurt – eine Spurensuche“, Dr. Matthias Alexander, Ressortleiter Rhein-Main-Zeitung, F.A.Z.
  • „Trotzdem – Artenvielfalt schützen“, Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer Zoologische Gesellschaft Frankfurt
  • „Glücklich und erfolgreich leben – mit Trisomie 21“, Carina Kühne, Schauspielerin
  • „Trotzdem oder gerade deshalb! Warum wir alle etwas tun können“, Anjuli Spieker und Sam Schneider, Junge Akademie Frankfurt
  • Musik von Julia Glotzbach (Saxofon) und Enzo Aprile (Klavier)
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Thorsten Latzel, Akademiedirektor
Evangelische Akademie Frankfurt
Alon Meyer, Präsident Makkabi Deutschland und Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Pecha-Kucha-Redner/innen aus der Stadtgesellschaft
Evangelische Akademie Frankfurt
Miriam Küllmer-Vogt, Beauftrage der EKHN für den Ökumenischen Kirchentag
Evangelische Akademie Frankfurt
Corinna Bimboese, Direktorin Atelierfrankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Matthias Alexander, Ressortleiter Rhein-Main-Zeitung, F.A.Z.
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer Zoologische Gesellschaft Frankfurt
Evangelische Akademie Frankfurt
Carina Kühne, Schauspielerin
Evangelische Akademie Frankfurt
Anjuli Spieker und Sam Schneider, Junge Akademie Frankfurt

WIR STREITEN UNS!

AUFTAKT DER JUNGEN AKADEMIE FRANKFURT 2019

Vier Tage, ein Haufen junger Menschen – und zu Beginn eine Menge Fragezeichen. Was erwartet mich? Wie sind die anderen drauf? Was werden wir gemeinsam auf den Weg bringen? So startete die Junge Akademie, unsere frisch besetzte Stipendiat/innengruppe, vom 21. bis 24. Februar im südhessischen Arnoldshain in ihr Projektjahr zum Thema „Streit! – Demokratie“. Die anfängliche Aufregung wurde schnell in Elan, Energie und ambitionierte Ansätze für eine bessere Streitkultur in unserer Gesellschaft verwandelt. Durch gemeinsame Erlebnisse, Gespräche, Impulse aus der Wissenschaft und einen sportlichen Projektentwicklungsprozess konnten die Teilnehmenden ihre Ideen diskutieren, reflektieren, schärfen und fokussieren. Sie werden ihre Projekte in den nächsten Monaten weiterentwickeln und im „Demokratie-Slam“ am 23. Oktober öffentlich vorstellen.

Evangelische Akademie Frankfurt

TRAUER UM SIEGLINDE MICHALIK

Langjähriges Mitglied des Kleinen und Großen Konvents verstorben

Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.
(Jesaja 54,10)

Die Evangelische Akademie Frankfurt trauert um Sieglinde Michalik, langjähriges Mitglied des Kleinen und Großen Konvents der früheren Evangelischen Akademie Arnoldshain und Mitglied des Großen Konvents der Evangelischen Akademie Frankfurt.

Als Richterin am Oberlandesgericht Frankfurt am Main (seit 1990) und Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht (seit 2008) hat Frau Michalik bis zu ihrem Ruhestand und darüber hinaus ihre großen juristischen und menschlichen Kompetenzen in die Arbeit der Akademie eingebracht, der sie auch persönlich eng verbunden war. Frau Michalik ist am Freitag, 20. Juli 2018, gestorben. Ihr Tod bedeutet einen großen Verlust für die Akademie und ihre Mitarbeitenden.

Sieglinde Michalik war 25 Jahre lang vom 1994 bis 2018 Mitglied des Großen Konvents der Evangelischen Akademie in Hessen und Nassau, der Mitgliederversammlung des Akademievereins. Von 2003 bis 2011 war sie zudem Mitglied im Kleinen Konvent, dem Vorstand des Akademievereins. In dieser Zeit hat sie die Fusion der damaligen Evangelischen Akademie Arnoldshain mit der Evangelischen Stadtakademie Römer 9 zur heutigen Evangelischen Akademie Frankfurt wesentlich mit vorbereitet. Dabei kamen ihr ausgleichender, auf Verständigung bedachter Charakter, ihre menschliche Herzlichkeit, ihre sachliche Klarheit und hohe juristische Kompetenz dem Fusionsprozess sehr zu Gute.

Inhaltlich hat Frau Michalik als Mitglied im Arbeitskreis Recht der Akademie insbesondere den Kleinen Arnoldshainer Familiengerichtstag von den Anfängen in den 90er Jahren bis heute wesentlich mitgeprägt und maßgeblich gestaltet. Als Vorsitzende des 1. Senats für Familiensachen des Oberlandesgerichts lagen ihren Fragen der Familien beruflich wie persönlich besonders am Herzen. Ihr Streben nach Gerechtigkeit, ohne dogmatisch zu werden, zeichnet sie in besonderer Weise aus.

Frau Michalik war zudem im Förderverein der Evangelischen Akademie Frankfurt engagiert und hat den Neustart im neugebauten Haus am Römerberg persönlich begleitet. Darüber hinaus wirkte sie in den Schlichtungsverfahren der EKHN mit und sang in ihrer Heimatgemeinde in Frankfurt-Eschersheim (Emmausgemeinde) im Chor.

Die Evangelische Akademie trauert um ihr früheres Konventsmitglied und spricht ihrer Familie, auch im Namen der Konvente und der amtierenden Vorsitzenden der Konvente, Pröpstin Annegret Puttkammer, ihr herzliches Beileid aus.

Dr. Thorsten Latzel
Direktor Evangelische Akademie Frankfurt

Evangelische Akademie Frankfurt
© Büro Schramm für Gestaltung

SIEBEN REVOLUTIONEN UND EIN FUSSBALLSPIEL

JOHANNISNACHT 2018

Wenn eine Reihe von Redner/innen nacheinander mit einem jeweils genau 6:40 Minuten langen Vortrag in der Akademie auftritt, dann heißt das Schlagwort „Pecha Kucha“ und der Anlass Johannisnacht.

Am 23. Juni 2018 lauschten auch in diesem Jahr zahlreiche Gäste gespannt den sieben Themen, die ihnen beim Sommerempfang der Akademie zum Oberthema „Revolution“ präsentiert wurden.

Für besondere Begeisterung sorgte der jüngste Redner Felix Finkbeiner, 20 Jahre. Seine Mission, mit der Initiative „Plant for the Planet“ Bäume gegen den CO2-Anstieg zu pflanzen, fand unter den Zuhörern großen Anklang.

Spannungsvolle Stimmung herrschte später am Abend während der Übertragung des WM-Spiels Deutschland gegen Schweden, bei dem die Fans der deutschen Mannschaft bis zuletzt zittern mussten. Ein bewegender Tagesausklang – und ein Anlass, schon einmal über das neue Halbjahresthema „Sportsgeist“ nachzudenken.

Evangelische Akademie Frankfurt
Felix Finkbeiner
Evangelische Akademie Frankfurt
Michael Okrob
Evangelische Akademie Frankfurt
The Main Thing
Evangelische Akademie Frankfurt
Ben Christian, Dominik Herold
Evangelische Akademie Frankfurt
Fußballkino im Panoramasaal
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Britta von Campenhausen

GROSSER UND KLEINER KONVENT 2018

Großer und Kleiner Konvent wählen
neue Mitglieder

Am Freitag, 23. März, fanden die Neuwahlen der beiden Konvente statt. Renate Ehlers, Prof. Dr. Otto Ernst Kempen, Dr. Rudolf Kriszeleit und Dr. Armin v. Ungern-Sternberg wurden aus dem Kleinen Konvent verabschiedet.

Frau Pröpstin Annegret Puttkammer sprach allen vieren im Namen des Großen Konvents den herzlichen Dank für ihre langjährige, engagierte und kompetente Mitarbeit, gerade in der Zeit von Fusion und Neubau der Akademie, aus.

Dank der Arbeit des Kleinen Konvents in den letzten Jahren konnten u.a. die Leitung und wichtige Stellen neu besetzt werden, ein neues CD eingeführt, der Haushalt konsolidiert, neue Formate entwickelt, der Neubau umgesetzt, der Förderverein gestärkt, der Akademievertrag neu verhandelt und eine Social-Media-Präsenz aufgebaut werden.

Für die viele damit verbundene Arbeit gilt den Ehrenamtlichen ein großer Dank!  

Als neue Mitglieder in den Kleinen Konvent wurden gewählt:

  • Birgit Arndt (Geschäftsführerin des Evangelisches Medienhaus, Frankfurt)
  • Dr. Claudia Blöser (Akademische Rätin, Goethe Universität Frankfurt)
  • Renate Knapp (Marketing-Kommunikationswirtin, stellv. Vorsitzende des Fördervereins)
  • Dr. Albrecht Reihlen (Leiter Strategisches Portfoliomanagement, Deutsche WertpapierService Bank AG, Frankfurt)

Stadtdekan Dr. Achim Knecht und Oberkirchenrat Jürgen Mattis wurden als bisherige Mitglieder im Kleinen Konvent bestätigt.

Neu in den Großen Konvent wurden gewählt:

  • Dr. Annette Ludwig (Direktorin, Gutenberg-Museum, Mainz)
  • Dr. Rebecca Müller (Referentin für Theologische Ausbildung, EKHN, Darmstadt)
  • Dr. Margnus Schlette (Leiter Arbeitsbereich Theologie & Naturwissenschaft, FEST, Heidelberg)
  • Dr. Klaus Schreiner (Leiter Kompetenzzentrum Frieden & Nothilfe, GIZ, Eschborn)
  • Prof. Dr. Nils Stieglitz (Präsident & Geschäftsführer, Frankfurt School of Finance & Management)
  • Wilhelm Düringer (Architekt, Gönnern)
  • Wendelin Meyer-Mölck (Business Coach, Frankfurt)
  • Dr. Britta von Campenhausen (Kunstberaterin, Kuratorin Kunstsammlung EZB, Frankfurt)

 

Herzlichen Glückwunsch an alle neu gewählten Mitglieder! Der Große Konvent und die Akademie gewinnen mit ihnen weitere besondere Kompetenzen und wertvolle Unterstützung bei der gemeinsamen Arbeit. Die große gesellschaftliche Breite und hohe fachliche Expertise der Konventsmitglieder spiegeln das Selbstverständnis und den Auftrag der Akademie.

Evangelische Akademie Frankfurt
Annegret Puttkammer, Dr. Armin v. Ungern-Sternberg, Dr. Rudolf Kriszeleit, Prof. Dr. Ernst Kempen, Renate Ehlers, Dr. Achim Knecht, Dr. Thorsten Latzel (v.l.n.r.)
Evangelische Akademie Frankfurt
Annegret Puttkammer, Birgit Arndt, Renate Knapp, Dr. Albrecht Reihlen, Dr. Claudia Blöser, Dr. Achim Knecht, Dr. Thorsten Latzel (v.l.n.r.)
Evangelische Akademie Frankfurt
Prof. Dr. Nils Stieglitz, Dr. Magnus Schlette, Dr. Annette Ludwig, Dr. Britta von Campenhausen, Dr. Rebecca Müller, Dr. Klaus Schreiner (v.l.n.r.)
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Albrecht Reihlen
Evangelische Akademie Frankfurt
Renate Knapp
Evangelische Akademie Frankfurt
Birgit Arndt
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Claudia Blöser
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Klaus Schreiner
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Annette Ludwig
Evangelische Akademie Frankfurt
Prof. Dr. Nils Stieglitz
Evangelische Akademie Frankfurt
Annegret Puttkammer, Vorsitzende des Kleinen Konvents
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Britta von Campenhausen
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Magnus Schlette
Evangelische Akademie Frankfurt
Dr. Rebecca Müller

EVANGELISCHE AKADEMIE ERHÄLT
MARTIN-ELSAESSER-PLAKETTE 2018

Neues Haus der Akademie am Römerberg mit
Preis des Bundes Deutscher Architekten (BDA)
ausgezeichnet

Der Bund Deutscher Architekten BDA im Land Hessen hat die Evangelische Akademie Frankfurt am Freitag, 16. März 2018, mit der Martin-Elsaesser-Plakette ausgezeichnet. Die Jury übergab den Preis im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt. Das umgebaute Haus der Akademie auf dem Römerberg ist einer von zehn Preisträgern in Hessen. Für den Bau verantwortlich zeigt sich das Architekturbüro Meixner – Schlüter – Wendt, Bauherr war der Evangelische Regionalverband Frankfurt am Main. Neben der Akademie erhielt auch der Neubau des Historischen Museums Frankfurt in unmittelbarer Nachbarschaft der Akademie eine Auszeichnung.

Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel bedankte sich für die Auszeichnung. „Wir freuen uns, dass der Neubau der Evangelischen Akademie auf so ein positives Echo stößt“, sagte Latzel. „Die Menschen verstehen die Akademie als einen öffentlichen Raum, an dem aus verschiedenen Perspektiven und zugleich protestantisch profiliert über zentrale Fragen unserer Zeit gesprochen wird. Und das spiegelt sich in der äußerst gelungenen Gestaltung des Hauses wider.“

Die Evangelische Akademie Frankfurt ist seit Juni 2017 nach zweijähriger Umbau-Zeit wieder am Römerberg. Dort finden etwa 100 eigene Veranstaltungen und 200 weitere Veranstaltungen von zivilgesellschaftlichen Partnern statt. Allein im ersten halben Jahr nach der Eröffnung kamen so über 10.000 Menschen in das neue Haus. Das Haus bietet mit seinen zwei Sälen und vier Seminarräumen Platz für bis zu 400 Personen. Zusammen mit dem gegenüberliegenden Historischen Museum ist so ein besonderer architektonischer Akzent am südlichen Teil des Römerberges entstanden.

Dem Preisgericht gehörten an:

  • Prof. Alexander Reichel, Architekt BDA, Kassel, Hochschule Darmstadt
  • Anne Rumetsch, Architektin BDA, Nürnberg
  • Rainer Schulze, Journalist (FAZ)
  • Prof. Wolfgang Schulze (Vorsitz), Architekt BDA, Kassel, Universität Kassel
  • Jörg Sturm, Architekt BDA, Dipperz/Rhön, Vorsitzender BDA Mittelhessen

Hintergrund:

Der BDA Frankfurt möchte gute, beispielhafte Architektur der Öffentlichkeit bekannt machen. Um die entsprechenden Bauten auszeichnen zu können, schreibt sie in einem fünfjährigen Zyklus den Wettbewerb „Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ aus. Die Auszeichnung richtet sich an Bauherren und Architekten; die prämierten Bauten erhalten die „Martin-Elsaesser-Plakette“. Zugelassen waren Bauten, die im Zeitraum von 2013 bis Januar 2018 fertig gestellt wurden und ihren Standort in den Städten Frankfurt am Main, Offenbach am Main oder in den Landkreisen Offenbach und Main-Kinzig haben.

Evangelische Akademie Frankfurt

KINDER UNI GÖTTINGEN MIT MIRKO DROTSCHMANN

Stipendiatinnen der Jungen Akademie Frankfurt organisieren Vorlesung für Kinder in Göttingen

Wann war die Bundestagswahl? Wer war der erste Bundeskanzler? Welche Partei ist dieses Jahr neu in den Bundestag eingezogen? Wofür steht eigentlich FDP? Für die Schüler der Kinder Uni in Göttingen kein Problem! Journalist und YouTuber Mirko Drotschmann alias Mr. Wissen 2Go und Prof. Dr. Thomas Mann vom Insitut für Öffentliches Recht, die die Vorlesung gemeinsam gehalten haben, waren beeindruckt von so viel Wissen:

"Wir hätten fast gar nicht weiterreden müssen", sagt Mirko Drotschmann. Dass sich Kinder und Jugendliche nicht für Politik interessieren, kann der logo!-Moderator so nicht bestätigen. "Auf meinem YouTube-Kanal wird unter den Videos auf hohem Niveau diskutiert", erzählt Drotschmann. In seinen Videos erklärt er Kindern beispielsweise, wer Wladimir Putin ist, wie man richtig wählt oder warum der Iran so häufig in den Nachrichten vorkommt. Drotschmann glaubt, dass die politische Teilhabe sich nur verlagert. "Junge Leute wollen heute nicht mehr unbedingt in Parteien eintreten, sondern eher an Demonstrationen teilnehmen oder sich über Petitionen engagieren", sagt er.

Allerdings sieht er zwar keine Erosion, aber auch kein Auffrischen in der Begeisterung für Politik. "Wir haben Anfang des Jahres einen kurzen Hype durch Martin Schulz erlebt, aber es war nicht wie bei Willy Brandt in den 1970ern", erzählt er weiter. Drotschmann denkt, dass sich Kinder und Jugendliche vor allem durch bestimmte Themen mitreißen lassen. "Viele haben sich für TTIP interessiert, allerdings war das auch eine Empörungswelle. Aber die hätte man nutzen können, das ist Potential da", sagt er. Die häufigste Frage, die ihm zum Thema Politik gestellt wird ist: Warum machen Politiker nicht mehr für uns Kinder? "Das ist ja auch nicht ganz von der Hand zu weisen", stimmt Drotschmann zu. "Jugendliche werden von der Politik nicht besonders ernst genommen."

Um junge Leute noch stärker für Politik zu begeistern, sieht er vor allem die Schulen in der Pflicht. "Die Lehrer müssen mit den Schülern mehr über aktuelle Themen diskutieren und ihnen den Praxisbezug politischer Entscheidungen zeigen." Aber auch Politiker seien in der Pflicht. "Sie sollten mehr in Schulen gehen", findet Drotschmann. Doch Kinder und Jugendliche düften sich auch nicht zurücklehnen: "Sie können sich aktiv beteiligen, indem sie zum Beispiel E-Mails an Politiker schreiben und sich in ihrem Ort oder Stadtteil engagieren."

Etwa 115 Schüler besuchten die Vorlesung der Kinder-Uni zum Thema "Wie wird man eigentlich Bundeskanzler(in)?" am 8. November 2017 in Göttingen. In der Vorlesung wurde den Kindern erklärt, wie eine Wahl in Deutschland abläuft. Als Beispiel durften die Kinder dann selbst ihre Kinderkanzlerin wählen. Zwei Vertreterinnen der fiktiven KEKS-Partei oder der JUPP-Partei standen zur Wahl. Die beiden Kandidatinnen traten in einem Wahlkampf gegeneinander an. Am Ende überzeugte die KEKS-Partei mit Wahlversprechen wie vier Monate Sommerferien, freier Eintritt in Freizeitparks und Smartphones für alle Schüler die Mehrheit. Organisiert haben das ganze Gesa Güttler und Katharina Knoche, zwei Stipendiatinnen, der Jungen Akademie Frankfurt. Die Vorlesung kam als Projekt des diesjährigen Mottos der Jungen Akademie "Do it yourself! - Demokratie" zustande.

Vielen Dank an die beiden Dozenten, alle Organisatoren und an alle Kinder, die sich so toll beteiligt haben!

Evangelische Akademie Frankfurt
Die Kinder Uni 2017
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Gesa Güttler, Katharina Knoche und Mirko Drotschmann
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Mirko Drotschmann alias MrWissen2Go
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Blick in den Hörsaal der Kinder Uni
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Katharina Knoche und Gesa Güttler
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Die Schüler der Kinder Uni
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Prof. Dr. Thomas Mann in der Vorlesung
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Mirko Drotschmann im Hörsaal

WENN DER KONFERENZSAAL ZUM POLITISCHEN KINO WIRD

Evangelische Akademie lädt in die "Anstalt" – Auftakt mit Politsatire-Macher Dr. Dieter Krauß

Popcorn-Geraschel, Kichern, das schnell zum lauten Lachen anschwillt: Auf der großen Leinwand überlegt sich ein Großunternehmer, wie er sich medial wirksam als Familienunternehmen verkaufen und so die Erbschaftssteuer abwenden kann. Die ZDF-Politsatire "Die Anstalt" hält auch in dieser Folge zahlreiche Pointen bereit – doch geschaut wird heute nicht vor dem heimischen Fernseher, sondern im großzügigen Panoramasaal der Evangelischen Akademie.

Gemeinsam in gemütlicher Atmosphäre "Die Anstalt" schauen und anschließend über das aktuelle Thema diskutieren: Das ist die Idee hinter des neuen Veranstaltungsformats in Frankfurt. Zum Auftakt hat sich knapp ein Dutzend Zuschauer – eingefleischte "Die Anstalt"-Fans ebenso wie absolute Neulinge – am Römerberg getroffen. "Wir hoffen natürlich, dass sich mit der Zeit rumspricht, wie gemütlich und lustig es bei uns ist", sagte Hanna-Lena Neuser, Studienleiterin für Europa und Jugend an der Evangelischen Akademie, zur Begrüßung.

Entstanden ist die Idee für das neue Format im Rahmen der Jungen Akademie, einem Stipendienprogramm der Evangelischen Akademie, das 30 junge, engagierte Menschen unter 30 Jahren zusammenbringt. "In einer Veranstaltung diskutierten wir mit Professor Bernd Gäbler", erklärt Neuser. "In einer Studie für die Otto-Brenner-Stiftung kam er zu dem Schluss, dass satirische Formate gerade junge Mediennutzer sehr gut erreichen – es aber oft an Angeboten fehlt, die politischen Themen zu vertiefen, sprich gemeinsam zu diskutieren."

Der gemeinsame "Anstalt"-Abend soll diese Lücke füllen. Ein besonderes Highlight ist dabei das Gespräch mit Redakteur Dr. Dieter Krauß, der die Sendung gemeinsam mit den Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner konzipiert. Zum Auftakt gab er in der Akademie unterhaltsame und informative Einblicke in das Entstehen der Sendung. "Wir haben den Ehrgeiz, in der Sendung immer neue Perspektiven aufzuzeigen", betonte er im Gespräch mit den Zuschauern. Der Bildungsauftrag gehöre neben der Unterhaltung dabei klassisch zum Kabarett. Aber: "Wir setzen in vielen Fällen weniger Vorwissen voraus, sodass wir niedrigschwelliger sind als das klassische Kabarett." So bestätige sich, dass im Publikum der "Anstalt" oft jüngere Menschen zu finden seien.

Dass der aktuell aufs Korn genommene Neoliberalismus aber nicht stellvertretend für alle Wirtschaftswissenschaften stehen könne, betonte in der anschließenden Diskussion Tim-Philipp Bruns aus dem Center for Business Ethics der Universität Frankfurt. Auf Einladung von Neuser ist er speziell für das Thema in den Panoramasaal gekommen – und hat die Diskussion dort um neue Standpunkte ergänzt. "Nicht alle Wirtschaftswissenschaftler stützen sich heute noch – wie in der Sendung ja überspitzt dargestellt – auf das Modell des Homo oeconomicus", erklärte Bruns. "Auch viele Nobelpreisträger haben daran gerüttelt." In einer kurzweiligen Diskussion beleuchtete die Runde die aktuelle Folge so aus unterschiedlichen Perspektiven – und schmunzelte über die ein oder andere Hintergrundgeschichte von Macher Dr. Dieter Krauß. Alle Geheimnisse über die "Anstalt" verliert er aber nicht: Immerhin soll es im Dezember ein Wiedersehen geben. Das Popcorn steht schon bereit.

Der nächste gemeinsame "Anstalt"-Abend findet am 6. Dezember statt. Pünktlich zur Prime Time (20.15 Uhr) lädt die Evangelische Akademie in ihre Räume auf dem Frankfurter Römerberg, Panoramasaal. Das Motto: gemeinsam "Die Anstalt" schauen, gemeinsam lachen und staunen, gemeinsam Popcorn essen, gemeinsam über das aktuelle Thema diskutieren. Dazu wird auch Redakteur Dr. Dieter Krauß wieder dabei sein.

Autorin: Jana Kötter


Über die Junge Akademie
Die Demokratie in Deutschland und Europa steht vor vielfältigen Herausforderungen. Wir werden diese nur bewältigen, wenn sich junge Menschen aktiv politisch einsetzen.
Aus diesem Grund ist 2017 die Junge Akademie Frankfurt unter dem Titel: "Do-it-yourself!-Demokratie" gestartet. 30 ausgewählte, junge Menschen werden in dem Stipendienprogramm ein Jahr lang darin unterstützt, sich für die Zukunft der Demokratie zu engagieren: durch Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen, durch Denkräume, um mit klugen Impulsgebern Ideen zu entwickeln und durch die Möglichkeit, gemeinsam eigene Projekte zu gestalten. Die Bewerbung für den zweiten Jahrgang läuft aktuell. Weitere Informationen unter www.junge-akademie-frankfurt.de.

Evangelische Akademie erstrahlt in neuem Glanz am Römerberg

Tagungshaus der Evangelischen Akademie Frankfurt feierlich eröffnet

Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit ist die Evangelische Akademie Frankfurt am Sonntag (20. August) offiziell wiederöffnet worden. Unmittelbar am Römer im Herzen der Stadt ist ein dreistöckiges Veranstaltungshaus mit einer spektakulären Glasfassade entstanden. Der architektonisch besondere Brücken-Bau bietet neben dem Großen Saal für bis zu 300 Personen sowie einem Panoramasaal mit faszinierenden Ausblicken über die gesamte Stadt mehrere Seminarräume sowie Büros für die Mitarbeitenden der Evangelischen Akademie. Er ist auch ein bewusst markanter Beitrag der evangelischen Kirche zur Neubebauung des historischen Zentrums von Frankfurt. Die Feierlichkeiten hatten am Sonntagmorgen mit einem Festgottesdienst in der Dreikönigskirche am Sachsenhäuser Mainufer begonnen. Danach zogen die Gäste mit einem Klangteppich aus Saxophontönen über den Eisernen Steg bis zum Haus der Akademie auf dem Römerberg.

Akademiedirektor Latzel: Protestantisches Forum sein

Die Akademie will in Zukunft nach Worten ihres Direktors Thorsten Latzel als „protestantisches Forum für Gegenwartsfragen die politischen, kulturellen und religiösen Debatten aus evangelischem Glauben mitgestalten und Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen einladen“. Gerade in „politisch unruhigen Zeiten“ könne die Akademie auch dazu beitragen „unsere demokratische, offene Gesellschaft zu stärken“, so Latzel.

Kirchenpräsident Jung: Diskussionskultur im Licht des Evangeliums fördern

Im Festgottesdienst zur Eröffnung hob der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung die bleibende Bedeutung der evangelischen Akademiearbeit hervor, die „Orte der überparteilichen Meinungsbildung“ eröffnen müsse. Gerade angesichts einer Gesellschaft, die zunehmend konsenssuchende Diskussionen scheue und Meinungen unvermittelt aufeinanderprallten lasse, sei es wichtig „Räume für den Diskurs“ zu schaffen. Heute würden zudem oft „Positionen mit einem Wahrheitsanspruch aufgeladen, der sich die eigene Wahrheit selbst konstruiert, wenn es sein muss - wie es mittlerweile heißt - auch gerne ‚gefakt“, so Jung. Dagegen stehe ein christlich begründetes Wahrheitsverständnis, das die Botschaft und die Kraft in den Mittelpunkt stelle, „das Leben in Licht der Liebe Gottes zu verstehen und zu leben“. Daraus folge, dass Wahrheit keine abstrakte Größe sei, sondern sich immer auf Menschen und das konkrete Leben beziehe. Eine Evangelische Akademie stehe für „eine „Diskurskultur im Licht des Evangeliums“. Dies sei „eine Gesprächskultur, „in der sich niemand über den anderen stellt“, so der Kirchenpräsident. Ein Gespräch sei nur möglich, wenn Menschen gemeinsam ihre Grenzen erkennen. Jung: „Eine evangelische Akademie steht für dieses Verständnis der Wahrheit. Sie wird sich darum mühen, in die kirchlichen und gesellschaftlichen Debatten diese Perspektive immer wieder einzutragen.“

Kultusminister Lorz: Vergangenheit und Zukunft verbinden

Bei der Eröffnungsfeier am Sonntag bezeichnete der Hessische Kultusminister Alexander Lorz in seinem Grußwort das neue Tagungshaus in Frankfurt mit seinem Standort am Römerberg als fest eingebunden in die Tradition der Stadt und des Landes. Er begrüßte zugleich, dass die Akademie sich „mit Themen und Fragestellungen von heute, mit den aktuellen Debatten, mit dem, was es heute anzupacken gilt“, beschäftigen wolle. Sie verstehe sich dabei als „Engagement der Kirche in die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft“. Für diese inhaltliche Ausrichtung dürften das Gemeinwesen und der säkulare Staat dankbar sein, erklärte der Minister.

Oberbürgermeister Feldmann: Akademie soll Brücken bauen

Nach Ansicht des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann hat die evangelische Kirche mit ihrer Akademie ein klares Zeichen „für ihr Engagement für eine offene, demokratische Gesellschaft“ gesetzt. Die Einrichtung sei zudem ein „Brückenbauer“, da sie Begegnung von Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, Religion oder Weltanschauung ermögliche. Feldmann erhoffe sich zudem, dass sie „eine demokratische Erinnerungskultur“ pflege und mit ihren Veranstaltungen beispielsweise an das humanistische Erbe oder die soziale Gerechtigkeit erinnere. Zudem solle sie „neue Beziehungen stiften“, und beispielsweise den Dialog von Christentum und Judentum fortsetze. Feldmann: „Wir brauchen diese Orte, an denen immer wieder neu Beziehungen geschmiedet werden. Damit unsere Gesellschaft so offen, menschenfreundlich und zivil bleibt.“

Weihbischof Löhr: Gespür für Menschen und Stadt behalten

Der Limburger Weihbischof Thomas Löhr würdigte die ökumenische Ausrichtung der Evangelischen Akademie und hoffte auf die Fortsetzung der Kooperation zwischen der evangelischen und katholischen Kirche. Zudem solle sie weiter ein gutes Gespür für die Belange der Stadt und der Menschen haben. Zugleich wünschte der der Einrichtung, dass sie „nie der Blick dafür verliert, wie verwundet unsere Welt ist und wie arm viele Menschen in ihr“.

Generalsekretärin Helmke: Denk- und Streiträume schaffen

Die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Julia Helmke, bezeichnete das neue Gebäude der Akademie als „fulminantes neues Zuhause“. Sie hob die Verbundenheit des Kirchentags mit der Akademiearbeit hervor, gerade im Blick auf den 3. Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt. Aufgabe sei es für beide beispielsweise, „Denk- und Streit-Räume zu schaffen für aktuelle und dauerhafte brennende Fragen und Themen“. Kirchentag und Akademie verstünden sich beide als „Teil der Gesellschaft, orientiert und verantwortet im evangelischen Glauben“. Dabei sei es notwendig, entsprechend zu arbeiten: „wach, lebendig, in Bewegung bleibend; um die eigenen Begrenzungen wissend und sie überschreitend“, so Helmke.

Früherer Uni-Vizepräsident Lutz-Bachmann: Frage nach Religion stellen

Für die Frankfurter Goethe-Universität übermittelte der frühere Uni-Vizepräsident Matthias Lutz-Bachmann Grüße und freute sich über die „rundherum erneuerte Akademie“. Sie sei ein „Gesprächsforum im Zentrum unserer Stadt und damit der gesamten Region“. Es sei für die Gesellschaft „von höchster Bedeutung, dass es Orte wie die kirchlichen Akademien gibt, die gleichsam im vor-politischen Raum das gleichwohl öffentliche Gespräch über die zentralen Fragen des Lebens der Menschen in dieser unserer Gesellschaft führen“. Zu diesen Fragen gehörten seiner Ansicht nach „auch und gerade die Fragen der Religion“.

F.A.Z.-Mitherausgeber D’Inka: Überraschend, offen, heiter bleiben

Der Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Werner D’Inka, ermutigte die Evangelische Akademie, weiter überraschend, offen und heiter zu bleiben. „Seien Sie deswegen das Salz in der Suppe, die Hefe im Teig, der Äppler im Gespritzten.“ Dazu brauche die Gesellschaft die Fähigkeit zum Zweifeln an vermeintlich ewigen Gewissheiten. Dies solle die Akademie weiter in überraschender Weise beitragen, wie sie es in ihrem Programm bereits tue.

Hintergrund Akademiegebäude

Baukosten

Die Kosten für den Neu- und Umbau belaufen sich auf 8.042.400 Euro. Davon trägt der Evangelische Regionalverband Frankfurt 3.929.400 Euro, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau 3.376.000 Euro, die Evangelische Kirchenstiftung 172.000 Euro und die Evangelische Akademie 565.000 Euro.

Zur Geschichte

Bis zum Jahr 2001 war im Gebäude Römerberg 9 die Theologische Zentralbibliothek des Evangelischen Regionalverbandes im Obergeschoss untergebracht. Die beiden unteren Geschosse wurden bis 2015 von der Evangelischen Sankt Paulsgemeinde genutzt. Nach Schließung der Bibliothek wurden die Räume im Jahr 2006 für eine Nutzung durch die Evangelische Stadtakademie des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt umgebaut. Der Umbau erfolgte durch Meixner Schlüter Wendt Architekten und kostete 710.000 Euro. Parallel entstanden erste Planungsüberlegungen zur Nutzung und zum Umbau des ganzen Gebäudes für die Akademie. 2009 wurde das Raumprogramm von einer Projektsteuerungsgruppe mit Vertretern des Evangelischen Regionalverbandes, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Stadtakademie entwickelt. 2010 einigten sich der Evangelische Regionalverband Frankfurt und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau auf den Standort Römerberg 9. Die Evangelische Stadtakademie Frankfurt und der Evangelischen Akademie Arnoldshain fusionierten. Baubeginn für die Evangelische Akademie war im Juli 2015.

Evangelische Akademie Frankfurt
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Pröpstin Gabriele Scherle und Stadtdekan Dr. Achim Knecht im Eröffnungsgottesdienst
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Straight or Swing Quartett im Eröffnungsgottesdienst
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Dr. Thorsten Latzel
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EKHN-Kirchenpräsident Volker Jung
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EKHN-Synodenpräses Dr. Ulrich Oelschläger, der hessische Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, Kirchenpräsident Dr. Dr. h.c. Volker Jung, Stadtdekan Dr. Achim Knecht und Pröpstin Gabriele Scherle (v.l.n.r.)
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Pröpstin Gabriele Scherle
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Das Petrol-Band um die Akademie wird zerschnitten
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Renate Knapp, stellv. Vorsitzende des Fördervereins im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, ehem. Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt sowie Weihbischof Dr. Thomas Löhr aus Limburg im Gespräch mit EKHN-Synodenpräses Dr. Ulrich Oelschläger (v.l.n.r.)
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Architekten Florian Schlüter u. Claudia Meixner
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Straight or Swing Quartett
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Das "Straight or Swing Quartett"
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Pröpstin Gabriele Scherle
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Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel
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Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz
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Oberbürgermeister Peter Feldmann
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Weihbischof Dr. Thomas Löhr, Limburg
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Prof. Dr. Julia Helmke, Generalsekretärin Deutscher Evangelischer Kirchentag
Evangelische Akademie Frankfurt
Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, ehem. Vizepräsident Uni Frankfurt
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Werner D'Inka, Mitherausgeber der FAZ
Evangelische Akademie Frankfurt
Renate Knapp, stellv. Vorsitzende des Fördervereins
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OB Peter Feldmann, Pröpstin Gabriele Scherle und Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel im Großen Saal
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EKHN-Synodenpräses Dr. Ulrich Oelschläger
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Julia Glotzbach vom "Straight or Swing Quartett" im Panoramasaal