Neuigkeiten

aus der Akademie

Bleiben Sie auf dem Laufenden! An dieser Stelle berichten wir von besonderen Ereignissen in unserem Akademieleben und stellen Ihnen den jeweiligen Film des Monats der Evangelischen Filmjury vor. Mehr aktuelle Berichte, Fotos und Videos finden Sie in unserer Mediathek und in den sozialen Medien.

Programmvorschau 2/2021

Alle Veranstaltungen von September bis Dezember

 30.7.2021  Das Programm der Evangelischen Akademie Frankfurt von September bis Dezember 2021 greift die Themen unserer Zeit auf und setzt sich diskursiv und kritisch damit auseinander. Es geht um Geschlechtervielfalt und Nationalkultur, um das Gesundheitssystem, die Digitalisierung und vieles mehr.

Ein Teil der Veranstaltungen kann voraussichtlich wieder mit Publikum vor Ort stattfinden. Andere Veranstaltungen finden weiterhin (auch) online statt. Die Vorschau auf das gesamte Programm liegt als Heft im Akademiefoyer aus und kann hier heruntergeladen werden.

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Fabian oder Der Gang vor die Hunde

Film des Monats Juli

 23.7.2021  Berlin Anfang der Dreißiger. Jakob Fabian, der von allen nur bei seinem Nachnamen genannt wird, kommt aus Dresden, aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, und führt in der Metropole das vorläufige, unstete Leben eines Bohemiens. Er wohnt möbliert und arbeitet in einer Werbeagentur – ein Job, auf den er wenig Ehrgeiz verwendet, er sieht sich als Schriftsteller. Nachts lässt er sich trinkend und kettenrauchend durch Clubs, Bordelle, Künstlerateliers treiben. In seinen Beziehungen dagegen ist Fabian keineswegs flatterhaft: Er hält zärtlich die Verbindung zu seiner Mutter, unterstützt seinen Studienfreund Labude, der aus einer reichen Familie kommt, politisch aber auf die Arbeiterklasse setzt, und wirft sich rückhaltlos in eine Romanze mit Cornelia, die davon träumt, Schauspielerin zu werden. Doch irgendwann beginnt Fabians Leben zu zerbröseln. Er wird arbeitslos, Cornelia verrät ihn an ihre Karriere, Labude verschwindet. Etwas ist faul in diesem Berlin; etwas scheint alle Verhältnisse, private wie geschäftliche, zu vergiften.

Dominik Grafs freie Adaption des Romanklassikers von Erich Kästner beginnt mit einer langen Fahrt durch eine moderne U-Bahnstation. Wenn die Kamera im Berlin der Weimarer Republik auftaucht, ist klar: Dies ist kein konventioneller Historienfilm. Graf mischt eine fast Nouvelle-Vague-hafte Leichtigkeit und Direktheit in den intimeren Momenten mit schwarzweißen Archivaufnahmen aus dem alten Berlin und expressiven Gruppenszenen. Während die Figuren ganz in ihrer Gegenwart leben, verfügt die Inszenierung über das Wissen der Nachgeborenen – da kann es schon mal sein, dass der Kamerablick die „Stolpersteine“ streift, die heute in vielen Städten an die Shoah erinnern. Die historischen Brüche, auch in der Ausstattung, unterstützen das Bild einer Gesellschaft im Übergang von der Demokratie zur Diktatur. Nazi-Funktionäre und SA-Trupps bewegen sich hier noch am Rand – aber es ist klar, dass das von Konkurrenzdruck und Hyperindividualismus geprägte Künstler- und Intellektuellenmilieu der Stadt ihnen nichts entgegenzusetzen hat. So bricht der Film mit dem Mythos der weltläufigen, glamourösen, vom Faschismus überrumpelten Metropole Berlin – und gewinnt eine unheimliche Aktualität.

Fabian oder Der Gang vor die Hunde
Deutschland 2021

Produzent: Felix von Boehm
Regie: Dominik Graf
Drehbuch: Dominik Graf, Constantin Lieb
Kamera: Hanno Lentz
Schnitt: Claudia Wolscht
Musik: Florian van Volxem, Sven Rossenbach
Darsteller: Tom Schilling, Saskia Rosendahl, Albrecht Schuch
Verleih: DCM, Schönhauser Allee 8, 10119 Berlin
FSK: ab 12
Kinostart: 05.08.2021
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„Lebensformen der Freiheit gestalten“

Roger Mielke wird neuer Akademiedirektor

 30.6.2021  Das Leitungsamt der Evangelischen Akademie Frankfurt ist neu besetzt. Neuer Akademiedirektor wird Pfarrer Dr. Roger Mielke, derzeit Militärdekan am Zentrum Innere Führung der Bundeswehr in Koblenz. Er tritt seinen neuen Posten am 1. Oktober 2021 an.

„Der Kleine Konvent der Evangelischen Akademie Frankfurt hat sich in einem sehr aufwendigen Bewerbungsverfahren für Pfarrer Dr. Roger Mielke als neuen Akademiedirektor entschieden“, sagt Sabine Bertram-Schäfer, Pröpstin für Nord-Nassau und Vorsitzende des Akademievorstands. Der Konvent erwarte seinen Dienstantritt mit großer Freude und wünsche ihm für seine neue Aufgabe Gottes Segen. „Dr. Mielke bringt ausgezeichnete Voraussetzungen mit, die wir in der Evangelischen Akademie in der Stadt Frankfurt brauchen“, so Bertram-Schäfer. „Mit dem Leitwort ‚Lebensformen der Freiheit erkunden und gestalten‘ bezieht er sich auf die Breite der Akademiearbeit, die er zusammen mit unseren profilierten Studienleiter/innen erkunden und gestalten möchte.“

Dr. theol. Roger Mielke, geboren am 17. Juni 1964 in Remscheid, trat seine aktuelle Stelle als Militärdekan 2018 an. Er ist außerdem Lehrbeauftragter an der Universität Koblenz-Landau und an der Universität der Bundeswehr München. Von 2012 bis 2018 war er als Oberkirchenrat im Kirchenamt der EKD in Hannover für die Arbeitsfelder Friedensethik, Politische Ethik und Fragen öffentlicher Verantwortung zuständig. Davor war er als Pfarrer am Mittelrhein in Neuwied und Bendorf tätig. Nach seinem Studium der Evangelischen Theologie in Wuppertal, Tübingen und Erlangen promovierte Mielke in Greifswald mit einer Arbeit zur Politischen Theologie. Er besitzt außerdem einen Abschluss in den Fächern Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie, absolvierte eine Ausbildung in Systemischer Beratung sowie eine sicherheitspolitische Ausbildung an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Roger Mielke ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

„Eine sich mehr und mehr polarisierende Gesellschaft ist auf die Ressourcen der christlichen Tradition und des gelebten christlichen Glaubens dringend angewiesen“, betont der designierte Akademiedirektor. Für die Akademie gehe es darum, diese Ressourcen in die gesellschaftlichen Debatten einzubringen. Das heiße einerseits, markant Position zu beziehen, andererseits aber auch, Verständigungsräume bereitzustellen. „Die Akademie hat ihren Ort in einem großartigen Haus inmitten der höchst lebendigen und diversen Stadt Frankfurt, in der die Spannungen und Ambiguitäten unserer Gegenwart abgebildet und ausgetragen werden müssen“, so Mielke.

Hanna-Lena Neuser, stellvertretende Direktorin und derzeit kommissarische Leiterin der Akademie, freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Kollegen: „Mit Dr. Roger Mielke kommt ein kluger und besonnener Mensch zu uns ins Team, der inhaltlich spannende neue Akzente setzen wird“, sagt sie. „Er bringt neue Netzwerke mit, durch die die Akademie thematisch noch vielfältiger wird. Wir können alle positiv gespannt sein!“

Dr. Roger Mielke wird die Evangelische Akademie Frankfurt als zweiter Akademiedirektor leiten. Sein Vorgänger Dr. Thorsten Latzel hatte das Haus im März 2021 nach achtjähriger Amtszeit verlassen. Für die Akademie, die die Nachfolgeinstitution der 2012 miteinander fusionierten Evangelischen Akademie Arnoldshain und Evangelischen Stadtakademie Frankfurt („Römer 9“) ist, fällt der Direktorenwechsel in ein Jubiläumsjahr: Am vergangenen Freitag, 25. Juni 2021, war das 75-jährige Bestehen der Einrichtung mit einem Empfang und einer Filmreihe über die Akademiegeschichte gefeiert worden.

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Vom Militärdekan zum Akademiedirektor: Dr. Roger Mielke (57) wechselt zum 1. Oktober 2021 nach Frankfurt

75 Jahre – 7.5 Filme

Jubiläum mit mehrteiliger Doku

 26.6.2021  75 Jahre evangelische Akademiearbeit in Hessen und Nassau: Die Akademie feiert ihr großes Jubiläum in diesem Sommer nicht mit einer Festschrift, sondern mit einem Dokumentarfilm in mehreren Teilen. 25 Personen, die der Akademie als Mitarbeitende, Gäste oder Beobachter/innen verbunden sind, berichten vor der Kamera von ihren Herzensthemen und Erlebnissen und stellen so das breite Spektrum des Akademielebens dar.

Inhalte der 7.5 Filme sind unter anderem das christlich-jüdische Gespräch am früheren Akademiestandort Arnoldshain sowie weitere dort entwickelte Formate wie die Arnoldshainer Filmgespräche und die Arnoldshainer Hospiztage. Es wird aber auch kritisch reflektiert, wie sich die Akademie von einem „Männerwerk“ in der Nachkriegszeit erst zu einer Institution entwickeln musste, die auch Frauen offenstand und sich insgesamt für Diversität und Vielfalt einzusetzen begann. Ebenfalls erzählt wird von der Evangelischen Stadtakademie „Römer 9“ in Frankfurt, die sich nach der Jahrtausendwende mit Kunstaktionen einen Namen machte und ebenfalls eine Vorgängerinstitution der heutigen fusionierten Akademie ist.

Zum ersten Mal gezeigt wurde die Doku in der Jubiläumsfeier und Johannisnacht am 25. Juni 2021. Ab sofort ist sie auch online zu sehen. Die einzelnen Filme im Überblick:

1. Akademie + Demokratie
2. Akademie + Dialog
3. Akademie + Kino
4. Akademie + Ethik
5. Akademie + Emanzipation
6. Akademie + Stadt
7. Akademie + Transformation
7.5 Akademie + Jugend

Evangelische Akademie Frankfurt
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Trauer um Wolfgang Metzler

Langjähriges Mitglied des Großen Konvents gestorben

„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ (Jesaja 43,1)

 12.4.2021  Die Evangelische Akademie Frankfurt trauert um Prof. Dr. Wolfgang Metzler. Der frühere Mathematik- und Musikprofessor der Goethe-Universität Frankfurt, der am 2. April 2021 im Alter von 79 Jahren starb, gehörte zu den überaus engagierten Persönlichkeiten in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Seit 1967 übte er zahlreiche, zum Teil kirchliche Ehrenämter aus: zunächst als Leiter des Kirchenchors der Evangelischen Kirchengemeinde Usingen (bis 2011), als Prädikant der EKHN (seit 1987) sowie als mehrjähriges Mitglied der Synode des Evangelischen Dekanats Hochtaunus und des Arbeitskreises Kirchenmusik.

Darüber hinaus war er für die Musische Gesellschaft tätig und seit ca. 1975 Mitglied im Vorstand der Hessischen Heimvolkshochschule Burg Fürsteneck, dem Austragungsort der Hessischen Schülerakademien. Von 2006 bis 2011 hatte der den Vorstandsvorsitz inne. 2002 erarbeitete Wolfgang Metzler das Konzept für die Hessische Schülerakademie, das seit 2004 umgesetzt wird, bis 2012 unter seiner Co-Leitung (Oberstufe). Im November 2018, nach fast 60-jähriger Verbundenheit mit der Burg Fürsteneck und über 40-jähriger Mitwirkung im Vorstand, blieb er persönliches Mitglied des Trägervereins.

Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Herbst 2006 war er weiter in Forschung und Lehre und als Prüfer an der Goethe-Universität Frankfurt aktiv.

„Wolfgang Metzler war ein Mann, der mit seinem musikalischen und theologischen Engagement wichtige Spuren hinterlassen hat“, betont Hanna-Lena Neuser, Stv. Direktorin der Evangelischen Akademie Frankfurt. Als Mitglied des neu konstituierten Großen Konvents der fusionierten Akademie setzte er sich unermüdlich für den Erhalt des Themenfelds „Musik“ und den Dialog von Naturwissenschaft und Theologie ein. Noch vor wenigen Wochen bekräftigte er seinen Wunsch, im November für die Wiederwahl in den Großen Konvent zu kandidieren.

In der Evangelischen Akademie Frankfurt und einer ihrer Vorgängerinstitutionen, der Evangelischen Akademie Arnoldshain, war Wolfgang Metzler ebenfalls eine einflussreiche und aktive Persönlichkeit. Seit den 1970er-Jahren engagierte er sich im Großen Konvent. Später gehörte er den Arbeitskreisen „Musik“ und „Theologie und Gemeinde“ an, zeitweise jeweils als Vorsitzender. Im Frühjahr 2015 fand die 40. und letzte Arnoldshainer Musik-Improvisationswerkstatt in Kooperation mit der Musischen Gesellschaft und dem Evangelischen Dekanat Hochtaunus im Martin-Niemöller-Haus statt. In Zusammenarbeit mit seiner Frau Ingrid Baumann-Metzler und Gabriele Stenger-Stein (eh. Dr. Hoch’s Konservatorium) entwickelte Wolfgang Metzler auf den Wochenendtagungen spielerische und konzentrierte Formen gemeinsamen Musizierens mit Stimme, Rhythmus- und anderen Instrumenten. Musik hören und Gespräche ergänzten die praktische Arbeit mit Anfänger:innen und Fortgeschrittenen in musikalischer Improvisation, Studierenden musikalischer Disziplinen und interessierten „Laien“.

Ihm selbst war die Orgel ein „ans Herz gewachsenes Instrument“. Gern hat er zusammen mit seiner Frau Ingrid und guten Freunden Abendkonzerte gegeben. Es machte ihm Freude, ganze Gottesdienste improvisatorisch auszugestalten und auf einzelne Instrumente abzustimmen. Ins Reisegepäck der Metzlers gehörten Mathematikbücher und Krimis, die die Eheleute nach Lanzarote und Südtirol begleiteten.

Die Evangelische Akademie Frankfurt trauert um ihr früheres Konventsmitglied Wolfgang Metzler und spricht seiner Familie, auch im Namen der Konvente und der Vorsitzenden der Konvente, Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer, ihr herzliches, tief empfundenes Beileid aus.

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„Vater der Schülerakademien“: Wolfgang Metzler (1941–2021)

Friede für Afrika

Neue Buchveröffentlichung kostenfrei erhältlich

 1.3.2021  Afrika ist ein Kontinent der Zukunft. Davon handelt der neue Band von Studienleiter Dr. Eberhard Pausch, in dem das Akademieprojekt „Friede für Afrika – nachhaltig und gerecht“ dokumentiert wird. Alle Texte des Buches gelten der Frage, wie es möglich ist, etwas zu einem gerechten und nachhaltigen Frieden für den Kontinent Afrika beizutragen – nicht aus der Position der bundesdeutschen Politik heraus, sondern aus der Sicht der evangelischen Kirche als Teil der deutschen Zivilgesellschaft und damit auch als Gesprächspartnerin der Politik. Damit wird eine Perspektive eingenommen, die sich verpflichtet, auf afrikanische Stimmen zu hören – und die Botschaft von Personen wie Ngũgĩ wa Thiong’o, Felwine Sarr und Boniface Mabanza Bambu ernst zu nehmen. Das Buch ist gedruckt erhältlich, kann beim Verlag aber auch kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.

Eberhard Martin Pausch: Kontinent der Zukunft. Friede für Afrika – nachhaltig und gerecht. Transcript Verlag, 152 Seiten, 25 Euro, ISBN 978-3-8376-5719-7

Evangelische Akademie Frankfurt

75 Jahre Veränderung

Akademie startet in außergewöhnliches Jubiläumsjahr

 1.2.2021  Das noch junge Jahr 2021 ist für die Evangelische Akademie Frankfurt mit einem Paukenschlag gestartet: Dr. Thorsten Latzel, langjähriger Akademiedirektor, wird das Haus am Frankfurter Römerberg verlassen, um am 20. März sein neues Amt als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland anzutreten. Auf den 50-jährigen Theologen, Pfarrer und Blogger warten herausfordernde Aufgaben: privat ein Umzug mit Frau und drei Kindern von Darmstadt nach Düsseldorf, beruflich die geistliche Leitung der zweitgrößten evangelischen Landeskirche – mit besonderem Blick auf die Ansprache junger Erwachsener aus der zukunftsrelevanten Gruppe der 20- bis 40-Jährigen.

Latzels achtjährige Zeit an der Evangelischen Akademie Frankfurt war von ähnlichen Herausforderungen und Meilensteinen geprägt. 2013 übernahm er die Leitung des Hauses nur ein Jahr nach der Fusionierung der früheren Evangelischen Akademie Arnoldshain und der Evangelischen Stadtakademie Römer9. In den nächsten Jahren erweiterte die Akademie unter ihrem neuen Frankfurter Namen ihr inhaltliches Profil um Arbeitskreise wie „Gender“ und „Wirtschaft“ und veränderte sich auch äußerlich: 2014 erhielt sie ein neues Logo und ein passendes zeitgemäßes Erscheinungsbild, 2017 wurde der Neubau des Akademiegebäudes mit der charakteristischen Glasfassade enthüllt. Weitere wichtige Neuerungen waren die Einrichtung der Jungen Akademie Frankfurt – ein jährliches Stipendienprogramm für junge Erwachsene, das aktuell zum fünften Mal in Folge stattfindet – sowie der Aufbau der „digitalen Akademie“ auf Youtube und in den sozialen Medien.

Die Evangelische Akademie Frankfurt hat in den Jahren unter Latzels Führung einen steilen Anstieg ihrer öffentlichen Wahrnehmung erlebt. Mit ihrer prominenten Lage in der Frankfurter Altstadt ist sie heute einer der zentralen Diskursorte, in dem sich – unter Nicht-Corona-Bedingungen – vielfältige Personen aus der Rhein-Main-Region und dem ganzen Bundesgebiet versammeln, um über Schlüsselfragen der Gesellschaft, politische Kontroversen, Religion, Kultur und wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskutieren: religiöse wie säkulare Bürger/innen, Personen aus Politik, Wissenschaft und Kultur, interessierte Laien, Akademiker/innen, Schüler/innen und Studierende. Die Akademie ist noch einmal verstärkt in der Corona-Zeit zu einem überregional wirksamen digitalen Bildungsort avanciert, der mit seinen Livestreams, Podcasts, Impulstexten und pädagogischen Medienangeboten viele Menschen im Netz erreicht.

Der Weggang von Dr. Thorsten Latzel bedeutet einen Einschnitt. Zugleich ist die Akademie für die Zukunft bestens aufgestellt. Bis ein neuer Direktor oder eine neue Direktorin gefunden ist, rückt Hanna-Lena Neuser als stellvertretende Direktorin an die Spitze der Akademie. „Wir haben ein tolles Team, das professionell und kreativ die Herausforderungen meistert, die in der nächsten Zeit anstehen“, sagt die 40-Jährige, die zugleich Studienleiterin im Themenfeld Europa & Jugend ist. „Die Corona-Pandemie haben wir dazu genutzt, abwechslungsreiche Formate zu erproben, etablierte Netzwerke weiter zu entfalten und Akademie-Arbeit an manchen Stellen noch einmal ganz neu zu erfinden.“ Die Akademie wird dank der hohen Kompetenz ihrer Studienleiter/innen und aller Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle ihr Veranstaltungsangebot wie gewohnt weiterführen – pandemiebedingt vorläufig weiter rein digital.

Es gehört zu den besonderen Stärken der Akademie, kreativ auf Veränderungen zu reagieren und Perspektiven über den Horizont zu eröffnen. Daran soll gerade im laufenden Jahr erinnert werden. Denn 2021 feiert die Akademie auch ihr 75-jähriges Jubiläum. Aus einer Laienbewegung heraus wurde 1946 im hessischen Echzell jene Einrichtung gegründet, die ab 1948 als „Evangelische Akademie in Hessen und Nassau“ geführt wurde. Gründungsdirektor war Hans Kallenbach, Mitbegründer Ernst zur Nieden. Zu den späteren Leitungspersönlichkeiten gehörten Martin Stöhr, Leonore Siegele-Wenschkewitz und Hermann Düringer – und in der fusionierten Stadtakademie Römer9 Ute Knie. In der Johannisnacht, dem traditionellen Sommerempfang der Akademie, wird dieses Jahr am 25. Juni die bewegte Akademiegeschichte in ungewöhnlicher, kreativer Weise zum Leben erweckt.

Wichtige Termine 2021:

  • 13. März: Verabschiedung von Dr. Thorsten Latzel
  • 25. Juni: Johannisnacht mit Jubiläumsfeier
  • Herbst: Amtsantritt des neuen Direktors oder der neuen Direktorin

Neues Amt für Thorsten Latzel

Akademiedirektor wird Präses im Rheinland

 14.1.2021  Dr. Thorsten Latzel, Pfarrer und Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, wird Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Die Landessynode, das oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche, wählte ihn mit 113 von 190 abgegebenen Stimmen zum Nachfolger von Präses Manfred Rekowski, der im März in den Ruhestand geht. Latzel nahm die Wahl an und bedankte sich für das Vertrauen der Delegierten. Der Präses vertritt die rheinische Landeskirche in der Öffentlichkeit und steht der Landessynode und Kirchenleitung vor.

Mehr Informationen zur Präseswahl und zu den damit verbundenen Veränderungen für die Evangelische Akademie Frankfurt veröffentlichen wir in Kürze.

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Wechsel ins Rheinland: Dr. Thorsten Latzel (50) tritt sein neues Amt am 20. März 2021 an

Integrationspreis für Junge Akademie

5.000 Euro Preisgeld

Evangelische Akademie Frankfurt
Von vorne links nach rechts: Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler (CDU), Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel, stv. Akademiedirektorin Hanna-Lena Neuser, dahinter: Projektassistentin Frauke Schneider sowie Stipendiat/innen der Jungen Akademie Frankfurt aus dem Jahrgang 2020: Jonathan Günther (Frankfurt), Emre Bilgrin (Mainz), Janka Visky (Frankfurt), Samantha Deutesfeld (Mainz) und Luca Neuperti (Frankfurt)

 8.12.2020  Die Junge Akademie Frankfurt ist eine von vier Gewinnerinnen des Integrationspreises der Stadt Frankfurt. Das einjährige Stipendienprogramm bietet jedes Jahr 30 jungen Menschen unter 30 Jahren Raum, um eigene demokratische Projekt umzusetzen. Es setzt sich seit 2016 für ein besseres Zusammenleben ein und baut Brücken in einer offenen, demokratischen Gesellschaft.

Am 8. Dezember 2020 verlieh Integrationsdezernentin Sylvia Weber sowohl den Integrationspreis als auch den ersten Anti-Rassismus-Preis. Die Ehrung fand aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen in einem kleinen, feierlichen Rahmen im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler hielt eine wertschätzende Laudatio auf die Junge Akademie. Die Verleihung wurde als Film aufgezeichnet und ist zu sehen unter www.amka.de. Nähere Informationen zur Jungen Akademie finden Sie unter www.junge-akademie-frankfurt.de.

Integrationsdezernentin Sylvia Weber: „Wir hatten in diesem Jahr so viele Einsendungen mit Vorschlägen wie nie zuvor. Das zeigt: Die Zivilgesellschaft lebt und sie wird gebraucht. Das Engagement der Vereine und Initiativen ist aktuell so wichtig wie nie.“ Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel sieht in dem Preis eine hohe Wertschätzung der Arbeit der Stipendiat/innen: „Unter unseren Teilnehmenden ist eine junge Architekturstudentin, die aus Afghanistan zugewandert ist, ein Mathematiker, eine Winzerin, ein syrischer Politikstudent, der sich gegen Antisemitismus engagiert. Was sie alle eint, ist ihr Engagement, ihre soziale Einstellung – und dass es einfach tolle Menschen sind. Wir fördern hier demokratische Verantwortungsträger der Zukunft, von denen wir selbst viel lernen. Es gibt wenige Dinge, die so tief glücklich machen, wie die Junge Akademie Frankfurt.“ 

Die weiteren Preisträger sind die Bildungsstätte Anne Frank, die Huayin Chinesische Sprachenschule und der Verein Infrau. Die Initiative Frankfurt Postkolonial wurde mit dem Anti-Rassismus-Preis gewürdigt. Alle Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 5.000 Euro.

Kleiner und Großer Konvent

Sabine Bertram-Schäfer übernimmt Vorsitz

 3.12.2020  Sabine Bertram-Schäfer, Dekanin und designierte Pröpstin für Nord-Nassau ab dem 1. Januar 2021, ist zur neuen Vorsitzenden des Großen und Kleinen Konvents der Akademie gewählt worden. Der Kleine Konvent ist der Vorstand des Akademievereins, der Große Konvent die Mitgliederversammlung. Bertram-Schäfer löst ihre Amtsvorgängerin Annegret Puttkammer ab, die zum Jahresende als Direktorin zum Neukirchener Erziehungsverein gewechselt ist. Oberkirchenrat Jürgen Mattis scheidet ebenfalls aus beiden Konventen aus und tritt seinen Ruhestand an. Die drei Vorstandsmitglieder Birgit Arndt, Oberkirchenrat Jens Böhm und Dr. Achim Knecht wurden für eine weitere Amtszeit im Kleinen Konvent wiedergewählt.

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Sabine Bertram-Schäfer, neue Pröpstin für Nord-Nassau und Vorsitzende der Akademiekonvente

„Protestantismus heißt Wagemut“

Thorsten Latzel kandidiert für Amt des Kirchenpräses im Rheinland

 30.11.2020  Dr. Thorsten Latzel, Pfarrer und Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, ist einer von drei Kandidat/innen, die für das Amt des Präses in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) vorgeschlagen wurden. Er bewirbt sich um die Nachfolge von Präses Manfred Rekowski, der Anfang 2021 in den Ruhestand geht.

Am vergangenen Samstag hat Latzel sich mit einem halbstündigen Gottesdienst öffentlich vorgestellt. Der geistliche Impuls zum Advent, der in der Gustav-Adolf-Kirche in Düsseldorf-Gerresheim aufgezeichnet wurde, ist als Video auf Youtube abrufbar. In seiner Predigt spricht Latzel über die Bedeutung der Adventsbotschaft „Fürchte dich nicht!“ und über den protestantischen „Mut, mutig zu sein“.

In einem zweiten Video wird Latzel von der Journalistin Marija C. Bakker zu seiner Kandidatur befragt. Das Gespräch bietet die Möglichkeit, sich eine Vorstellung von Latzels Profil zu machen. Latzel äußert sich zu aktuellen Themen in Kirche und Gesellschaft aus evangelischer Perspektive und skizziert kirchenpolitische Maßnahmen – etwa zur Herausforderung der Landeskirche, die Lebensrealität von 20- bis 40-jährigen Kirchenmitgliedern abzubilden.

Die Evangelische Akademie Frankfurt unterstützt ihren Direktor bei seiner Bewerbung und erwartet gespannt die Entscheidung der EKiR, die am 14. Januar 2021 auf der digital stattfindenden Synode getroffen wird. Die Amtseinführung des oder der neuen Präses in der EKiR ist für den 20. März 2021 geplant.

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Trauer um Christine Noschka

Frühere Kirchendezernentin gestorben

 17.11.2020  Die Evangelische Akademie Frankfurt trauert um Oberkirchenrätin i. R. Christine Noschka. Sie starb im Alter von 66 Jahren bereits am 12. November 2020, wie ihre Familie heute mitteilte. „Christine Noschka hat sich außerordentlich um die Förderung der Bildungsarbeit in der EKHN verdient gemacht“, so Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel. „Die Akademie dankt ihr eine starke Unterstützung gerade in den anspruchsvollen Jahren der Fusion und des Umbaus. Sie hat aufseiten der Landeskirche wesentlich dazu beigetragen, dass diese Neuaufstellung so gut gelungen ist.“

Noschka, geboren 1954 in Nordhorn, war nach ihrem Theologie- und Psychologiestudium in Marburg und Bonn an verschiedenen Orten im Rhein-Main-Gebiet als Pfarrerin tätig. Von 2001 bis 2006 leitete sie das damals neu eingerichtete Zentrum Verkündigung der EKHN in Frankfurt, danach war sie von 2007 bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand 2018 Dezernentin für Kirchliche Dienste in der EKHN. Sie setzte sich für Reformprozesse in der Kirche ein, etwa zum Thema Transsexualität. 2017/2018 initiierte sie im Rahmen des Reformationsjubliäums gemeinsam mit dem Bachchor Mainz und der Evangelischen Akademie Frankfurt das besondere musikalische Projekt „Im Spiegel der Angst“.

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Theologin mit Weitblick: Christine Noschka (1954–2020)

Bereits 8.800 Euro für die Junge Akademie

Hälfte des Spendenziels fast erreicht

 7.9.2020  Die Akademie bedankt sich herzlich bei allen Personen, die sich über den Sommer an der Spendenaktion für die Junge Akademie Frankfurt beteiligt haben. Seit dem Aufruf Anfang Juli sind bisher 8.800 Euro eingegangen. Teilbeträge davon wurden im Rahmen einer besonderen Aktion von der Frankfurter Sparkasse verdoppelt.

Die Eigenkosten der Akademie für das Stipendienprogramm Junge Akademie belaufen sich jährlich auf rund 20.000 Euro. Der aktuelle Spendenaufruf war nötig geworden, weil die Akademie in diesem Jahr Ausfälle in Höhe von rund 250.000 Euro hat – durch das Kürzen von Zuschüssen und den Ausfall des Vermietungsgeschäfts im Zuge der Corona-Pandemie. Jede einzelne finanzielle Zuwendung trägt dazu bei, die Junge Akademie auch 2021 wieder durchführen zu können.

Bitte spenden Sie, wenn es Ihnen möglich ist, mithilfe des Spendenformulars auf betterplace.org.

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Etappenerfolg: Der Spendenbalken wächst seit Wochen.

„Sofa-Akademie“ auf Spotify & Co.

Erster Akademie-Podcast startet

 2.9.2020  Die Akademie hat ab sofort einen eigenen Podcast. Er bietet die Möglichkeit, zahlreiche Veranstaltungen aus den vergangenen Wochen noch einmal in voller Länge anzuhören (zum Beispiel zu Hause beim Kochen) und mit einer Podcast-App auf dem Smartphone überall mit hinzunehmen (zum Beispiel auf den Weg zur Arbeit).

Die Länge der Folgen variiert zwischen etwa 45 und 90 Minuten. In jeder Folge sprechen Personen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur über Themen unserer Zeit, aktuell etwa Sterbehilfe, Wirtschaftskriminalität, soziale Spaltung oder Profifußball nach Corona. Neue Folgen werden regelmäßig ergänzt.

Der Podcast „Sofa-Akademie“ kann bei allen gängigen Dienstanbietern kostenfrei heruntergeladen und abonniert werden:

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Die Peercoaches gewinnen!

Auszeichnung im Wettbewerb Demokratisch Handeln

 18.6.2020  Im Qualifizierungsprogramm „Peercoach for Empowerment“ kamen im vergangenen Jahr junge Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund zusammen, um Gesellschaft und Bildung selbst mitzugestalten. Von Mai bis Oktober 2019 entwickelten sie in fünf Modulen eine eigene Bildungsveranstaltung für ein diverses, gleichaltriges Publikum. Auf dem Weg setzten sie sich mit Demokratie und Teilhabe auseinander, entdeckten eigene Stärken und Ressourcen und lernten voneinander. Am Ende entstand das vielfältige Programm für einen „Jugend-Empowerment-Tag“ mit vier verschiedenen Workshops, die von den Jugendlichen zum Teil selbst durchgeführt wurden. Es ging um Self-Expression, Freiheitserlebnisse, bewusste Ernährung und Demokratie-Dating – das, was die „Peercoaches“ persönlich bewegte.

Jetzt wurde die Arbeit der Projektgruppe und des dahinterstehenden Teams geehrt! Für den Wettbewerb Demokratisch Handeln waren bundesweit 330 Beiträge aus Schulen, Kitas und außerschulischen Einrichtungen eingereicht worden. Eine 40-köpfige Jury wählte Projekte in verschiedenen Kategorien aus. Die Peercoaches aus Frankfurt sind Preisträger/innen in der Kategorie Zusammenleben und Inklusion. Ihr Preis ist die Teilnahme an einer digitalen Lernstatt, bei der sie Webinare besuchen und sich mit anderen Preisträger/innen vernetzen können.

„Peercoach for Empowerment“ wurde von der Evangelischen Akademie Frankfurt in Kooperation mit dem hessischen Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, der Bildungsstätte Anne Frank und dem hessischen Kultusministerium angeboten. Wir gratulieren unseren Peercoaches und freuen uns sehr über ihren Erfolg!

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Feierlaune: Die jugendlichen Teilnehmer der Projektgruppe wurden im Rahmen einer digitalen Preisverleihung geehrt
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„Peercoach for Empowerment“: Diesem Projekt hat die Jury ihre besondere Anerkennung ausgeprochen

Datenschutz ist wichtig!

Onlineveranstaltungen der Akademie erfüllen die DSGVO

 23.4.2020  Seit Beginn der Corona-Pandemie führt die Evangelische Akademie Frankfurt zahlreiche Veranstaltungen online durch. Die meisten davon finden als Videokonferenz bei Zoom statt, einem US-amerikanischen Dienstanbieter.

Zoom hat den Vorteil, dass es leicht bedienbar ist und auch dann noch leistungsfähig bleibt, wenn viele Personen gleichzeitig zugeschaltet sind. Der digitale Kommunikationsraum wirft aber die Frage auf, wie hier mit sensiblen Gesprächsinhalten und persönlichen Daten umgegangen wird. Zoom und ähnliche Unternehmen standen zuletzt häufig in der öffentlichen Kritik, weil sie die Privatsphäre der Nutzer nicht ausreichend schützten.

Die Akademie hat sich deshalb dafür entschieden, einen sicheren Weg zu gehen. Wir kooperieren mit Connect4Video, einer deutschen Firma aus Rüsselsheim. Deren Datenschutzmanagement erfüllt sowohl die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) als auch diejenigen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und des EKD-Datenschutzgesetzes.

Connect4Video macht es möglich, die beliebte Infrastruktur von Zoom zu nutzen, dabei aber sämtliche Medienströme – Bildschirminhalte, Video- und Toneinspielungen sowie Chatmitteilungen – auf Servern in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zu hosten. Was die Gesprächsteilnehmenden kommentieren, fragen oder kritisieren, wird nach hiesigen Standards verarbeitet und nicht in die USA weitergeleitet.

Zugleich ist es auch bei diesem sicheren Verfahren technisch unvermeidlich, dass die Zoom-Infrastruktur, die zur Durchführung der Meetings genutzt wird, Metadaten der Nutzer speichert. Dies betrifft etwa die IP-Adressen der zugeschalteten Personen, die Dauer des Zugriffs auf das Meeting sowie ähnliche übergeordnete Informationen. Allerdings: Solche allgemeinen Daten werden von praktisch allen Internetseiten und Onlinediensten erhoben und lassen keinen direkten Einblick in die Gedankenwelt der Nutzer – beispielsweise ihre politischen oder religiösen Ansichten – zu.

(Zoom hat zudem die Weitergabe von Metadaten an Facebook gestoppt, über die im Frühjahr 2020 berichtet worden war. Nutzern der iOS-App wird empfohlen, die neueste Version zu installieren.)

Die Akademie setzt sich insbesondere in digitalen Corona-Zeiten für den Datenschutz ein und möchte Teilnehmende ihrer Onlineveranstaltungen bestmöglich schützen. Wer an unseren Themen interessiert ist, sich aber generell nicht auf Zoom betätigen möchte, hat alternativ die Möglichkeit, Zoom-Debatten als Livestream oder Video auf Youtube anzuschauen.

Wenn Sie hierzu Fragen haben, können Sie uns eine E-Mail schicken an office@evangelische-akademie.de.

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Neue Projektleiterin

für Prävention & politische Bildung

 5.4.2020  Die Evangelische Akademie Frankfurt freut sich, eine neue Koordinatorin des Projekts „Alles Glaubenssache? Prävention und politische Bildung in einer Gesellschaft der Diversität“ in ihrem Team begrüßen zu können: Die Bildungsarbeiterin Annette Lorenz tritt ihr Amt in den ersten Apriltagen 2020 an.

Lorenz studierte an der Fachhochschule Frankfurt Soziale Arbeit. Sie fasst zunächst in der Kinder- und Jugendhilfe mit dem Schwerpunkt Migrationspädagogik Fuß. Danach arbeitete sie in der außerschulischen politischen Bildungsarbeit zu den Themen religiöse Vielfalt, Rassismus und Antisemitismus, zuletzt in der Bildungsstätte Anne Frank. Ihre Praxiserfahrungen ergänzte sie durch das Masterstudium „Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit“ an der PH Karlsruhe.

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„Du sollst nicht horten“

10 Gebote für die Corona-Zeit

 15.3.2020 

1. Du sollst deine Mitmenschen lieben, komm ihnen aber gerade deswegen nicht zu nahe. Übe dich in „liebevoller Distanz“. Auf deine Gesundheit und die deiner Mitmenschen zu achten ist immer wichtig. Jetzt kann es lebenswichtig werden.

2. Du sollst nicht horten – weder Klopapier noch Nudeln und schon gar keine Desinfektionsmittel oder gar Schutzkleidung. Die werden in Kliniken gebraucht, nicht im Gästeklo zu Hause.

3. Die Pandemie sollte das Beste aus dem machen, was in dir steckt. Keinen Corona-Wolf und kein Covid-Monster, sondern einen engagierten, solidarischen Mitmenschen.

4. Du solltest ruhig auf manches verzichten. Quarantäne-Zeiten sind Fastenzeiten. Dafür gewinnst du andere Freiheit hinzu. Das passt sehr gut in die Zeit vor Ostern.

5. Du sollst keine Panik verbreiten. Panik ist nie ein guter Ratgeber, zu keiner Zeit. Gesunder Menschenverstand und Humor dagegen schon. Deshalb hör auf Fachleute, beruhige andere und schmunzele über dich selbst. Da macht man erst mal nichts falsch, und es trägt sehr zur seelischen Gesundheit bei.

6. Du solltest von „den Alten“ lernen. In früheren Zeiten von Seuchen und Pestilenz, als es noch keine so gute Medizin wie heute gab, halfen Menschen vor allem ein gesundes Gottvertrauen und die tätige Fürsorge füreinander. Das ist auch heute sicher hilfreich.

7. Du solltest vor allem die Menschen trösten und stärken, die krank werden, leiden oder sterben. Und auch die, die um sie trauern. Sei der Mensch für andere, den du selbst gern um dich hättest.

8. Du solltest anderen beistehen, die deine Hilfe brauchen: Einsamen, Ängstlichen, Angeschlagenen. Oder Menschen, die jetzt beruflich unter Druck geraten. Das hilft nicht nur ihnen, sondern macht dich auch selbst frei.

9. Du solltest frei, kreativ und aktiv mit der Pandemie umgehen. Dazu sind wir von Gott berufen. Du wirst am Ende vielleicht überrascht sein, was sie Positives aus dir und anderen herausholt.

10. Du solltest keine Angst vor Stille und Ruhe haben. Wenn die Quarantäne zu mehr Zeit zum Umdenken, zum Lesen und für die Familie führt, wäre das ein guter „sekundärer Krankheitsgewinn“.

Verfasser: Dr. Thorsten Latzel

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