Neuigkeiten

aus der Akademie

Bleiben Sie auf dem Laufenden! An dieser Stelle berichten wir von besonderen Ereignissen in unserem Akademieleben und stellen Ihnen den jeweiligen Film des Monats der Evangelischen Filmjury vor. Mehr aktuelle Berichte, Fotos und Videos finden Sie in unserer Mediathek und in den sozialen Medien.

Neues Amt für Thorsten Latzel

Akademiedirektor wird Präses im Rheinland

 14.1.2021  Dr. Thorsten Latzel, Pfarrer und Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, wird Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Die Landessynode, das oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche, wählte ihn mit 113 von 190 abgegebenen Stimmen zum Nachfolger von Präses Manfred Rekowski, der im März in den Ruhestand geht. Latzel nahm die Wahl an und bedankte sich für das Vertrauen der Delegierten. Der Präses vertritt die rheinische Landeskirche in der Öffentlichkeit und steht der Landessynode und Kirchenleitung vor.

Mehr Informationen zur Präseswahl und zu den damit verbundenen Veränderungen für die Evangelische Akademie Frankfurt veröffentlichen wir in Kürze.

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Wechsel ins Rheinland: Dr. Thorsten Latzel (50) tritt sein neues Amt am 20. März 2021 an

Kleiner und Großer Konvent

Sabine Bertram-Schäfer übernimmt Vorsitz

 3.12.2020  Sabine Bertram-Schäfer, Dekanin und designierte Pröpstin für Nord-Nassau ab dem 1. Januar 2021, ist zur neuen Vorsitzenden des Großen und Kleinen Konvents der Akademie gewählt worden. Der Kleine Konvent ist der Vorstand des Akademievereins, der Große Konvent die Mitgliederversammlung. Bertram-Schäfer löst ihre Amtsvorgängerin Annegret Puttkammer ab, die zum Jahresende als Direktorin zum Neukirchener Erziehungsverein gewechselt ist. Oberkirchenrat Jürgen Mattis scheidet ebenfalls aus beiden Konventen aus und tritt seinen Ruhestand an. Die drei Vorstandsmitglieder Birgit Arndt, Oberkirchenrat Jens Böhm und Dr. Achim Knecht wurden für eine weitere Amtszeit im Kleinen Konvent wiedergewählt.

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Sabine Bertram-Schäfer, neue Pröpstin für Nord-Nassau und Vorsitzende der Akademiekonvente

„Protestantismus heißt Wagemut“

Thorsten Latzel kandidiert für Amt des Kirchenpräses im Rheinland

 30.11.2020  Dr. Thorsten Latzel, Pfarrer und Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, ist einer von drei Kandidat/innen, die für das Amt des Präses in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) vorgeschlagen wurden. Er bewirbt sich um die Nachfolge von Präses Manfred Rekowski, der Anfang 2021 in den Ruhestand geht.

Am vergangenen Samstag hat Latzel sich mit einem halbstündigen Gottesdienst öffentlich vorgestellt. Der geistliche Impuls zum Advent, der in der Gustav-Adolf-Kirche in Düsseldorf-Gerresheim aufgezeichnet wurde, ist als Video auf Youtube abrufbar. In seiner Predigt spricht Latzel über die Bedeutung der Adventsbotschaft „Fürchte dich nicht!“ und über den protestantischen „Mut, mutig zu sein“.

In einem zweiten Video wird Latzel von der Journalistin Marija C. Bakker zu seiner Kandidatur befragt. Das Gespräch bietet die Möglichkeit, sich eine Vorstellung von Latzels Profil zu machen. Latzel äußert sich zu aktuellen Themen in Kirche und Gesellschaft aus evangelischer Perspektive und skizziert kirchenpolitische Maßnahmen – etwa zur Herausforderung der Landeskirche, die Lebensrealität von 20- bis 40-jährigen Kirchenmitgliedern abzubilden.

Die Evangelische Akademie Frankfurt unterstützt ihren Direktor bei seiner Bewerbung und erwartet gespannt die Entscheidung der EKiR, die am 14. Januar 2021 auf der digital stattfindenden Synode getroffen wird. Die Amtseinführung des oder der neuen Präses in der EKiR ist für den 20. März 2021 geplant.

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Trauer um Christine Noschka

Frühere Kirchendezernentin gestorben

 17.11.2020  Die Evangelische Akademie Frankfurt trauert um Oberkirchenrätin i. R. Christine Noschka. Sie starb im Alter von 66 Jahren bereits am 12. November 2020, wie ihre Familie heute mitteilte. „Christine Noschka hat sich außerordentlich um die Förderung der Bildungsarbeit in der EKHN verdient gemacht“, so Akademiedirektor Dr. Thorsten Latzel. „Die Akademie dankt ihr eine starke Unterstützung gerade in den anspruchsvollen Jahren der Fusion und des Umbaus. Sie hat aufseiten der Landeskirche wesentlich dazu beigetragen, dass diese Neuaufstellung so gut gelungen ist.“

Noschka, geboren 1954 in Nordhorn, war nach ihrem Theologie- und Psychologiestudium in Marburg und Bonn an verschiedenen Orten im Rhein-Main-Gebiet als Pfarrerin tätig. Von 2001 bis 2006 leitete sie das damals neu eingerichtete Zentrum Verkündigung der EKHN in Frankfurt, danach war sie von 2007 bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand 2018 Dezernentin für Kirchliche Dienste in der EKHN. Sie setzte sich für Reformprozesse in der Kirche ein, etwa zum Thema Transsexualität. 2017/2018 initiierte sie im Rahmen des Reformationsjubliäums gemeinsam mit dem Bachchor Mainz und der Evangelischen Akademie Frankfurt das besondere musikalische Projekt „Im Spiegel der Angst“.

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Theologin mit Weitblick: Christine Noschka (1954–2020)

Niemals Selten Manchmal Immer

Film des Monats Oktober

 1.10.2020  Schwanger. Das hätte nicht passieren dürfen, nicht in dieser provinziellen Stadt in Pennsylvania, nicht mit 17. Autumn hat keine feste Beziehung; der Junge, mit dem sie eine Affäre hatte, beschimpft sie bei einem Talentwettbewerb als slut, Schlampe. Sie lebt noch zu Hause, in bedrückenden Familienverhältnissen, der Job an der Supermarktkasse bietet keine Sicherheit. Autumn weiß genau, dass ein Baby jetzt kein Glück für sie wäre; sie will einen Abbruch. In der lokalen Klinik aber wird sie nicht nur unter Druck gesetzt, sondern über den Stand ihrer Schwangerschaft belogen. Und in ihrem Bundesstaat braucht sie für eine Abtreibung die Einwilligung der Eltern.
Heimlich, begleitet von ihrer einfühlsamen Cousine, mit unterschlagenem Geld, das gerade für die Busfahrt reicht, reist sie nach New York. In der Metropole gibt
es für ungewollt Schwangere, auch Minderjährige wie Autumn, Anlaufstellen. Aber als klar wird, dass sie nicht in der zehnten, sondern bereits in der achtzehnten Woche ist, kompliziert sich ihre Lage.
Niemals Selten Manchmal Immer, für den die amerikanische Independent-Regisseurin Eliza Hittman auf der Berlinale einen Silbernen Bären bekommen hat, behandelt in extremer Verdichtung und mit größter Umsicht ein Thema, das auch nach mehr als hundertjährigem Kampf um Geburtenkontrolle ein Minengelände ist. Nicht nur in den USA, wo konservative Staaten drohen, das im Grundsatz liberale Abtreibungsrecht auszuhebeln, sondern auch in Deutschland und auch in Teilen des protestantischen Spektrums, wo der Druck auf Abtreibungskliniken, Ärzte und Frauen wieder wächst.
Hittman agitiert nicht. Über weite Strecken folgt ihr Film den Protagonistinnen auf einer trostlosen Odyssee durch Busbahnhöfe, Hamburgerläden und Warteräume – in empathischen, sinnlichen Großaufnahmen, die jede Gefühlsregung registrieren, Enttäuschung, Angst, stille Entschlossenheit. An den Rändern, im Hintergrund fangen die Bilder aber noch mehr ein: Eltern, die ihre Kinder aufgegeben haben, Männer, die gewohnheitsmäßig Frauen bedrängen,
eine Gesellschaft, die an den Bedürfnissen der Jugendlichen schlicht vorbeigeht.
Und es sind dieser umfassende Blick und die subtile Erzählweise, die aus Niemals Selten Manchmal Immer mehr als einen politischen: einen großen Film machen.

Niemals Selten Manchmal Immer
USA, Vereinigtes Königreich2020
Produktion: Lia Buman, Rose Garnett, Tim Headington, Sara Murphy, Alex Orlovsky, Elika Portnoy, Adele Romanski
Regie und Buch: Eliza Hittman
Kamera: Hélène Louvart;
Schnitt: Scott Cummings;
Schauspieler:Sidney Flanigan, Talia Ryder, Théodore Pellerin
Dauer: 102 min.
Verleih: Universal Pictures Germany
Kinostart: 01.10.2020

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Bereits 8.800 Euro für die Junge Akademie

Hälfte des Spendenziels fast erreicht

 7.9.2020  Die Akademie bedankt sich herzlich bei allen Personen, die sich über den Sommer an der Spendenaktion für die Junge Akademie Frankfurt beteiligt haben. Seit dem Aufruf Anfang Juli sind bisher 8.800 Euro eingegangen. Teilbeträge davon wurden im Rahmen einer besonderen Aktion von der Frankfurter Sparkasse verdoppelt.

Die Eigenkosten der Akademie für das Stipendienprogramm Junge Akademie belaufen sich jährlich auf rund 20.000 Euro. Der aktuelle Spendenaufruf war nötig geworden, weil die Akademie in diesem Jahr Ausfälle in Höhe von rund 250.000 Euro hat – durch das Kürzen von Zuschüssen und den Ausfall des Vermietungsgeschäfts im Zuge der Corona-Pandemie. Jede einzelne finanzielle Zuwendung trägt dazu bei, die Junge Akademie auch 2021 wieder durchführen zu können.

Bitte spenden Sie, wenn es Ihnen möglich ist, mithilfe des Spendenformulars auf betterplace.org.

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Etappenerfolg: Der Spendenbalken wächst seit Wochen.

„Sofa-Akademie“ auf Spotify & Co.

Erster Akademie-Podcast startet

 2.9.2020  Die Akademie hat ab sofort einen eigenen Podcast. Er bietet die Möglichkeit, zahlreiche Veranstaltungen aus den vergangenen Wochen noch einmal in voller Länge anzuhören (zum Beispiel zu Hause beim Kochen) und mit einer Podcast-App auf dem Smartphone überall mit hinzunehmen (zum Beispiel auf den Weg zur Arbeit).

Die Länge der Folgen variiert zwischen etwa 45 und 90 Minuten. In jeder Folge sprechen Personen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur über Themen unserer Zeit, aktuell etwa Sterbehilfe, Wirtschaftskriminalität, soziale Spaltung oder Profifußball nach Corona. Neue Folgen werden regelmäßig ergänzt.

Der Podcast „Sofa-Akademie“ kann bei allen gängigen Dienstanbietern kostenfrei heruntergeladen und abonniert werden:

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Die Peercoaches gewinnen!

Auszeichnung im Wettbewerb Demokratisch Handeln

 18.6.2020  Im Qualifizierungsprogramm „Peercoach for Empowerment“ kamen im vergangenen Jahr junge Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund zusammen, um Gesellschaft und Bildung selbst mitzugestalten. Von Mai bis Oktober 2019 entwickelten sie in fünf Modulen eine eigene Bildungsveranstaltung für ein diverses, gleichaltriges Publikum. Auf dem Weg setzten sie sich mit Demokratie und Teilhabe auseinander, entdeckten eigene Stärken und Ressourcen und lernten voneinander. Am Ende entstand das vielfältige Programm für einen „Jugend-Empowerment-Tag“ mit vier verschiedenen Workshops, die von den Jugendlichen zum Teil selbst durchgeführt wurden. Es ging um Self-Expression, Freiheitserlebnisse, bewusste Ernährung und Demokratie-Dating – das, was die „Peercoaches“ persönlich bewegte.

Jetzt wurde die Arbeit der Projektgruppe und des dahinterstehenden Teams geehrt! Für den Wettbewerb Demokratisch Handeln waren bundesweit 330 Beiträge aus Schulen, Kitas und außerschulischen Einrichtungen eingereicht worden. Eine 40-köpfige Jury wählte Projekte in verschiedenen Kategorien aus. Die Peercoaches aus Frankfurt sind Preisträger/innen in der Kategorie Zusammenleben und Inklusion. Ihr Preis ist die Teilnahme an einer digitalen Lernstatt, bei der sie Webinare besuchen und sich mit anderen Preisträger/innen vernetzen können.

„Peercoach for Empowerment“ wurde von der Evangelischen Akademie Frankfurt in Kooperation mit dem hessischen Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, der Bildungsstätte Anne Frank und dem hessischen Kultusministerium angeboten. Wir gratulieren unseren Peercoaches und freuen uns sehr über ihren Erfolg!

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Feierlaune: Die jugendlichen Teilnehmer der Projektgruppe wurden im Rahmen einer digitalen Preisverleihung geehrt
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„Peercoach for Empowerment“: Diesem Projekt hat die Jury ihre besondere Anerkennung ausgeprochen

Datenschutz ist wichtig!

Onlineveranstaltungen der Akademie erfüllen die DSGVO

 23.4.2020  Seit Beginn der Corona-Pandemie führt die Evangelische Akademie Frankfurt zahlreiche Veranstaltungen online durch. Die meisten davon finden als Videokonferenz bei Zoom statt, einem US-amerikanischen Dienstanbieter.

Zoom hat den Vorteil, dass es leicht bedienbar ist und auch dann noch leistungsfähig bleibt, wenn viele Personen gleichzeitig zugeschaltet sind. Der digitale Kommunikationsraum wirft aber die Frage auf, wie hier mit sensiblen Gesprächsinhalten und persönlichen Daten umgegangen wird. Zoom und ähnliche Unternehmen standen zuletzt häufig in der öffentlichen Kritik, weil sie die Privatsphäre der Nutzer nicht ausreichend schützten.

Die Akademie hat sich deshalb dafür entschieden, einen sicheren Weg zu gehen. Wir kooperieren mit Connect4Video, einer deutschen Firma aus Rüsselsheim. Deren Datenschutzmanagement erfüllt sowohl die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) als auch diejenigen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und des EKD-Datenschutzgesetzes.

Connect4Video macht es möglich, die beliebte Infrastruktur von Zoom zu nutzen, dabei aber sämtliche Medienströme – Bildschirminhalte, Video- und Toneinspielungen sowie Chatmitteilungen – auf Servern in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zu hosten. Was die Gesprächsteilnehmenden kommentieren, fragen oder kritisieren, wird nach hiesigen Standards verarbeitet und nicht in die USA weitergeleitet.

Zugleich ist es auch bei diesem sicheren Verfahren technisch unvermeidlich, dass die Zoom-Infrastruktur, die zur Durchführung der Meetings genutzt wird, Metadaten der Nutzer speichert. Dies betrifft etwa die IP-Adressen der zugeschalteten Personen, die Dauer des Zugriffs auf das Meeting sowie ähnliche übergeordnete Informationen. Allerdings: Solche allgemeinen Daten werden von praktisch allen Internetseiten und Onlinediensten erhoben und lassen keinen direkten Einblick in die Gedankenwelt der Nutzer – beispielsweise ihre politischen oder religiösen Ansichten – zu.

(Zoom hat zudem die Weitergabe von Metadaten an Facebook gestoppt, über die im Frühjahr 2020 berichtet worden war. Nutzern der iOS-App wird empfohlen, die neueste Version zu installieren.)

Die Akademie setzt sich insbesondere in digitalen Corona-Zeiten für den Datenschutz ein und möchte Teilnehmende ihrer Onlineveranstaltungen bestmöglich schützen. Wer an unseren Themen interessiert ist, sich aber generell nicht auf Zoom betätigen möchte, hat alternativ die Möglichkeit, Zoom-Debatten als Livestream oder Video auf Youtube anzuschauen.

Wenn Sie hierzu Fragen haben, können Sie uns eine E-Mail schicken an office@evangelische-akademie.de.

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Neue Projektleiterin

für Prävention & politische Bildung

 5.4.2020  Die Evangelische Akademie Frankfurt freut sich, eine neue Koordinatorin des Projekts „Alles Glaubenssache? Prävention und politische Bildung in einer Gesellschaft der Diversität“ in ihrem Team begrüßen zu können: Die Bildungsarbeiterin Annette Lorenz tritt ihr Amt in den ersten Apriltagen 2020 an.

Lorenz studierte an der Fachhochschule Frankfurt Soziale Arbeit. Sie fasst zunächst in der Kinder- und Jugendhilfe mit dem Schwerpunkt Migrationspädagogik Fuß. Danach arbeitete sie in der außerschulischen politischen Bildungsarbeit zu den Themen religiöse Vielfalt, Rassismus und Antisemitismus, zuletzt in der Bildungsstätte Anne Frank. Ihre Praxiserfahrungen ergänzte sie durch das Masterstudium „Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit“ an der PH Karlsruhe.

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„Du sollst nicht horten“

10 Gebote für die Corona-Zeit

 15.3.2020 

1. Du sollst deine Mitmenschen lieben, komm ihnen aber gerade deswegen nicht zu nahe. Übe dich in „liebevoller Distanz“. Auf deine Gesundheit und die deiner Mitmenschen zu achten ist immer wichtig. Jetzt kann es lebenswichtig werden.

2. Du sollst nicht horten – weder Klopapier noch Nudeln und schon gar keine Desinfektionsmittel oder gar Schutzkleidung. Die werden in Kliniken gebraucht, nicht im Gästeklo zu Hause.

3. Die Pandemie sollte das Beste aus dem machen, was in dir steckt. Keinen Corona-Wolf und kein Covid-Monster, sondern einen engagierten, solidarischen Mitmenschen.

4. Du solltest ruhig auf manches verzichten. Quarantäne-Zeiten sind Fastenzeiten. Dafür gewinnst du andere Freiheit hinzu. Das passt sehr gut in die Zeit vor Ostern.

5. Du sollst keine Panik verbreiten. Panik ist nie ein guter Ratgeber, zu keiner Zeit. Gesunder Menschenverstand und Humor dagegen schon. Deshalb hör auf Fachleute, beruhige andere und schmunzele über dich selbst. Da macht man erst mal nichts falsch, und es trägt sehr zur seelischen Gesundheit bei.

6. Du solltest von „den Alten“ lernen. In früheren Zeiten von Seuchen und Pestilenz, als es noch keine so gute Medizin wie heute gab, halfen Menschen vor allem ein gesundes Gottvertrauen und die tätige Fürsorge füreinander. Das ist auch heute sicher hilfreich.

7. Du solltest vor allem die Menschen trösten und stärken, die krank werden, leiden oder sterben. Und auch die, die um sie trauern. Sei der Mensch für andere, den du selbst gern um dich hättest.

8. Du solltest anderen beistehen, die deine Hilfe brauchen: Einsamen, Ängstlichen, Angeschlagenen. Oder Menschen, die jetzt beruflich unter Druck geraten. Das hilft nicht nur ihnen, sondern macht dich auch selbst frei.

9. Du solltest frei, kreativ und aktiv mit der Pandemie umgehen. Dazu sind wir von Gott berufen. Du wirst am Ende vielleicht überrascht sein, was sie Positives aus dir und anderen herausholt.

10. Du solltest keine Angst vor Stille und Ruhe haben. Wenn die Quarantäne zu mehr Zeit zum Umdenken, zum Lesen und für die Familie führt, wäre das ein guter „sekundärer Krankheitsgewinn“.

Verfasser: Dr. Thorsten Latzel

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Wir streamen!

Ab sofort live aus der Akademie

 28.2.2020  Sie würden gern mehr Veranstaltungen der Akademie besuchen, wohnen aber weit entfernt? Oder es haut manchmal terminlich einfach nicht hin? Dann haben wir für Sie eine Lösung:

Die Evangelische Akademie Frankfurt wird ab März 2020 viele Veranstaltungen streamen. Das bedeutet, dass wir ganze Veranstaltungen oder einzelne Vorträge als Video im Internet übertragen. Sie können es sich zu Hause auf dem Sofa gemütlich machen und live oder später zusehen. Völlig kostenfrei, aber inhaltsreich!

Wann es dieses Angebot gibt, sehen Sie in unserem Kalender an dem Hinweis „mit Livestream“. Seien Sie live dabei! Und weisen Sie uns gern darauf hin, wenn noch irgendetwas ruckelt oder Sie sonstige Verbesserungsvorschläge haben.

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