Zum heutigen Umgang mit Antisemitismus
Am 27. Januar wurde Auschwitz befreit. 81 Jahre danach erinnern wir uns daran. Als christliche Theologin regt mich der Internationale Holocaust-Gedenktag dazu an, über die Erinnerungskultur in Deutschland und den gegenwärtigen Antisemitismus nachzudenken. Beginnen möchte ich mit einer kurzen Szene aus dem Film „Masel Tov Cocktail“ aus dem Jahr 2020: Dima ist 16 Jahre, ein Jugendlicher in weißem T-Shirt, Jogginghose und Basecap. Er lebt im Ruhrgebiet. Seine Eltern sind jüdische Einwanderer aus Russland. Dima lebt zwischen den Welten, einerseits lebt er die Jugendkultur im Ruhrpott, geht zur Schule und hat eine Freundin, die nicht-jüdisch ist, andererseits lebt er seine jüdische Identität, vor allem im familiären Umfeld.
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