Gesellschaftliche Umwälzungen gehen immer mit Protest einher. Doch schafft es der Protest, über sich selbst hinauszugehen und Utopien für eine andere, bessere Welt zu entwickeln? Wir folgen fünf Filmen und ihren Antworten hierzu.
Über den Film „Die Wütenden – Les Misérables“ (FR 2019, R: Ladj Ly, 105 Minuten):
„Les Misérables“ – der Titel spielt auf den berühmten Roman von Victor Hugo an – ist das Spielfilmdebüt von Ladj Ly. Er wuchs in dem Pariser Vorort Montfermeil auf, in dem auch die Handlung des Films angesiedelt ist; daraus entsteht ein Eindruck großer Authentizität. Montfermeil ist eine jener Wohnhochhaus-Betonanlagen, in denen vor allem Immigranten und sozial Benachteiligte leben. Viele sind arbeitslos oder haben schlecht bezahlte Jobs; Kriminalität und Drogenhandel blühen. In diesem sozialen Brennpunkt kommt ein junger Polizist aus der Provinz zu einer Sondereinheit, die hier für Recht und Ordnung sorgen soll. Das Milieu lernen wir dabei vor allem aus seinem Blickwinkel kennen. Seit „Hass“ (1995) von Mathieu Kassovitz hat es keinen Film mehr gegeben, der das Leben in einer Pariser Trabantenstadt derart eindringlich zeigt.
Weitere Filme in der Reihe „Zwischen Protest und Utopie“ am 5. Mai (Moderne Zeiten), 12. Mai (Hungerjahre), 13. Mai (Persepolis) und 26. Mai 2026 (BlacKkKlansman)
Anmeldeschluss: Montag, 25. Mai, 12 Uhr
Bei Anmeldung reservieren wir Ihnen eine Eintrittskarte.
Bitte beachten Sie, dass reservierte Karten bis spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden müssen!
Sie können Tickets auch direkt über das Deutsche Filminstitut und Filmmuseum DFF buchen: www.dff.film/kino/
Kosten:
9 Euro, ermäßigt 7 Euro
Thomas Abeltshauser, Filmwissenschaftler und Publizist
Dr. Margrit Frölich, Evangelische Akademie Frankfurt
Natascha Gikas, DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Dr. Daniela Kalscheuer, Katholische Akademie Rabanus Maurus
DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Katholische Akademie Rabanus Maurus
Anmeldung
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