Donnerstag
12
November
2026
Evangelische Akademie Frankfurt, Onlineveranstaltung, 12.00 – 13.30 Uhr
ContraCode digital
Das christliche Selbstverständnis und der Antisemitismus
Digitaler Workshop
Antisemitismus prägt unsere Gesellschaft seit Jahrhunderten. Die ihm zugrunde liegenden Bilder haben sich immer wieder an neue gesellschaftliche Bedingungen angepasst, greifen aber dauerhaft auf ältere christliche Bilder und Deutungstraditionen zurück. Dazu zählt beispielsweise die Zuschreibung von Gier, die in christlichen Auslegungstraditionen der Judasfigur über Jahrhunderte weitergetragen wurde. Diese Traditionen verweisen zugleich auf die besondere Rolle der Bibel. Als zeithistorisches Dokument beschreibt und begründet sie den Abgrenzungsprozess des frühen Christentums vom Judentum. Daraus ergeben sich wichtige Fragen: Welche Rolle spielen christliche Judenbilder für das christlich geprägte Selbstverständnis? Und welchen Anteil haben sie daran, dass antisemitische Zuschreibungen bis heute fortwirken können? In einem 90-minütigen Workshop, der sich an Interessierte mit und ohne Vorwissen richtet, reflektieren wir eigene Positionen und beschäftigen uns damit, was Antisemitismus ist, wie man ihn erkennen kann und worin er sich von anderen Diskriminierungsformen, etwa Rassismus, unterscheidet.
 
Bei der Onlineveranstaltung handelt es sich um ein Begleitangebot zum Bildungsprogramm „ContraCode“, in dem die Evangelische Akademie Frankfurt ab 2027 Botschafterinnen und Botschafter gegen Antisemitismus ausbildet. Anmeldungen zur Fortbildung, die in Hessen als Bildungsurlaub anerkannt ist, sind bis zum 31. Dezember 2026 hier online möglich.
Teilnahme kostenfrei
Anmeldung erforderlich bis 11. November 2026

Referentin und Moderation: 
Ina Hammel, Projektleiterin „ContraCode“

Förderung: 
Gefördert im Rahmen des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“
Evangelische Akademie Frankfurt

Anmeldung

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