Corona-Effekt
Fokus ME/CFS, Post-Covid, Post-Vac
Ab nach Brüssel!
EU-Politik erleben
Was hat die EU mit dir zu tun? Was ist diese EU überhaupt? Und wie sieht es da mit jugendpolitischen Interessen und Jugendbeteiligung aus? Wenn du dazu mehr erfahren willst und zwischen 16 und 27 Jahre alt bist, haben wir ein tolles Angebot für dich! In den hessischen Herbstferien fahren wir fünf Tage nach Brüssel und erkunden, wie europäische Politik gemacht wird: Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsländern und wie werden die Bevölkerungen repräsentiert? Wen ruft man an, wenn man mit „Europa“ reden will? Und was erleben die Menschen, die vor Ort arbeiten? Wir besuchen das EU-Parlament, reisen durch die europäische Geschichte, besprechen jugendpolitische Entwicklungen und bilden uns unsere eigene Meinung dazu, wie es um die europäische Zusammenarbeit und Politik bestellt ist. Zum Gemeinschaft-Erleben und Brüssel-Erkunden gibt es natürlich auch genug Zeit.
„Gott ist gut“
Anstöße aus dem Tehillim-Psalmen-Projekt
Gott wird in Judentum, Christentum und Islam als freundlich und gut bezeichnet. In Psalm 118 heißt es: „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich.“ Und in Sure 55: „Gott ist gut“. Was bedeutet diese positive Glaubenshaltung in einer Zeit, in der gerade nicht alles gut ist? Der Interreligiöse Chor Frankfurt widmet sich in seinem 19. Tehillim-Psalmen-Projekt diesem Thema. Zwei Tage nach der Konzertaufführung wird in diesem Trialogischen Gespräch nach den „Wohltaten Gottes“ gefragt, die in den verschiedenen heiligen Schriften zum Ausdruck kommen. Auf dem Podium wird aus jüdischer, christlicher und muslimischer Sicht diskutiert, wie die Aussage „Gott ist gut“ in den drei monotheistischen Religionen zu verstehen ist. Wem gegenüber verhält sich Gott barmherzig und zugewandt – und wer ist davon ausgeschlossen? Der Abend lädt dazu ein, die Poesie der heiligen Schriften auch mit den Fragen der Gegenwart zu konfrontieren und darüber den interreligiösen Dialog zu vertiefen.
Corona-Effekt: Fokus Freiheit
Grundrechte in der Krise
Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln, Masken- und Impfpflicht – in der Covid-19-Pandemie wurden Grundrechte und gewohnte Freiheiten eingeschränkt. Damit sollten Ansteckungen vermieden und besonders vulnerable Gruppen geschützt werden. Für die einen war die Einschränkung ein selbstverständlicher Schritt im Sinne der Solidarität und Rücksichtnahme, für andere eine unverhältnismäßige Beschneidung unserer freiheitlichen Grundrechte. Was ist in dieser Zeit mit unserer „Freiheit“ passiert und wie schauen wir heute darauf? Würden wir im Ernstfall wieder so weit gehen?
Hannah Arendt
Die Gegenwärtigkeit ihres politischen Denkens
Hannah Arendt ist die bedeutendste politische Denkerin des 20. Jahrhunderts. Am 4. Dezember jährt sich ihr Todestag zum fünfzigsten Mal. Wir widmen diesen Abend der faszinierenden Theoretikerin, in deren Leben und Werk sich die Geschichte ihres Jahrhunderts mit all ihren Abgründen spiegelt. Arendt stellte sich den brisanten Fragen ihrer Zeit und wollte stets „ganz gegenwärtig“ sein. Ihre berühmte Studie über die Ursprünge totalitärer Herrschaft, in der sie Nationalsozialismus und Stalinismus als zwei Spielarten totalitärer Systeme beschrieb, findet bis heute den Weg auf die Bestsellerlisten. Nach ihrer Flucht in die USA im Jahr 1941 wurde Hannah Arendt zur öffentlichen Intellektuellen. Besonders ihr Begriff von der „Banalität des Bösen“, den sie im Zusammenhang mit dem Eichmann-Prozess prägte, löste heftige Kontroversen aus. Auch in den USA mischte sie sich aktiv in politische Debatten ein. Arendts Warnungen vor den Gefährdungen demokratischer Strukturen klingen heute wieder beunruhigend aktuell. Den Motiven und Quellen ihres politischen Denkens nachspürend, stellen wir an Barbara Hahn, die Hauptherausgeberin der Kritischen Hannah-Arendt-Gesamtausgabe, die Frage: Was macht Arendts politisches Denken für unsere Gegenwart so relevant? Die renommierte Schauspielerin Anke Sevenich begleitet den Abend mit Lesungen aus dem Werk von Hannah Arendt.
Sprechen – Zuhören – Nachdenken
Kommunikation als Schlüssel zum Zusammenhalt
Wir leben in einer Zeit großer Unsicherheiten – sei es durch Kriege, den Klimawandel, soziale Medien oder neue Technologien wie künstliche Intelligenz. Viele Menschen sorgen sich um Demokratie, Freiheit und den eigenen Handlungsspielraum, während zugleich das Bedürfnis nach echten Gesprächen wächst: danach, verstanden zu werden, zuzuhören und gemeinsam nachzudenken. Wir laden Sie ein, in einem offenen Raum mit Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft, Bildung und Religion zusammenzukommen, um über Fragen der Gegenwart und Zukunft zu sprechen. Dabei wollen wir herausfinden, was gelingende Gespräche möglich macht, was sie erschwert – und wie wir uns gegenseitig stärken können, um im Alltag selbstbewusster und wirksamer zu handeln.
The good, the bad, the crazy
Der Social-Media-Jahresrückblic
Von absurden Memes bis zu hochpolitischen Kurzvideos, von Popkultur bis Weltgeschehen: 2025 waren die sozialen Medien ein Schauplatz für Skurriles, Bewegendes und Polarisierendes. In unserem Jahresrückblick nehmen wir wichtige Trends, Phänomene und Debatten unter die Lupe und arbeiten uns von den Untiefen des Internets bis zum Bundestag und ins Weiße Haus vor. Aus medienwissenschaftlicher, journalistischer und theologischer Sicht beleuchten wir, was online für Aufsehen sorgte, und fragen, was das über unsere Gesellschaft verrät. Unterhaltsam, kritisch und abwechslungsreich diskutieren wir Gutes, Schlechtes und das schlicht Verrückte und zeigen, dass Social Media nicht nur Unterhaltung sind, sondern ein wichtiger Resonanzraum für Politik, Kultur und kollektive Stimmungen.
Das verborgene Weihnachtskind
Titus Müller liest
Wie sieht Weihnachten in Zeiten künstlicher Intelligenz aus? Diese Frage stellt der Schriftsteller Titus Müller in seiner Erzählung „Das verborgene Weihnachtskind“. Er imaginiert das Weihnachtsfest in einer Gesellschaft der Zukunft. Dort ist künstliche Intelligenz fest im Alltag verankert. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen vier Personen, die auf derselben Etage eines Hochhauses leben, das von der KI Athena gesteuert wird. Doch wie sieht es in einer hochtechnologischen Gesellschaft mit der Liebe, zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Zauber von Weihnachten aus? Wer sind die Eindringlinge im Hochhaus, und warum wollen sie ein Kind rauben? Gelingt es den Bewohnern, das „Weihnachtskind“ zu beschützen? Die Erzählung nimmt viele spannende Wendungen. Füllfederhalter werden zu Relikten längst vergangener Zeiten, und die Suche nach dem Glück wirft beinahe mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Titus Müller liest selbst aus seiner modernen Weihnachtsgeschichte und zeigt: Manche Dinge überdauern alle Veränderungen